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Überfordert vom Alltag, will sich die jugendliche Verónica in einer Séance Beistand von ihrem verstorbenen Vater holen. Doch gemeinsam mit ihren Freundinnen Rosa und Diana holt sie statt dem Herrn Papa etwas ganz anderes aus dem Reich der Toten.

Kritik

Wenn in Horrorfilmen ein Oija-Bord zum Einsatz kommt kann man fest davon ausgehen, dass es böse Folgen für alle Beteiligten haben wird. Auch in Veronica - Spiel mit dem Teufel (OT: Verónica) kommt das Hexenbrett zum Einsatz und sorgt im Anschluss für jede Menge Ärger mit finsteren Mächten. Dass das Ganze einen blutigen Ausgang haben wird zeigt uns der Film bereits zu Beginn, wenn kurz angeteasert wird, worauf wir zusteuern, danach geht es drei Tage zurück in die Vergangenheit, um den Prozess komplett zu veranschaulichen. Paco Plaza, Regisseur der ersten drei [Rec]-Filme, bedient sich bei zig Genrevertretern, die das Thema im Grunde schon unzählige Male durchgekaut haben, ohne selbst etwas Neues beizusteuern. Daher verläuft  "Veronica - Spiel mit dem Teufel" stets vollkommen berechenbar, was bei 105 Minuten Spielfilmlänge mitunter etwas anstrengend werden kann. 

Nach ihrer Séance ist Verónica (Sandra Escacena) nicht mehr die alte. Sie wird von Albträumen geplagt, sieht finstere Gestalten in der Dunkelheit und hört bedrohliche Geräusche. Das Ganze jedoch nur in kleinen Dosen, der Film lässt sich reichlich Zeit, bis er denn mal Gas gibt. Stattdessen versucht Verónica dem Spuk auf den Grund zu gehen, liest dazu ihre okkulten Sammelheftchen und unterhält sich mit einer Nonne die den Spitznamen Sister Death trägt, die durch ihre trüben, sehunfähigen Augen bereits derart klischeehaft den Horrorstempel aufgedrückt bekommen hat, dass es eher albern wirkt. 

Kreuze und magische Schutzzeichen nützen jedoch nichts und so werden  Verónica und ihre drei jüngeren Geschwister jeden Abend von einer bösen Macht heimgesucht. Gegenstände klappern, Bilder fallen von der Wand und hin und wieder ist ein Schatten oder eine manifestierte Gestalt erkennbar, die die Truppe angreift. Dabei leidet "Veronica - Spiel mit dem Teufel" nicht nur an Originalität, auch inszenatorisch hat man all das schon in effektiverer Form gesehen, so dass sich die Spannung in Grenzen hält. 

Wie so oft im Genre basiert auch "Veronica - Spiel mit dem Teufel" auf angeblich realen Geschehnissen. Am Ende gibt es für den Zuschauer Bilder des echten Tatorts, wie ihn die Polizei kurz nach dem telefonischen Hilferuf aufgefunden hat. Dass es diesen tatsächlich gegeben hat mag sein, die gespenstischen Ereignisse sind  jedoch frei interpretierte,  filmische Fiktion. 

Fazit

"Veronica - Spiel mit dem Teufel" spult das bekannte Programm um eine finstere Macht in den eigenen vier Wänden runter, ohne mit neuen Ideen aufwarten zu können. Wer davon nicht genug bekommen kann und die Erwartungen nicht zu hoch schraubt darf gern einen Blick in den Film wagen, bessere Alternativen sind jedoch verfügbar. 

Autor: Sebastian Stumbek

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