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Der Tod eines Wehrwolfes in einem Stripclub ist der Auslöser eines Konflikts zwischen den Wolfsmenschen und den leicht bekleideten Tänzerinnen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Horrorfilme können im Prinzip auf zwei Arten Erfolg haben: Entweder handelt es sich um einen richtigen Schocker, der beim Zuschauer Angst und Schrecken auslöst wie „The Conjuring“ oder die „Paranormal Activity“-Reihe, oder aber es handelt sich um bizarre Komödien, die mit schwarzem Humor und ausartender Brutalität ihr Publikum finden („2001 Maniacs“, „Black Sheep“). Wie man dem Titel bereits entnehmen kann, hatte keiner der Beteiligten von „Strippers vs. Werewolves“ vor, jemanden Angst zu machen. Dass der Film trotzdem in gewisser Weise schockierend ist, sollte Regisseur Jonathan Glendening („Summer Rain“, „Night Wolf“) allerdings zu denken geben.

„Strippers vs. Werewolves“ ist von Anfang bis Ende konfus. In der ersten Szene wird man bereits mit den namensgebenden Strippern und Werwölfen konfrontiert. Eine Stripperin tötet hier in Notwehr einen Werwolf, der wütend auf die überforderte Tänzerin zurast und dabei mit den schlecht gebastelten Gummiohren wackelt. In der Folge betreten ausschließlich Stripper und Wölfe die Szenerie, normale Menschen scheint es nicht zu geben. Eine Hauptfigur oder eine Geschichte gibt es dabei ebenfalls nicht. Hier hat sich Glendening darauf verlassen, dass die Silikon-unterfütterten Kurven der Damen und die lustigen Hunde-Gags über die Wolfsbande für genug Unterhaltung sorgen. Ein fataler Fehler, denn selbst wenn man als Zuschauer auf die genannten Punkte anspringt, verlieren nackte Haut und Flachwitze schnell an Reiz, da schlichtweg die Abwechslung fehlt.

Selbst die Darsteller hinterlassen keinen guten Eindruck. Die Stripperinnen sehen zwar authentisch aus, doch die Tanzeinlagen sind amateurhaft und fast jeder Satz wirkt vorgelesen. Selbst die „Hostel“-Verführerin Barbara Nedeljakova wird von Glendening so ungeschickt inszeniert, sodass sie einiges von ihrer ursprünglichen Attraktivität einbüßt. Lediglich der englische Akzent, der bei den meisten Darstellern durchklingt, versprüht ein wenig Charme. Bei den Werwölfen hat Martin Compston den größten Part. Zum Glück kann er mit „Spurlos - Die Entführung der Alice Creed“ eine ansprechende Leistung in einem guten Film vorweisen, denn hier bleibt er blass und verschwindet in der Durchschnittlichkeit seiner Kollegen. Dass es „Freddy“-Darsteller Robert Englund auf das Cover geschafft hat, ist eigentlich eine Frechheit, denn sein Part umfasst eine sehr kurze und für die Geschichte nicht relevante Szene. Nach dem Muster könnte man auch Kevin Spacey und Tom Cruise auf das Cover des dritten „Austin Powers“-Streifens oder Stan Lee auf einen beliebiges Marvel-Filmposter drucken.

Zusätzlich nervt die an „24“ erinnernde Verwendung eines Splitscreens. Was bei der erfolgreichen Serie mit Kiefer Sutherland auf Grund der verschiedenen Figuren, die an unterschiedlichen Orten handelteninteressant war, dient hier lediglich für zusätzliche voyeuristische Perspektiven auf die Stripperinnen. Außerdem fällt in den inflationär eingesetzten Splitscreen-Dialogen auf, dass gleich beide beteiligte Darsteller nicht Schauspielen können. Auch mit den trashigen Kratzspur-Überblenden setzt Regisseur Glendening auf einen Effekt, der sich schnell abnutzt. Insgesamt hätte man gut auf diese Spielereien bei der Inszenierung verzichten können und stattdessen lieber an den Gags oder den Figuren gefeilt. Es reicht eben nicht Gewalt, Brüste und ein paar Witze lieblos zusammen zu schmeißen, um einen unterhaltsamen Horrorfilm zu erschaffen. Ohne Hauptfigur, Esprit und einen Funken Originalität kann sich „Strippers vs. Werewolves“ nicht mit ähnlichen Filmen wie „Zombie Strippers“ messen, der zwar auch nicht gut war, mit der legendären Billardkugel-Szene und dem spaßigen Showdown wenigstens keine komplette Zeitverschwendung war.

Die Extras der Blu-Ray können das Gesamtpaket ebenfalls nicht aufwerten. Das behind-the-scenes-Feature strotzt vor Langeweile und untermauert nur den schlechten Eindruck des Films. Außerdem erscheinen während des Films plötzlich Untertitel, egal welche Einstellungen man vorher gewählt hat.

Fazit

„100% Party Horror“ tönt der Verleih großspurig auf der Verpackung des Trash-Streifens, doch nach einer guten Viertelstunde hat man bereits alles gesehen, was der Film zu bieten hat. Insgesamt bleibt „Strippers vs. Werewolves“ ein liebloser und unwitziger Versuch mit geringem Aufwand einen Videotheken-Hit zu landen. Zum Glück gibt es im Horrorregal genug bessere Alternativen, sodass dieser Film schon bald in Vergessenheit geraten wird.

Autor: Fabian Speitkamp

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