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Inhalt

Der Meisterdieb Quint (Tommy Lee Jones) wird vom FBI angeheuert, um einem Konzern eine Kassette zu stehlen, die beweist, dass der Konzern illegale Geschäfte betreibt. Der Einbruch gelingt und Quint muss nur noch zu seinen Auftraggebern nach L.A. kommen. Da ihm die Häscher des Konzerns dicht auf den Fersen sind, versteckt Quint die Kassette im Prototypen des Superautos Black Moon, welcher ebenfalls nach L.A. geliefert wird. Doch in L.A. angekommen, geschieht etwas Unvorhergesehenes: Professionelle Autodiebe erbeuten bei einem Raubzug Black Moon. Da das FBI die Kassette bis zum Beginn des Prozesses gegen den Konzern braucht und dieser in wenigen Tagen beginnt, muss Quint die Kassette mitsamt Auto wiederbeschaffen. Also macht er sich auf die Suche nach dem Versteck der Autodiebe.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Eigentlich hat John Carpenter (Das Ding aus einer anderen Welt) nie Drehbücher für andere Regisseure geschrieben, verfilmte seine Ideen in der Regel selbst. Warum auch nicht, wenn man es drauf hat? Wieso dann nicht auch sein Script zu Black Moon? Womöglich hat er es hinterher (es lässt sich nur mutmaßen, dass er während des Prozesses nicht ganz bei Sinnen war) gelesen, sich ganz doll geschämt und lieber schnell weiterverkauft. Was in Anbetracht der vorliegenden Qualität schon als unverschämt glückliches Erfolgserlebnis bezeichnet werden kann.

Profi-Dieb Quint (noch halbwegs knitterfrei: Tommy Lee Jones; Jason Bourne) soll im Auftrag des FBI eine Kassette organisieren, die einer Firma das illegale Genick brechen kann. Auf seiner Flucht muss er die heiße Ware kurzfristig verschwinden lassen und versteckt sie in einem Auto an der Tankstelle. Dabei handelt es sich zufällig um den Prototyp einer Art Super-Autos, dass zufälligerweise (Zufälle gibt’s, unfassbar) von der Autodiebin Nina (Linda Hamilton; Terminator) mitsamt einiger anderen Edelkarossen kurz danach geklaut wird. Quinn verfolgt sie bis zu der Parkgarage eines Twin-Towers, dem Hauptquartier einer Autoschieberbande. Zusammen mit den Besitzern der Wunderkarre namens Black Moon versucht er nun, sich Zutritt in den Hightech-Punker zu verschaffen.

Der Film mit gleich dem doppelten Macguffin, der dafür das doppelte Minus an Spannung erzeugt. Ob Quint nun eine brisante Kassette in einem hochmodernen KITT-Verschnitt oder einen Kochbeutel Reis in einer ALDI-Tüte versteckt hätte ist komplett irrelevant, nur wie man beides wiederbekommt zählt. Wieso dann erst so ein Fass um die Mega-Schleuder aufgemacht wird ist nicht nur wahnsinnig unnötig, es schürt zudem komplett falsche Erwartungshaltungen. Nur in einer (erschreckend billig gefilmten) Szene zum Schluss spielen deren spitzenmäßigen Fähigkeiten eine klitzekleine Rolle und das hätte man dann auch anders lösen können, wenn dieser Aspekt vorher sowieso konsequent ignoriert wurde. Es tun sich nur einige nicht auszublendende Fragen auf: Warum starten die drei Musketiere überhaupt diese ausweglose und hochkomplizierte Aktion, wenn man theoretisch einfach die Polizei rufen könnte (die Besitzer von Black Moon haben ja nichts verbrochen) oder (im Fall von dem nicht ganz legalen Quint) den Kumpels vom FBI einfach stecken, was da drinnen los ist. Die gehen rein, verhaften alle, sacken die Kassette ein und fertig ist die Laube. Ja, sonst gäbe es keinen Film, aber es wäre für alle Beteiligten nicht nur einfacher, besonders der Zuschauer müsste nicht so leiden.

Dass die Story notdürftig konstruiert ist und die Logikaussetzer aufgrund von akuter Schlaglochgefahr nicht mal gesucht werden müssen wäre nur bedingt ein Problem, wenn der Film wenigstens folgendes wäre: Spannend. Interessant. Unterhaltsam. Oder wenigstens irgendwas außer die pure Zeitverschwendung. Es ist nur erschreckend, dass ausgerechnet Genre-Meister und Nagelknipser John Carpenter so ein dröges und schnarch-langweiliges Script zusammenschustert. Die angerührte Brühe darf B-Movie-Jobber Harley Cokeliss (Der Kampfkoloss) auslöffeln, eine undankbare Aufgabe die er auch nur gelangweilt hinrotzt. Befreit von erzählerischem Tempo, guten Einfällen oder dem Mindestmaß an Witz (wenn schon sonst nichts läuft, immer eine Option) wird man über 90 Minuten in den erlösenden Schlaf gefoltert. Ein als Science-Fiction-Thriller getarntes Heist-Movie voll mit unsinnigen Momenten, sparsamen und unspektakulären Actionsequenzen, einer komplett überflüssigen Love-Story, handwerklich auf (damaligen) DTV-Niveau. Ganz armselig, selbst für B-Movie-Fans mit Nostalgiebonus nicht mehr zu retten. Das „Beste“ am Film: Linda Hamilton’s abscheuliche Perücke am Anfang, die ist ein echter Hingucker.

Fazit

Also beim allem Fanbonus, besten Willen und was sich sonst noch so abseits von Objektivität aus dem Hut zaubern lässt: Black Moon ist eine einzige Zumutung. Es eschließt sich überhaupt nicht, was jemand aus irgendwelchen Gründen an diesem Film mögen könnte. Ist ja nicht so, dass nicht verzweifelt gesucht wurde…

Autor: Jacko Kunze

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