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Der Häftling Cain (Scott Adkins) erhält die Erlaubnis seine krebskranke Mutter zu besuchen. Als er im Krankenhaus ankommt, ist diese jedoch bereits verstorben. Daraufhin bricht Caine aus und kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, um sich an jenen zu rächen, die ihn ins Gefängnis gebracht und dort den Wölfen zum Fraß vorgeworfen haben.

Kritik

Bone dry Adkins

Der grimmige Rachethriller Avengement markiert bereits die fünfte Zusammenarbeit von Regisseur Jesse V. Johnson und B-Movie-Darsteller Scott Adkins im Zeitraum von 2017 bis 2019. Dabei unterscheiden sich alle gemeinsamen Produktionen in Tonart und Stil. Von pseudorealistischer Set-In-The-Past-Action (Savage Dog) über hyperagile Comic-Action (Accident Man) bis hin zu klassischer Buddy-Comedy-Action (The Debt Collector) ist jede filmische Spielart vertreten, in der Scott Adkins Fäuste als glaubhaftes Unique Selling Product vermarktet werden können.

Avengement präsentiert sich über die gesamte knapp 90-minütige Laufzeit hinweg als brutaler, ziemlich humorloser Thriller, der klare Anleihen bei Tarantinos Erstling Reservoir Dogs nimmt. Auf engstem Raum – Großteils in einem Pub bzw. in einem Gefängnis(-gang) beheimatet – inszeniert Jesse V. Johnson gemeinsam mit seinem Fight Coordinator Dan Styles ein kleines, aber feines Brutalitäts-Kammerspiel, das sich sehen lassen kann. Völlig Ironie befreit werden Zähne per American History X Methode entfernt, Beine und Köpfe zerschossen, Schädel eingeschlagen, Hände abgehackt und Knochen gebrochen. Dabei geht es so roh zur Sache, dass man die Freigabe-Problematik der deutschen FSK fast nachvollziehen kann – aber eben nur fast. Stichwort: Uncut UK-Blu-ray.

Die Handlung von Avengement passt wiederum – wie so oft im B-Movie-Bereich – auf den sprichwörtlichen Bierdeckel. Zwischen guten Kampfszenen und denkwürdigen Brutalitätsspitzen entspinnt sich eine 0815 Story über ungerechte Bestrafung, Leidensweg und Katharsis der Hauptfigur, die so oder so ähnlich schon hunderte Male abgefilmt worden ist. Vielleicht nicht ganz so unterhaltsam und zügig inszeniert, aber durchwegs ähnlich platt und geradlinig gescriptet. Scott Adkins besticht mit seiner (physischen) Präsenz und liefert ohne Zweifel eine seiner besten bisherigen Karriereleistungen ab. Der restliche Cast hatte als Casting-Anforderung wohl lediglich Kampfsporterfahrung vorzuweisen, was in einem Film diesen Couleurs jedoch nicht gänzlich negativ zu sehen ist.

Fazit

Avengement von Jesse V. Johnson ist ein rauer, beinahe humorloser B-Actionthriller, der Scott Adkins den Raum bietet, unter Beweis zu stellen, dass doch so etwas ähnliches wie Schauspieltalent in ihm schlummert. Zwar ist das Rachedrama qualitativ meilenweit von vergleichbaren Genremeisterwerken der Vergangenheit entfernt, aber ebenso weit von handelsüblichem DTV-Müll. Eine klare Empfehlung, jedoch nur in der ungekürzten Fassung.

Autor: Christoph Uitz

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