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"The South Will Rise Again"?: Das Pfandhaus von Alton (Vincent D'Onofrio) ist nun wahrlich kein Ort für einen Geschichtenerzähler. Doch bevor Alton seinen ungewöhnlichen Kunden Dinge verkaufen kann, gibt es bereits Handlungen, die unwiederbringlich zusammenlaufen werden. Und so verkauft nicht nur ein total zugedröhnter Junkie (DJ Qualls) seine Schrotflinte für Spritgeld, die er eigentlich für einen geplanten Raubüberfall benötigt, sondern der energische Richard (Matt Dillon) findet hier zudem einen Hinweis auf seine verschollene Frau. Zuletzt betritt auch noch der Elvis-Imitator Ricky (Brendan Fraser) das Geschäft. Was sie alle nicht wissen: Niemand wird die kommende Nacht so erleben, wie sie es eigentlich geplant hatten…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Drei Geschichten, eine dreckige Südstaaten Atmosphäre, eine Top-Besetzung (unter anderem Paul Walker, Elijah Wood, Matt Dillon, Brendan Fraser, Vincent D‘Onofrio, Lucas Haas sowie Norman Reedus), ein wenig Blut, harte Drogen sowie eine Menge Schweiß. So darf man sich den neuen Film von Regisseur Wayne Kramer wohl am besten vorstellen. Doch hinter "Pawn Shop Chronicles" steckt noch ein wenig mehr. Denn der Grindhouse-B-Movie-Reißer will vor allem einer der coolsten Filme des Fantasy-Filmfestes werden. Kramer hat unterdessen mit "Running Scared" auch bewiesen, dass dreckige Crime-Filme (mit einer bewegenden wie packenden Story) auch nicht überschwänglich bombastisch sein müssen um zu überzeugen. Doch der neue Hit der einstigen Hollywood-Hoffnung ("Crossing Over - Der Traum von Amerika") erweist sich als viel zu flaches Handlungsgeflecht, das zwar in seinen besten Momenten gehörig Spaß bietet, dafür aber auch im Kern nichts neues erzählt und oftmals sich in einer Pseudo-Coolnes verrennt. Und selbst die, gab es bereits deutlich besser in anderen Werken zu sehen ("The Baytown Outlaws").

"Pawn Shop Chronicles" erzählt unterdessen in typischer Oldschool-Manier mit harten Charakteren insgesamt drei Storys, die alle lose miteinander verbunden sind. Als Dreh- und Angel- sowie Startpunkt dient hierbei ein abgewracktes Pfandhaus, welches gerade durch die grandiose Darbietung von Vincent D'Onofrio (einer der besten Seriendarsteller Hollywoods) profitiert. Gehen dann jedoch die Einzelgeschichte los, schwankt die Qualität jedoch stark. Was folgt ist eine Reise voller Gewalt, Drogen, Abartigkeiten, sexueller Sklaven, der Suche nach der eigenen Frau sowie eine Selbstfindung (inklusive Teufel), die passend im Süden der USA angesiedelt ist.

1. Story: Die Erste Handlung dreht sich rund um drei abgehalfterte Gangster (wobei hier vor allem Paul Walker als Meth-Junkie mit schlechten Zähnen überzeugen kann), die praktisch durch ihren Zustand unfähig sind, auch nur einen kleinen Raubzug vorzubereiten. Während so vor allem die Handlung mehr als flach bleibt und durch Tarantino-Zitate eher wie ein lauer Aufguss erscheint, gibt es eine Menge Dialoge, einige fetzige Schießereien sowie Drogen-Exzesse, die durch einige wenige technische Spielereien aufgebohrt werden.  Für Fans von sinnlosen Roadtrips durch die Pampa ein merklicher Spaß, alle anderen bekommen hier aber bereits die Lust, den Film nach ein paar pseudo-coolen Minuten abzuschalten.

2. Story: Hier zeigt "Pawn Shop Chronicles" seine wahre Stärke. Denn vor allem ein wütender, aufgebrachter wie zielstrebiger Matt Dillon, macht den Mittelteil zum klaren Highlight des Films. Hier gibt es nicht nur eine brachiale Suche nach der verschollenen Liebsten, sondern auch Gewalt, Blut sowie gar Falter. Ein Psycho-Duell der besonderen Art sowie ein erneuter recht böser Elijah Wood (ihm liegen solche Rollen einfach), runden das Spektakel dabei angenehm ab. Zwar bleibt das Bild weiterhin recht billig und auch der Sound könnte prägnanter sein, doch gerade das mehr als überraschende Finale täuscht gerne darüber hinweg. Hier hätte Regisseur Wayne Kramer anknüpfen sollen.

3. Story: Der Rest der Handlung, rund um den tollpatschigen wie unsicheren Elvis-Imitator Ricky, erweist sich dagegen als viel zu belanglos. Zwar gibt es eine Mafia-Ähnliche Friseur-Kultur zu bestaunen sowie ein Elvis-Festival mit viel nackter Haut und einen Seitenhieb gegen die amerikanische Kultur, doch reicht dies alles nicht, um "Pawn Shop Chronicles" zu einem passenden Finale zu verhelfen. Viel eher lebt das Ende von seiner, vielleicht auch ungewollten, Metaebene. Denn ein merklich abgestürzter wie verzweifelter Brendan Fraser versucht hier als gleichsamer Elvis Fuß zu fassen und muss dafür glatt den Teufel mit ins Boot holen. Das ist gelungene Selbstironie, aber dennoch keine 40 Minuten Unterhaltung wert. 

Fazit

"Pawn Shop Chronicles" hatte durchaus das Potenzial ein interessanter Grindhouse-Southern zu werden, der vor allem durch seinen trockenen Humor, seiner teils brutalen Art sowie Selbstironie lebt. Jedoch erweist sich einzig der Mittelteil als gelungen, sodass das Experiment als gescheitert gilt. Viel zu flach sind die Geschichten, viel zu sehr imitiert Regisseur Wayne Kramer andere Werke. Wer dennoch auf solch trashige Verbund-Storys steht, kann durchaus einen Blick riskieren. Alle anderen können sich allerdings dieses Pfandhaus und seine Kunden sparen.

Autor: Thomas Repenning

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