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Toro ist Protegé des einflussreichen Gangsterboss Romano, aber er will aufhören. In der Nacht seines letzten Jobs geht jedoch alles schief und als Resultat stirbt einer seiner Brüder. Fünf Jahre später ist Toro Taxifahrer und fast am Ende seiner Bewährung angelangt. Doch dann steht plötzlich sein anderer Bruder López vor der Tür und bittet ihn um Hilfe.

Kritik

Ein Ex-Gangster, der von seiner windigen Vergangenheit eingeholt wird. Eine Entführung, Rache, eine tickende Uhr. All das sind bewährte Elemente für ein spannendes Drehbuch. Toro wirft all das in einen Topf, fügt noch einen coolen Look und ein interessantes, andalusisches Setting dazu... und ist dann doch erstaunlich langweilig. Aufgrund der eben genannten Sachen fängt der Film erstmal ziemlich vielversprechend an, versaut dann aber jeden dieser Aspekte.

Wenn es um einen Kampf gegen eine Gangsterbande geht, dann wäre es vielleicht eine gute Idee auch mal Kämpfe zu zeigen. Wenn es um ein Drama geht, dann wäre es gut, wenn die Charaktere einen echten Konflikt austragen. Wenn es eine tickende Uhr gibt, sollte man darauf achten, dass die Zeitabstände irgendeinen Sinn machen. Leider vermeidet Toro Actionszenen wo es nur geht, wechselt ständig das aktuelle Ziel der Figuren und erweckt den Eindruck, ein Tag in Andalusien würde 49 Stunden dauern.

Eines der größten Probleme für Toro ist aber sein viel zu großes Figurenarsenal. Da gibt es Toro und seinen Bruder López, dessen Tochter Diana, Gangsterboss Romana und seine rechten Hand, Liebesinteressen, Ex-Frauen, Mütter, alte Freunde, eine Wahrsagerin und noch so einiges mehr! Alle werden irgendwie angekratzt, viele sogar in mehreren Szenen, aber dann erfahren wir doch nicht genug über sie damit wir uns für ihr Schicksal interessieren. Diese Szenen werfen auch kein neues Licht auf bereits bestehende Charaktere oder bringen die Handlung irgendwie weiter. Sie machen den Film vor allem länger und sperriger.

Außerdem ist der Film sehr pathetisch. Das ist für sich genommen erstmal kein Problem, sondern eine Geschmacksfrage. Aber wenn die vor Pathos strotzenden Aktionen der Charaktere absolut keinen Sinn ergeben (weder logisch, noch für den Charakter, noch für die Geschichte, die erzählt wird) und sich diese Aktionen gegen Ende des Films häufen, dann wird man absolut aus der Bahn geworfen und fragt sich nur noch verärgert, wie lange der Film denn jetzt noch dauert.

Fazit

Toro ist lang, langsam und hat eine viel zu große Anzahl an Charakteren. Über diese erfährt man nicht genug, als dass das Drama funktionieren würde und es gibt auch nicht genug Action um den Mangel an Entwicklungen auszugleichen. Damit ist Toro trotz allen Potenzials ziemlich langweilig.

Autor: Sören Jonsson

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