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Inhalt

Ein riesiger Asteroid ist in den Nordatlantik gestürzt und die sich ausbreitende Druckwelle wird alles Leben auf der Welt vernichten. James hat noch zwölf Stunden zu leben und möchte eigentlich nur zu einer Party um sich abzuschießen und absolut nichts zu spüren, wenn ihn die Feuerwalze erreicht, aber nachdem er ein kleines Mädchen vor zwei Männern rettet und beginnt sich für sie verantwortlich zu fühlen, muss er sich die Frage stellen: Was will ich mit dem Rest meines Lebens anfangen?
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Üblicherweise bietet die Handlung von Katastrophenfilmen eine Möglichkeit die Katastrophe abzuwenden oder sich vor ihr in Sicherheit zu bringen. In These Final Hours gibt es jedoch kein derartiges Glück im Unglück. Die Menschheit wird sterben, sobald die Feuerwalze sie erreicht. Dementsprechend (und vermutlich auch aus Budgetgründen) zeigt der Film die eigentliche Katastophe nur sehr wenig, sondern viel eher wie sie sich auf die Menschen auswirkt, woraus sich sowohl persönliche Motivation der Figuren als auch die Hindernisse auf ihrem Weg ergeben. Religiöser Wahn, Selbstmord, Ekzess und mehr sind zu sehen.

Ein Problem bei diesem Vorgehen ist allerdings, dass der Film einen Aspekt sofort für abgehakt betrachtet und nicht erwähnt sobald er es einmal gezeigt hat. In den ersten fünf Minuten gerät James an eine Straßensperre von Leuten, die sich von Plünderern und Irren schützen wollen. Die Idee ist nich nur logisch, sondern verspricht auch eine Menge Komplikationen, wenn James seine Reise fortsetzen will. In diesem Fall kann er allerdings einfach außen herum fahren und trifft nie wieder auf ein vergleichbares Problem. Dieser Episodencharakter erlaubt dem Film zwar eine Menge Möglichkeiten zu erkunden, was er auch macht, allerdings verdichten sich diese letzten Endes nicht zu einer großen, allgemeinen Apokalypsenstimmung.

Zentral für den Film ist natürlich das Verhältnis zwischen James (Nathan Phillips) und Rose (Angourie Rice). Roses Notlage ist es, die James von der geradlinigen Verfolgung seines Plans abbringt, sich einfach nur zu betäuben. Nach ihrer Rettung beginnt James sich für Rose verantwortlich zu fühlen, eine Dynamik, die schon oft genutzt wurde, aber hier trotzdem ganz gut funktioniert. Rose zaubert in James nämlich keine absolut neue Seite hervor, sondern hilft lediglich ihn daran zu erinnern, dass er über diese Seite verfügt. Behilflich dürfte dabei auch sein, dass die Rolle nicht unsäglich nervig geschrieben / gespielt wurde, wie es bei Kinderrollen leider oft der Fall ist. Diese Form von Charakterentwicklung bildet den eigentlichen Kern des Films. Die dabei immer wieder auftretende Frage, die die Charaktere letzten Endes bestimmt ist: "What does it matter?" Warum sollte man jemandem helfen? Unvollendete Aufgaben bewältigen oder überhaupt irgend etwas tun? Am Ende Sterben doch sowieso alle. Erstaunlicherweise schafft es der Film gerade über die Beziehung der beiden Hauptcharaktere und über James Entwicklung diesem Nihilismus etwas entgegen zu setzen und gibt sich damit eine emotionale Tiefe, die man von Katastrophenfilmen eher nicht gewohnt ist. Dazu sollte allerdings auch gesagt sein, dass sich der Film an einigen dieser emotionalen Momente zu lange aufhält, sodass man selbst schon ein wenig ausgelaugt und am Ende ist, wenn der Film sich zu seinem großen Endspurt aufmacht.

Fazit

These Final Hours bietet eine interessante Idee, die konsequent einem Motiv folgt und es schafft daraus auch einen Großteil der Handlung zu schöpfen. Die Einzelszenen verdichten sich zwar nicht immer zu einem großen Schreckensbild des Weltuntergangs, dafür werden allerdings die Charaktere gut in Szene gesetzt und motiviert. Bei aller Hoffnungslosigkeit, die durch die Situation vermittelt wird, schafft der Film es letztlich doch das Gefühl zu vermitteln, dass Gewisse Sachen einfach wichtig sind, auch wenn das Ende der Welt so oder so kommt. Fans von Katastrophenfilmen mit großem Budget und Unmengen von Special Effects werden eher enttäuscht sein, da die eigentliche Katastrophe visuell etwas außen vor bleibt und gegen mitunter etwas langatmiges Drama eingetauscht wird.

Autor: Sören Jonsson

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