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Inhalt

Die endlosen Weiten Kanadas, eine Welt, in der man seine Ruhe vor dem alltäglichen Stress der Großstadt hat und ganz für sich zur Ruhe kommen kann. Autor Tomas Eldan (James Franco) sucht eben jenen Ort auf, um die nötige Inspiration für sein drittes Buch zu finden.
Als er jedoch eines Abends gedankenverloren eine spärlich beleuchtete Landstraße entlangfährt kollidiert er plötzlich mit einem Kind. Zu seinem Glück scheint der junge Christopher (Robert Naylor) unverletzt, doch als er mit ihm vor der Haustür der Illustratorin Kate (Charlotte Gainsbourg) steht, um ihr von dem Unfall zu berichten, wird diese kreidebleich. Was Thomas nicht ahnte: Christoph hatte einen jüngeren Bruder, der ebenfalls auf dem Schlitten saß.
Geschockt von den Erlebnissen jeder Nacht beginnt Thomas sich von der Außenwelt zurück zu ziehen und selbst ein halbherziger Selbstmordversuch scheint für ihn eine vernünftige Lösung zu sein.
Die Jahre ziehen ins Land und Thomas lebt sein Leben scheinbar mühelos weiter, doch er muss bald fest stellen, dass man mit der Vergangenheit nicht so einfach abschließen kann.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Seit über 50 Jahren ist der deutsche Filmemacher Wim Wenders nun schon im Geschäft. Für Werke wie „Pina“, „The Salt of the Earth“ oder „Buena Vista Social Club“ wurde er mit etlichen Preisen überhäuft, gleichwohl national, wie auch international.

Wirft man jedoch einen Blick auf seine Filmographie, so wird man schnell erkennen, dass es vor allem das Genre des Dokumentarfilms ist, welches Wenders in den letzten Jahren frenetisch feierte. Mit „Everything will be fine“ kehrt er nun zu den Wurzel des Schauspiels zurück, denn im Kern handelt es sich bei dem Film um ein klassisches Kammerspiel mit überschaubaren Figuren und Drehorten.

James Franco spielt den wortkargen Autoren Thomas, der zu Beginn des Filmes im Norden Kanadas nach Inspiration für einen neuen Roman sucht. Nachdem Franco zuletzt bei der Presse keine gute Figur gemacht hat, seinem Auftritt in „The Interview“ sei dank, zeigt er hier wieder, dass er eben doch weiß, wie er eine Rolle adäquat zu spielen hat, denn was Thomas auf den ersten Blick an Dialog fehlt, gleicht er umso deutlicher mit seiner Mimik und Gestik aus.

An seiner Seite steht Charlotte Gainsbourg, die aktuell auch in „Heute bin ich Samba“ auf der Leinwand zu sehen ist. Obwohl sie, verglichen mit Franco, nur sehr selten zu sehen ist, gibt sie wie immer eine gute Figur. Die Rolle der trauernden Mutter, die über die Jahre lernt was es heißt zu vergeben, steht ihr ausgesprochen gut.

Wie eingangs bereits erwähnt besinnt sich die Handlung von „Everything will be fine“ auf die klassischen Tugenden der Schauspielkunst, was sich vor allem in den langen Dialogen zwischen den einzelnen Figuren zeigt. Als Zuschauer braucht man schon eine gewisse Portion Sitzfleisch, denn zwischen den Dialogen, langen Kamerafahrten über die malerische Landschaft Kanadas und einem Erzähltempo, das größtenteils als zäh betitelt werden muss, kann Langeweile durchaus mal vorkommen.

Die Geschichte umspannt einen Zeitraum von 10 Jahren, in der sich die Bahnen der Protagonisten immer wieder auf unterschiedlichstem Wege kreuzen, jedoch wirken viele der Szenen mehr wie eine Art Lückenbüßer, als ernsthafter Teil der Handlung. Hier hätte man des Öfteren deutlich mit der Schere ansetzen können, denn weder eine Nebenhandlung um Thomas und seinen Vater, gespielt von Patrick Bauchau, noch diverse andere Nebenhandlungsstränge führen am Ende zu einem kohärenten Ergebnis, sodass sie dem Zuschauer einzig und allein die jeweilige Gefühlslage der handelnden Figuren näher bringen, welche sich jedoch nicht weitgehend von jener aus der vorherigen Szene unterscheidet.  

Da die eigentliche Handlung in ihrem Kern auch nichts Neues erzählt und man als Zuschauer weder mit dem zurückhaltenden Thomas, noch der spärlich zu sehenden Kate so richtig sympathisieren kann, verkommt das neuste Werk Wenders' leider zu einem Film, den man schon kurze Zeit nach dem Kinobesuch wieder vergessen hat.

Fazit

Gute Schauspieler und schöne Bilder machen leider noch keinen guten Film. Wer genügend Sitzfleisch besitzt und von dem genügsamen Erzähltempo nicht abgeschreckt ist, der kann beim neusten Kammerspiel vom deutschen Regisseur Wim Wenders durchaus mal einen Blick riskieren. Jedoch gibt es zur Zeit keinen akuten Grund sich den Streifen auf der Kinoleinwand anzusehen, da ein baldiger release fürs Heimkino zu erwarten ist.    

Autor: Sebastian Pierchalla

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