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Als Ned (Bryan Cranston), ein überfürsorglicher aber liebender Vater, zusammen mit seiner Familie seine Tochter (Zoey Deutch) in Stanford besucht, trifft er auf seinen größten Alptraum: ihren Freund, der gutmeinende aber nicht gesellschaftsfähige Silicon Valley Millionär Laird (James Franco). Der zugeknöpfte Ned findet den peinlichen Laird absolut unangebracht für seine Tochter. Die einseitige Rivalität und Ned’s panische Reaktionen eskalieren als er feststellt, dass er keinen Einfluss in der glamourösen High-Tech Welt hat und Laird kurz davor ist, seiner Tochter einen Heiratsantrag zu stellen.


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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Genau wie James Francos schräger Titelcharakter schmeißt John Hamburgs Weihnachtskomödie mit Obszönitäten um sich, sorgt für einen schier endlosen Moment der Fremdscham nach dem anderen und strapaziert die Geduld der Besucher bis aufs Äußerste. Aber genauso wie der neureiche Games-Entrepreneur Laird Mayhew ist die überzogene Family-Rom-Com zu unbedarft, um die fast zweistündige Nerverei ernsthaft übel zu nehmen. Der spießbürgerliche Kleinunternehmer Ned Fleming (Bryan Cranston) ist entsetzt über den für ihn und Gattin Barb (Megan Mullally) neuen Partner seiner erwachsenen Tochter Stephanie (Zoey Deutch). Mit ihrem 15-jährigen Bruder Scott (Griffin Gluck) in Schlepptau erlebt der verklemmte Papa ein Weihnachtswochenende des Grauens auf dem Luxusanwesen des millionenschweren IT-Genies, das bald sein Schwiegersohn sein könnte. 

Dass der Humor für Weihnachtsfamilienkino eher „erwachsen“ ist, signalisiert beim Autor von Zoolander und dessen Sequel wie zu erwarten weder intelligente noch subtile Unterhaltung. Beim sich unweigerlich aufdrängenden Vergleich mit den Focker-Filmen wirkt der zotige Tonfall dafür wenigstens realistischer. Heißt das, das Zielpublikum in den Staaten macht sich endlich mal locker, was gängige Ausdrücke angeht? Nö, andersrum. Das Publikum soll bei jedem fucking und motherfucker offenbar indigniert die Luft einziehen wie der pikierte Protagonist. Letzter ist einer der maßgeblichen Gründe, warum die Aneinanderreihung der zu erwartenden Peinlichkeiten beim ersten Kennenlernen nicht zündet. Ned ist die Verkörperung des konservativen Establishments und als solche derart borniert, dass jede Empathie von vornherein ausgeschlossen ist. Also wird der blasierte Patriarch ordentlich fertiggemacht, in den überholten Wertvorstellungen erschüttert und eine Spur weltoffener? Nö, andersrum. 

Der kindische, aber gutmütige Laird bekommt die Lektion in traditionalistischer Bodenständigkeit, die allen vaterlos aufgewachsenen Jungen angeblich so bitter fehlt. Aber dieser euphorische Typ mit ist doch ein total ausgeflippter Vogel? Nö, andersrum. Neds Borniertheit ist weit absurder. Laird mag moderne Architektur, Gegenwartskunst und isst Molekularküche statt Weihnachts-Truthahn. Er hat Tattoos, wohnt in einer zusammengewürfelten WG und findet Lamas knuffig. Würde Franco sein hyperaktives Herumgezappel einen Tick runterfahren, wäre sein Charakter ein normaler Hipster, der eben kein Reaktionär ist. Dass etwas überspitztes Nicht-konservativ-Sein schon als Verrücktheit verkauft wird, ist dann fast wieder lustig - würde es nicht so viel Trauriges über die Gesellschaft verraten.

Fazit

Die Story recycelt im Wesentlichen die des gealterten Comedy-Hits "Meet the Parents", zu dem Hamburg selbst das Drehbuch schrieb. Das satirische Potenzial wird bewusst ignoriert, während die pennälermäßigen Gags unerbittlich breitgetreten werden. Richtig schlimm wird es aber trotzdem nicht, das garantiert das improvisationsfreudige Trio Zoey Deutch, Megan Mullally und James Franco.


Autor: Lida Bach

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