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Die Schwestern Anna und Elsa genießen ihr ruhiges Leben in Arendelle. Bis eines Tages eine eigenartige Unruhe Elsa ergreift und eine geheimnisvolle Stimme sie in den Wald lockt. Zusammen mit Anna, Olaf, Sven und Kristoff bricht sie auf, das Rätsel des Lockrufs zu ergründen. Dabei trifft die Crew nicht nur das Volk des Waldes und andere neue Weggefährten, auf ihrer abenteuerlichen Reise müssen Elsa und Anna einmal mehr zusammenhalten und füreinander mit Mut, Vertrauen und Schwesterliebe einstehen.

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Kritik

Ein Box-Office von über 100 Millionen Dollar erwarten Analysten am Startwochenende von Die Eiskönigin 2. Und das nur in Nordamerika. Keine allzu aberwitzige Schätzung – der Vorgänger spülte weltweit immerhin 1.2 Milliarden US-Dollar in Disneys Kassen. Das Prädikat „erfolgreichster Animationsfilm aller Zeiten“ bekam er ebenfalls spendiert (bis dieses Jahr die Neuverfilmung von Der König der Löwen um die Ecke kam). Unmengen an Merchandise, eine Sing-Along-Version, Kurzfilme, eine „Frozen-On-Ice“-Show … bei all den Ablegern kann man sich zurecht darüber wundern, dass ein offizieller Nachfolger ganze sechs Jahre gedauert hat. Ein positives Zeichen? Gute Vorbereitung kann ja durchaus zu einem besseren Film führen.

Um dieses Ziel zu erreichen, folgen die Regisseure und Drehbuchautoren Chris Buck (Könige der Wellen) und Phil Johnston (Das Zeiträtsel) dem „Höher, schneller, weiter“-Prinzip. Epische Ausmaße soll Die Eiskönigin 2 annehmen. Egal ob neue Figuren, neue Settings oder neue Songs – das Sequel zum Erfolgsmärchen bietet vor allem eines: Mehr! Die Animationen sind einfallsreicher und bunter, der Ton des Films actiongeladener, emotionaler und düsterer, die Musik pompöser. Vor allem in der ersten Filmhälfte wähnt sich der Zuschauer wie in einem Musical: Jede Gefühlsregung wird gesungen, ganz Arendelle frohlockt und tanzt. Die Eiskönigin 2 geht von Minute Eins in die Vollen und bietet dem Zuschauer über 103 Minuten Show non-stop.

Dass „Mehr“ aber nicht automatisch „Besser“ bedeutet, hat jeder Zuschauer schon einmal am eigenen Leib erfahren müssen. Beinahe schon gewaltsam wollen die Macher dem Eiskönigin-Universum einen epischen Touch verleihen. Der Nachteil: in all der Extravaganz gehen die leisen Zwischentöne zu oft unter. Ob die Songs nun schlechter oder besser ausfallen als im Erstling, ist jedem selbst überlassen. Aufgrund der schieren Masse an Musikstücken fällt es im Nachgang aber schwer, sich überhaupt an einen spezifischen Song zu erinnern. Darunter leidet auch die Geschichte. Die Eiskönigin 2 bewegt sich vor allem in Hälfte zwei durch so viele Settings und Filmtöne, dass man als Zuschauer irgendwann gar nicht mehr weiß, worauf der Fokus der Geschichte liegen soll.

Diverse Highlights bietet Die Eiskönigin 2 aber natürlich trotzdem. Wer Olaf (im Deutschen gesprochen von Hape Kerkeling) bereits im Erstling toll fand, wird den kleinen Schneemann auch im Sequel zum Fressen gern haben. Wem die Beziehung von Elsa (Idina Menzel) und Anna (Kristen Bell) nahe ging, wird auch im Sequel ein paar Tränchen verdrücken. Sowieso wird der Film seine Hauptzielgruppe, die hier deutlicher jünger ausfällt als beispielsweise bei Pixar, erneut inspirieren. Hier steckt Liebe drin, keine Frage. Manch einer wird aufgrund der hervorragend animierten und inszenierten Show sogar sagen, der Film wäre besser als der erste. Ob sich dieses Gefühl aber auch bis zum Tag nach der Sichtung halten kann, darf zurecht bezweifelt werden. Denn hinter all dem exzessiven Style versteckt sich dann doch ein bisschen zu wenig Substance. 

Fazit

„Die Eiskönigin 2“ setzt in allen Belangen einen drauf: Mehr Songs, mehr Action, mehr Farben und mehr Emotion. Das reißt zeitweilig mit viel Pathos und Emotion mit, überreizt in den 103 Minuten aber auch jeglichen Sinn für narrativen Fokus. Eine große, bunte Show, die vor allem die jungen Zuschauer gleichsam begeistern und überfordern wird. Dem finanziellen Erfolg steht nichts im Weg, den gleichen Impact wie der erste Teil wird dieses Sequel aber vermutlich nicht nach sich ziehen. Denn "Mehr" ist nicht gleich "Besser".

Autor: Thomas Söcker

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