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10 Gurken des Fantasy Filmfest 2017

Moviebreak war auch 2017 wieder auf dem Fantasy Filmfest und hat von den 51 Filmen des Programms immerhin 44 in Form von Kritiken abdecken können (eine Übersicht findet ihr hier). Wie jedes Jahr gab es einige Gurken, aber auch viele tolle Filme zu entdecken. In dieser Liste soll es nun aber um die 10 Gurken des Fantasy Filmfest 2017 gehen. Die Liste spiegelt nicht die Meinung eines einzelnen Autoren wieder, sondern richtet sich nach der Gesamtwertung aller beteiligter MB-Autoren, daher fällt die Auswahl sehr bunt aus. Das Gesamtergebnis sind nun folgende 10 Filme. Stimmt ihr damit überein? Welche Filme sind eure Flops, um welche wollt ihr lieber einen großen Bogen machen?

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The Night of the Virgin

Genrefans von exzessiven Ekelfilmen werden an "Night of the Virgin" vermutlich ihre Freude haben. Und durchaus: der Exzess und Aberwitz dieses Films lässt viele Genrevertreter weit hinter sich, die Inszenierung ist durchaus ansprechend und auch der Humor darf ab und an überzeugen. Die Laufzeit von 116 Minuten streckt diesen grotesken Wahnsinn aber so sehr in die Länge, das sich gerade der Mittelteil des Films eher durch müde Repetition und einen Mangel an Ideen auszeichnet und "Night of the Virgin" so oftmals zur müden Geduldsprobe degradiert. 

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The Safe

"The Safe" möchte ein spannender, aufgedrehter wie horrorhafter Genre-Mix sein, der von Beginn an seine Zuschauer an die Wand drückt. Herausgekommen ist jedoch nur ein halbgares Vergnügen sowie eine recht behäbige wie langatmige Geistermär, die niemals wirklich im Film ankommt. Dies, und ein in die leere starrender James Franco, sind dann der Todesstoß. Schade, denn Potenzial wäre gerade angesichts des tollen Duos Taryn Manning und Francesca Eastwood durchaus vorhanden gewesen.

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This Is Your Death

Weder als Mediensatire noch als Sozialdrama weiß "This Is Your Death" zu überzeugen, da es auf allen Ebenen kläglich scheitert. Übrig bleibt eine interessante Idee, die nach einer anderen, besseren Umsetzung verlangt hätte.

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68 Kill

Das unberechenbare, rastlose Erzählprinzip von Trent Haagas „68 Kill“ sorgt aufgrund der derben Überzogenheit sicherlich für die ein oder andere amüsante Szene, doch in der Summe erschöpft sich der grell überzogene Mix aus Grindhouse-Flair, cartoonartigen Figuren und Gewalt sowie plumpen Scherzen erstaunlich schnell und ermüdet eher anstatt zu unterhalten.

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Replace

Dass "Replace" in audiovisueller Hinsicht hochgradig von Nicolas Winding Refn's "The Neon Demon" inspiriert wurde, wird in jedem Moment des Films absolut offenbar. Das macht aber nichts, erreich Regisseur Norbert Keil zwar nie die Klasse eines Refn, liefert visuell in "Replace" aber dennoch einen sauberen Job ab. Leider sind gerade Drehbuch und Darsteller des Films aber so flach, überraschungsarm, inkonsequent, tonal unentschieden und letztlich einfach mies, dass die audiovisuellen Stärken des Films vor der Wand an cineastischem Blödsinn, der hier fabriziert wurde, einfach untergehen und "Replace", gerade im letzten Akt, zur nervigen, selbstverliebten Geduldsprobe degradieren.  

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Rendel

Mit Rendel gibt es einen ersten Superhelden aus Finnland, der stilistisch einem Batman wohl am nächsten kommt. Als Indie-Projekt mit begrenzten Mitteln mag der Film zwar einige Sympathiepunkte einfangen, mit seinem schwachen Drehbuch und den uninteressanten Charakteren, zu denen auch Held Rendel selbst gehört, sorgt das Projekt letztendlich aber für wenig Begeisterung.

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The Crucifixion

Kennste‘ einen, kennste‘ alle. "The Crucifixion“ ist ein lahmer, klischeebeladener und unheimlich energieloser Beitrag ans Exorzismus-Horrorgenre, der den Zuschauer durch das Abhaken jedweder "Drehbuch für Anfänger“-Box schon in den ersten zehn Minuten gedanklich abschweifen lässt. Was aus dem lauen Erlebnis "The Crucifixion“ letztlich ein miserables macht, sind die genrespezifischen Implikationen und Aussagen des Films, die jede Form von Atheismus als Teufelswerk verschreien und den brutalen Akt real stattgefundener Exorzismen offenkundig in Schutz nehmen. Bitte nicht angucken! 

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Game of Death

Aus seiner Idee hätte "Game of Death" sicher einiges machen können, letztendlich ist der Film aber nicht mehr als eine Aneinanderreihung sinnloser Gewaltszenen, die weder Spaß noch Thrill mit sich bringen.

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Radius

"Radius" besitzt zwar im Kern eine nette Idee, weiß mit dieser aber zu keiner Zeit etwas Gescheites anzufangen. Der Unterhaltungswert ist erschreckend gering, der Film bleibt bis zum Ende eine unaufregende Nummer, die man vermutlich schnell wieder vergessen hat.

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Psychopaths

Was passiert, wenn man unbedingt coole Morde inszenieren möchte, das Drehbuch dem Filmemacher aber mächtig am Arsch vorbei geht? "Psychopaths" passiert. Nicht mehr als eine Aneinanderreihung mehrerer Morde, die unterbrochen werden von diversen bedeutungsschwangeren, in die Kamera gesprochenen Monologen. Vielleicht ist der tiefere Sinn hinter "Psychopaths" inmitten der Lichter und den schrägen Kamerashots einfach untergegangen. Wahrscheinlich aber nicht.

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