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Inhalt

Das Leben als Teenager ist hart, das weiß wohl jeder, so auch bei der High School-Novizin Nadine. Doch es kommt noch schlimmer, als plötzlich ihr allseits beliebter älterer Bruder Darian mit Nadines bester Freundin Krista anbandelt. Nadine fühlt sich noch einsamer als zuvor, bis sie sich völlig unerwartet mit dem nachdenklichen Erwin anfreundet. Plötzlich sieht sie wieder einen Hoffnungsschimmer, und das Leben ist vielleicht doch nicht so schrecklich.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Jugend ist eine wunderbare Sache. Schade, dass sie an Kinder verschenkt wird“. Was George Bernard Shaw schon vor etlichen Jahren so treffend formuliert hat, ist eine Erkenntnis, die wohl jeden früher oder später in seinem Leben ereilt. Gerne wird über die unbeschwerten Jahre der Jugend geschwärmt, mit einer extra großen Portion Nostalgie an jene Zeit gedacht, in der man rückblickend scheinbar keine Probleme hatte. Uneingeschränkt Genießen konnte man diese Jahre aber dennoch nicht, denn die vermeintliche Unbeschwertheit wird einem erst Jahre später wirklich bewusst und weil man es zur damaligen Zeit eben noch nicht besser wusste, erschienen die erste unerfüllte Liebe oder ein versauter Haarschnitt eben wie die größten Katastrophen, mit denen man es im Laufe seines Lebens zu tun bekommen wird. The Edge of Seventeen bewegt sich wie viele Coming-of-Age Filme in diesem Spannungsfeld jugendlicher Probleme, überzeugt durch seine offenherzige Auseinandersetzung, aber kann sich letztlich doch nicht dem Eindruck verwehren lediglich auf jenen Themen herumzureiten, die jedem Zuschauer außerhalb des entsprechenden Alters als reichlich banal erscheinen.

Dabei scheint die Begeisterung jene Themen popkulturell zu verarbeiten stetig aktuell zu bleiben. Publikumswirksamkeit und finanzieller Erfolg reichen sich dabei gerne die Hand, schließlich agieren solche Filme fast immer innerhalb eines Sujets, welches aufgrund persönlicher Erfahrung für jeden Zuschauer zugänglich ist. Gerade geteilte Erfahrungen, das Wiedererkennen bestimmter Situationen, sorgt dabei für bittersüße Szenen. Auch The Edge of Seventeen greift mit der vom Leben überforderten Außenseiterin ein beliebtes Motiv auf, das im späteren Verlauf des Films durchaus ansprechend variiert wird. So werden bestimmte Handlungsschablonen und bekannte Charaktertypen nicht unerwartet, aber doch erfrischend, aufgebrochen, was es dem Werk erlaubt sich ein Stück weit von verwandten Filmen abzuheben. Das funktioniert nicht immer, rechtfertigt aber wohl vor allem für genreaffine Zuschauer durchaus eine Sichtung.

Speziell gegen Ende zollt dann die unnötige Gefühlsduselei ihren Tribut. Die vermeintlichen Probleme lösen sich in Wohlgefallen auf und die Figuren dürfen in ihre heile Welt zurückkehren. Das ist gemessen an der Erwartung zwar nur konsequent, in Hinblick auf den kompletten Film aber auch reichlich nichtssagend. Überhaupt bewegt sich The Edge of Seventeen in jenem Mittelmaß, dem man zwar vorbehaltslos einen ganz-nett Stempel aufdrückt, welches aber kaum Impulse setzt, die über 90 mehr oder weniger belanglose Minuten hinausreichen. The Edge of Seventeen tut niemanden weh, vegetiert in seinem eigenen Dunstkreis dahin und hinterlässt nach dem Abspann kaum einen bleibenden Eindruck. Reicht für einen regnerischen Sonntag auf der Couch, doch ein guter Film sieht dann doch anders aus.

Fazit

„The Edge of Seventeen“ reiht sich nahtlos in die Garde mehr oder weniger gelungener Teeniefilme ein, die relativ belanglos die banalen Probleme des Erwachsenwerdens auf die Leinwand bannen. Stellenweise durchaus mit Gespür für die Empfindlichkeit der jugendlichen Protagonistin, bleibt der Film dennoch zu nichtssagend und formal einfallslos, um übers Mittelmaß hinauszukommen.

Autor: Dominic Hochholzer

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