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Inhalt

Dem Washingtoner Polizisten John Cale wurde gerade sein Traumjob verwehrt, für den Secret Service als Personenschützer von Präsident James Sawyer zu arbeiten. Weil er seiner kleinen Tochter die schlechte Nachricht schonend beibringen will, nimmt er sie mit zu einer Besichtigungstour durch das Weiße Haus. Doch plötzlich wird der gesamte Gebäudekomplex von einer schwer bewaffneten paramilitärischen Gruppe gestürmt und besetzt. Während die Regierung ins Chaos stürzt und allen die Zeit davonläuft, liegt es an Cale, den Präsidenten, seine Tochter und das Land zu retten...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wenn Roland Emmerich (Independece Day) etwas liebt, dann sind es megalomanische Zerstörungsszenarien. Immer wieder erzählen seine Filme von gleichermaßen gigantischen wie aberwitzigen Katastrophen, die die Erde und damit auch die Menschheit einholen – und meistens fährt er damit auch enormen Erfolge am Box Office ein. Worin aber der Reiz an dieser Form des hochbudgetierten Desaster-Kinos liegt, gilt es nach wie vor herauszufinden: Ist es die reine Schaulust oder doch der inständige Wunsch nach einer realen Entsprechung, die uns büßen lässt, aufopfert und unsere Seelen klärt und reinigt? In jedem Fall scheint Roland Emmerich durchaus zu wissen, welche Knöpfe und Hebel er bedienen muss, um ein Massenpublikum immer wieder aufs Neue zu begeistern. Warum aber musste dann ausgerechnet White House Down an den Kinokassen durchfallen?

Womöglich hatte es mit dem Umstand zu tun, dass der sehr ähnlich gepolte Reißer Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr mit Gerard Butler einige Monate zuvor in den Kinos gestartet ist und White House Down unweigerlich in die Schublade des Nachahmers und Trittbrettfahrers verfrachtete. Womöglich aber hat es auch damit zu tun, dass White House Down dem konservativ-getrimmten Publikum der Vereinigten Staaten dann doch ein Stück weit zu liberal ausgefallen ist, denn nicht nur ist Präsident James W. Sawyer (Jamie Foxx, Django Unchained) ein Afroamerikaner, der gegen die Rüstungsindustrie vorgehen und die amerikanischen Streitkräfte aus dem Nahen Osten abziehen möchte. Auch setzt sich die Bedrohung nicht aus klassischen Feindbildern (Deutsche, Russen, Araber) zusammen, stattdessen sind es Aggressoren aus den eigenen Reihen, die hier für reichlich terroristischen Krawall sorgen.

Mag White House Down auch ein kommerzieller Flop gewesen sein, was Roland Emmerich hier auf die Beine gestellt hat, macht durchaus Laune, letztlich auch aus dem Grund, weil er seine Überwältigungsrhetorik nicht nutzt, um den blauen Planeten in Schutt und Asche zu legen, sondern sie vielmehr in eine atemlose Spektakelstrategie übersetzt, die sich einem klaren räumlichen Fokus unterwirft: Dem Weißen Haus. Und genau hier gelingt es Roland Emmerich, eine inszenatorische Kompaktheit respektive Dringlichkeit hervorzubringen, die vielen heutigen Actionfilmen vollkommen abgehen. White House Down schafft es durchweg, dem Zuschauer einen genauen Überblick über das Setting mit all den Fluren, Sälen, Aufzügen und geheimen Gängen zu verleihen, um gleichwohl auch die Action selbst nicht in hektischen Schnittmontagen zu zerlegen, sondern die Kamera koordiniert immer an die Kinetik und Dynamik der Set Pieces anzupassen.

Nicht nur in diesem Punkt erweist sich White House Down als stimmige Replik auf das klassische Action-Kino (der Film selbst ist natürlich unverkennbar ein Stirb langsam-Ripoff), auch die Chemie zwischen Jamie Foxx und Channing Tatum (Foxcatcher), der hier in die Rolle des Helden im Unterhemd schlüpft, funktioniert und gibt dem Film eine komödiantische Energie, die bitter nötig ist, um dem im Kern durchaus patriotischen Wesen der Geschichte die nötige Lockerheit, Ironie und auch Naivität abzuverlangen. Ohnehin wirkt White House Down überraschend geerdet, obwohl er über seine 130-minütige Laufzeit unentwegt auf den Putz haut – die gut geölte Dramaturgie, die gute Besetzung (zu der auch James Woods, Maggie Gyllenhaal, Jason Clarke und Richard Jenkins zählen) und die fokussierte Regie sorgen dafür, dass das krachend-bleihaltige Treiben nicht abhebt. Da darf sogar die Präsidentenflagge heroisch in Zeitlupe geschwenkt werden.

Fazit

Mit "White House Down" liefert Roland Emmerich sicherlich keinen perfekten, aber einen sehr kompetent inszenierten Kracher ab, der seine Überwältigungsrhetorik aus dem Katastrophenkino geradewegs in eine Spektakelstrategie des Action-Genres übersetzt. Überraschend ist, dass "White House Down" trotzdem angenehm geerdet erscheint, was am guten Timing, einer fokussierten Inszenierung punktet und darüber hinaus an einem harmonierenden Buddy-Duo in der Hauptrolle liegt.

Autor: Pascal Reis

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