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Umendlich seinen Sohn wiederzusehen, hat der Mexikaner Moises eineriskante Reise angetreten. Er hat zwei Führer bezahlt, die ihn alsTeil einer Gruppe von Gleichgesinnten durch die Wüste führen undillegal den Weg in das Land der unbeschränkten Möglichkeiten weisensollen. Doch als der Lastwagen mitten in der Wüste streikt, müssendie Leute den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Aber kaum, dasssie über der Grenze sind und US-amerikanischen Boden betreten haben,kreuzt Sam ihren Weg. Mit seinem Hund und seinem Gewehr bewaffnet hatder gnadenlose Südstaatler die Grenzpatrouille in die eigene Handgenommen und will den Immigranten eine Lektion erteilen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Während sein Vater, Alfonso Cuarón, mit Filmen wie "Gravity" oder "Children of Men" schon längst zu Hollywoods interessantesten Regisseuren gehört, versucht Jonás Cuarón nun in seine Fußstapfen zu treten. Gedreht hat er bisher nur Kleineres, geschrieben immerhin schon am Drehbuch von "Gravity". Für "Desierto" übernimmt er nun sowohl Regie als auch das Drehbuch, während Papa Cuarón bei der Produktion aushilft. Und genau damit wird "Desierto" auch gern beworben. Ob es zum Durchbruch reicht?

Geholfen hat es immerhin den Film bekannt zu machen, ihm in einigen Ländern einen Kino-Release zu sichern und auf diversen Festivals unterzubringen. Sicherlich war auch Hauptdarsteller Gael García Bernal ganz hilfreich dabei. Schade ist nun aber, dass "Desierto" nicht halten kann, was er trotz all der Namen verspricht.

"Desierto" greift im Grunde ein sehr aktuelles und brisantes Thema auf. In den USA vor allem dank Donald Trump gerade heiß diskutiert, bei uns in Europa immerhin dank Flüchtlingskriese in ähnlicher Form zu beobachten. Aus seiner Möglichkeit, auch ein politisches Statement zu setzen, macht "Desierto" aber nicht viel, ein klein wenig Kritik mag zwar unterschwellig durchkommen, ist aber auch derart plumpin Szene gesetzt, als dass es wirklich haften bleibt.

Was genau will "Desierto" also bewirken? Ganz einfach, auch wenn in dem Kontext komisch klingen mag, aber wir sind hier nunmal beim Film: Er will in erster Linie einfach unterhalten. Ruppiges Genre-Kino, ohne großen Tiefgang und ohne sich mit seiner Aussage zu weit aus dem Fenster zu lehnen (auch wenn klar ist, welche Stellung er bezieht). Stattdessen reines Action-Thriller-Kino mit hübsch eingefangenen Bildern. 

Und als plumper Action-Thriller funktioniert "Desierto" weitestgehend auch ganz ordentlich. Den Charakteren mag es zwar an einem tieferen Profil fehlen, sowohl auf Seiten der Mexikaner (wollen alle nach Amerika, mehr wird nicht offenbart), noch auf Seiten des Killers (scheint über die Situation angepisst zu sein mit Tendenzen zum Fremdenhass), die Härte, mit der der Film vorgeht, lässt aber dennoch nicht kalt. Lediglich Hauptdarsteller Gael García Bernal als Moises stellt eine kleine Ausnahme dar, ihm wird zumindest ein klein wenig Background auf den Weg mit gegeben, so dass man bei seinem Überlebenskampf auch ein wenig mitfiebern darf.

Der Survival-Kampf beschränkt sich auf wenige fliehende Mexikaner vor einem schießwütigen Mann (stark: Jeffrey Dean Morgan) und seinem bissigen Hund. Über die rund 90 Minuten bleibt das Tempo dabei auch meist angenehm hoch und das Treiben – zumindest in Maßen – spannend. Störend sind dabei nur manch unsinnige Einfälle (Stichwort: Teddybär), die das Geschehen kurzzeitig ins Lächerliche ziehen. Nimmt man "Desierto" aber nicht allzu ernst und setzt seine Erwartungen nicht zu hoch, bekommt man zumindest kurzzeitig nett inszeniertes Genrekino geboten. 

Fazit

Aus seinem Thema hätte "Desierto" sicherlich noch mehr machen können, als reiner Action-Thriller vor hübscher Kulisse funktioniert er aber. Wenn man den Film mit eben diesen Erwartungen angeht und ihn so akzeptiert, dürfte man sich  sicherlich unterhalten fühlen auch nicht allzu sehr über manch aufkommenden Unsinn ärgern.  

Autor: Sebastian Stumbek

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