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"The Aviator" beschreibt das Leben des Luftfahrtpioniers und Regisseurs Howard Hughes (Leonardo DiCaprio), ein exzentrischer Millionär, dem Hollywoods schönste Frauen zu Füssen lagen. Die Biografie konzentriert sich auf die Zeit von den späten 20er Jahren bis in die 40er Jahre hinein, als Hughes Filme drehte wie z.B. "Hell's Angels" und gleichzeitig seine selbstentworfenen Flugzeuge testete.
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Kritik

Howard Hugheswar eine der bedeutendsten Personen der Luftfahrt während und nach des Zweiten Weltkriegs. In Hollywood und als Unternehmer tätig, wurde der Neurotiker filmisch schon als Legende bezeichnet. 2004 wagte sich Regisseur Michael Mann an dessen Lebensgeschichte, gewannLeonardo DiCaprio für die Darstellung des Exzentrikers und Altmeister Martin Scorsesefür den Regiestuhl. Was herauskam, war eine eindringliche, wenn auch überzeichnete Hommage an einen wichtigen wie außergewöhnlichen Mann.

So beginnt der Film mit Hughes´ (Leonardo Di Caprio) jungen Jahren, in denen er sich als Hollywood-Regisseur einen Namen machte. Für seinen Fliegerfilm „Hells Angel“ strapaziert er Budget und Nerven seiner Mitarbeiter, indem er den als Stummfilm angelegten Kriegsstreifen nochmals mit Ton nachdreht. Und der erreichte Erfolg gab seiner Idee recht. Bevor sein weiterer Werdegang thematisiert würde, wird eingeschoben, wie Hughes mit Katharine Hepburn (Cate Blanchett) zusammenkam. Die Trennung markiert anschließend den Übergang zur Fliegerindustrie und dessen neurotischem Verhalten. Hughes wird als größter Anteilseigner an TWA zum größten Konkurrenten für den Flugzeugriesen Pan Am und bringt damit sogar die Politik ins Spiel, während er selbst sich immer mehr von der Öffentlichkeit zurückzieht.

Was sehr unkoordiniert klingen mag, beginnt schon mit einer befremdlichen Szene, in der ein Junge (Howard Hughes) von seiner Mutter eingeseift wird und das Wort „Quarantäne“ buchstabieren muss. Dies soll eine Brücke zu seinem späteren Leben bauen, was aber schon in den nächsten Einstellungen zuerst einmal ad acta gelegt wird. Hughes´ Schaffen als Hollywood-Regisseur soll nur seine risikobehaftete Persönlichkeit untermauern, was sich aber bei erster Betrachtung als etwas wirre Zusammenstellung in den beabsichtigten autobiographischen Ausschmückungen herauststellt. Da wirkt der Übergang in die Liaison mit Katharine Hepburnschon etwas abrupt, und selbst die 160 Minuten Spielzeit können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wichtigsten Stationen aus dem Leben des Exzentrikers für eine bessere Ausleuchtung mehr Zeit gebraucht hätte. So sind die Zeitsprünge zwar dezent, aber doch zu hastig spürbar, und so bleibt dem Zuschauer nichts anderes übrig, die Leitmotive in den Vordergrund zu stellen.

Hier hat der Film auch die Kraft, über sich selbst hinaus zu wachsen. Die philosophischen Übergänge machen immer Sinn, und die persönliche Veränderung der Titelfigur trägt auch viel des Streifens mit. Dabei zeigt der Film auch nicht das komplette Leben des Pioniers, sondern nur die herausstechendsten Stationen, die er durchlaufen hat. Die Hollywood-Phase dient nur zur Vorbereitung, während sein verworrenes Privatleben sowie sein Aufstieg in der Flugzeugindustrie zusammen mit den Zwangsneurosen den eindringlichsten Hauptpart übernehmen. Egal ob dramatisch überspitzt oder nicht, die Symbiose aus filmischer Inszenierung und nüchterner Darstellung biographischer Augenblicke funktioniert für spannende und eindringliche Sequenzen sehr gut. Und da macht die nackte Faszination für die Betrachtung der neurotischen Auswüchse des Protagonisten einen Großteil der Energie aus, die das Werk für sich bezieht.

Energie – das ist das, was auch die Schauspieler gekonnt vermitteln. Di Caprio verkörpert die Hauptfigur, seine fast mahnische Besessenheit an seinem Tun und die Anfänge seines Einsiedlerdaseins so eindringlich, dass man in grotesker Weise sehr berührt sein wird. Um ihn herum kreuzen so etliche bekannte Namen seinen Weg, die aber „nur“ epochenweise ihre Spielzeit eingeräumt bekommen. So spielte sich vorrangig Cate Blanchett in die Köpfe des Betrachters (belohnt mit einem Oscar), und Jude Law als Schauspieler Errol Flynn oder Kate Beckinsale als Ava Gardner haben ihre kurzen, aber für den Film wichtigen Momente. Die hektischen, aber eindringlichen Performances tun auch bei den kleinsten Rollen ihr übriges, um aus dem Drama eine schauspielerische Augenweide zu machen. Somit sind auch die erzählerischen Purzelbäume recht schnell vergessen.

Fazit

Das Leben des schwierigen Flugpioniers zu verfilmen war an sich schon eine große Herausforderung, und tatsächlich drohte „Aviator“, an den vielen Inhalten zu ersticken. Passieren wollte das aber dennoch nicht, da der Stil, die Sets und vor allem die Schauspieler mit einem herausragenden Leonardo Di Caprio als Titelfigur die Faszination Howard Hughes geschickt erzählten und zu einem Biopic der besonderen Sorte werden ließen.

Autor: Sascha Wuttke

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