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Peter Devereaux ist zurück für eine letzte Mission. Der einstige Vorzeige-Agent der CIA mit dem Decknamen "November Man" ist der schmutzigen Arbeit als Spion eigentlich längst überdrüssig. Zu viele Menschen hat er kaltblütig abknallen, zu viele Rekruten zu eiskalten Killern trainieren müssen und zu viele Unschuldige sterben sehen. Ein Zyniker ist er mit der Zeit geworden, einer, der noch nie jemandem vertraute, und mit den Jahren gelernt hat, dass er damit auch bestens beraten ist. Doch nun steht viel auf dem Spiel. Man munkelt, ein Maulwurf in der Agency würde zwischen den Fronten intrigieren und den anstehenden Korruptionsprozess gegen ein hohes Tier im Staatsdienst gefährden. Devereaux soll die junge Alice (Olga Kurylenko) beschützen. Die engagierte Sozialarbeiterin, die minderjährigen Mädchen zum Ausstieg aus der Sexsklaverei verhilft, markiert zur Zeit die einzige Spur zu der vermissten Kronzeugin Mira Filipova in besagtem Justizskandal. Als Gegenspieler sieht sich der November Man ausgerechnet dem völlig skrupellosen Agenten David Mason gegenüber, der als Devereaux' persönlicher Protégé alle Tricks vom alten Haudegen gelernt hat. Eine wilde Jagd mit undurchsichtigem Ziel beginnt, in der alle Beteiligten ihre ganz persönliche Agenda verfolgen ...
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Kritik

Ein Mentor und sein Schüler, die sich nach zehn Jahren der gegenseitigen Ignoranz als Feinde gegenüberstehen, eine schöne, undurchsichtige Frau, die von den falschen Leuten gejagt wird und eine Verschwörung, die bis in die höchsten Positionen der CIA reicht. Ein Job für: James Bond ..  Verzeihung: Peter Devereaux. Eigentlich ist es auch egal, wie der Typ im Film heißt. Das ist nämlich ganz klar Pierce Brosnan, der sich hier seinen Weg durch Ungerechtigkeiten, Verrat und böse Bodyguards schießt. Und dass er dieses Handwerk beherrscht wissen wir alle. Und dass das, trotz einer mauen Geschichte, Unterhaltung garantiert vermutlich auch. Bei „The November Man“ von Roger Donaldson("Bank Job") ist genau dies der Fall. Ein netter, unterhaltsamer Agententhriller mit einer angenehmen Kompromisslosigkeit, guten Darstellern und einer spaßigen Inszenierung, sowie allerdings einer schwächelnden und klischeebeladenen Geschichte, die einen mit ihren voraussehbaren Wendungen nicht unbedingt vom Hocker reißen mag.

Wenn man sich die typischsten Klischees des Hollywood-Agententhrillers einmal per Liste zusammenschreibt, kann man bei der Sichtung von „The November Man“ mindestens 80 Prozent der Aufzählungen abhaken. Gut, dass der Film auch gar keinen großen Hehl daraus macht und nicht so tut, als wäre er mehr als knapp 110 Minuten pure Actionunterhaltung mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle. Und eigentlich ist mit diesem Satz auch schon alles gesagt. Es gibt den bösen Widersacher, der mit finsteren, hochrangigen Führungskräften unter einer Decke steckt, den frustrierten, aggressiven Schüler, der seinem ehemaligen Lehrer beweisen will, was er kann und die undurchsichtige Schönheit, die die Sache irgendwann in die eigene Hand nimmt. Und es gibt den missverstandenen Pierce Brosnan, der sich an allen rächen möchte und dabei keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Es ist dabei wirklich ein Pluspunkt des Films, dass Brosnan sich hier mal ein wenig mehr austoben darf und auch mal wie ein betrunkener Wahnsinniger die Freundin des smarten Luke Bracey("G.I. Joe 3D: Die Abrechnung") bedroht, um ihm eine Lektion zu erteilen. An sich ist es zwar nicht unbedingt herausragend, dass „November Man“ überraschend blutig und konsequent voranschreitet, aber doch eine nette Kleinigkeit, die die an vielen Punkten sehr forcierte Storyline des Films ab und an wieder ausgleichen mag.

Denn das, was hier über die Leinwand rollt, hat man alles eigentlich schon einmal gesehen. Hinzu kommen extrem oberflächliche Charaktere, sowie Beziehungen und Charakterkonflikte, die entweder einfach fallen gelassen oder flüchtig und faul aufgelöst werden. Allein der Charakter von Alice (umwerfend: Olga Kurylenko) bekommt hier eine Art nachvollziehbarer Vergangenheit, wobei selbst Peter Deveraux zum absolut blassen Hitman verkommt, der so unfassbar viele Schießerei ohne einen Kratzer überlebt, dass man schon fast an göttliche Intervention glauben mag.

Aber Logik ist hier sowieso nicht wichtig, ebenso wie eine Story, dessen Twist man nicht schon nach fünf Minuten gegen den Wind riechen kann oder Charaktere, denen man wirklich etwas abgewinnt. Nimmt man Luke Braceys Charakter des David Mason als Beispiel: Dieser bekommt anfangs noch einen interessanten, innerlichen Konflikt und mit der Zeit sogar einen Love-Interest spendiert. Doch schon in der Mitte des Films wird sein Charakter einfach für viel zu viel Laufzeit fallen gelassen, sodass man am Ende in keinster Weise mehr mit ihm mitfühlen kann. „The November Man“ nimmt sich in seinen 108 Minuten einfach zu viel vor und ist weder anspruchsvolles, noch intelligentes Kino, sondern ein straighter, klischeebeladener Agententhriller, mit einer angenehmen Härte, guten Schauspielern und viel spaßig inszenierter Action. Und das ist dann auch eigentlich alles.

Fazit

Mit „The November Man“ serviert uns Regisseur Roger Donaldson einen spaßigen und brutalen Agententhriller, der mit seiner dünnen Geschichte und seinen oberflächlichen Charakteren aber nie den Status eines intelligenten oder tiefgründigen Films erreicht. Wer allerdings Spaß dabei hat Pierce Brosnan in einer guten Inszenierung endlich mal wieder auf Leute schießen zu sehen, wird voll auf seine Kosten kommen.

Autor: Thomas Söcker

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