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In dieser Komödie will Gibson nochmal richtig Spaß haben bevor sein neues Semester am College wieder beginnt. In Kalifornien möchte er einen alten Freund treffen, der ihm vorort eine Traumfrau versprochen hat. Was Gibson nicht ahnen kann, ist dass sich die Fahrt gen Westen durch die zufällige Begleitung einer anfangs prüden Mitschülerin in eine abenteuerliche Odysee verwandelt.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Es ist schon äußerst bedauerlich, wie sehr John Cusack (Being John Malkovich) seine lange überwiegend positiv behaftete Karriere in den letzten knapp 10 Jahren hat schleifen lassen. In der abgelaufenen Dekade kam er trotz konstanten Engagements auf nicht mal eine Handvoll sehenswerter Filme, verbunden mit meist lethargischen Leistungen auf Autopilot und Bad Hair-Days, die Nicolas Cage zu seinen wildesten Zeiten Konkurrenz machen konnten. Dem gegenüber stehen die ersten 25 Jahre seiner Schauspiellaufbahn, die früh begann und mit etlichen Highlights versehen war, bei der das Augenmerk fast ausschließlich auf Qualität anstatt großer Gagen gerichtet wurde. Der Volltreffer war seine erste Hauptrolle und markierte sowohl für den beim Dreh 18jährigen Darsteller wie seinen Regisseur Rob Reiner (Harry und Sally) einen großen Schritt nach oben.

Gib (Cusack) ist ein typischer 80er-Teenager an der Schwelle zum Erwachsenendasein. Frisch an einem Elite-College in New England hat er den Ernst des Lebens immer noch nicht wirklich verinnerlicht und vertreibt sich die Zeit lieber mit Partys und der in letzter Zeit sehr erfolglosen Jagd nach amourösen Abenteuern als mit Lernen. Das komplette Gegenteil ist seine Kommilitonin Alison (Daphne Zuniga, Mel Brooks' Spaceballs). Eine strebsame, disziplinierte und tugendhafte Musterschülerin, die sich sogar von ihrer Professorin attestieren lassen muss, dass sie bisher wohl etwas zu wenig „echter Lebenserfahrung“ mitgenommen hat. Beide könnten sich gegenseitig somit ideal Nachhilfe auf ihrem jeweiligen Fachgebiet geben, was Gib mit einem müden Anmachversuch im Handumgehen gnadenlos vermasselt. Da macht ihm sein in Kalifornien studierender Kumpel Lance (Anthony Edwards, Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel) ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Eine Traumfrau, leicht zu haben und sehr interessiert an einem Treffen mit ihm. Eine sichere Sache. Wegen notorischem Geldmangel nimmt Gib an einer Fahrgemeinschaft teil. Und trifft dabei unverhofft wieder auf Alison, die in Kalifornien ihren Freund besuchen will.

Natürlich ist die Kombination aus College-Komödie, Coming-of-Age-Roadtrip und Boy meets Girl-Romanze vorhersehbar von der ersten Sekunde an, auf das Was kommt es bei Der Volltreffer auch gar nicht an. Das Wie ist die große Stärke von Rob Reiner’s schwungvollem, aber nie überdrehtem, warmherzigem Streifen, der ganz wunderbar den filmischen Zeitgeist seiner Generation einfängt und auch spielend in die Neuzeit transportieren kann. Mit viel Gefühl für seine Figuren, einem charmanten Humor und der unabdingbaren Chemie seiner unverbrauchten Hauptdarsteller, die sich als wahrer Glücksgriffe herausstellen. Ohne große Anzüglichkeiten oder derbe Witze, dabei jedoch längst nicht prüde oder spießig-moralisierend. Weder aufdringlich noch belehrend appelliert der Film an eine gesunde Mischung aus Erwachsenwerden und jugendlicher Unbeschwertheit. Irgendwann zählen auch andere Dinge im Leben, aber der Weg ist keine Einbahnstraße. Von beiden Enden an lässt sich auf die goldene Mitte zufahren, wo man sich im Idealfall trifft.

Fazit

Ein immer noch wirkungsvoller 80er-Teenie-Spaß mit hervorragenden Darstellern und der idealen Mischung aus lockerem Humor und dennoch empathischer Seriosität, bei der Figuren und Geschichte nicht nur aus Mittel zum Zweck beliebig verheizt werden dürfen. Zurecht mit den Jahren zum Kultfilm gereift, spiegelt er doch treffend das Befinden seiner damaligen Zeit und Zielgruppe zwischen Brat Pack und John Hughes wider.

Autor: Jacko Kunze

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