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Inhalt

Polizist Ben Richards ( Arnold Schwarzenegger) wird zu Unrecht des Massakers an unbewaffneten Demonstranten verurteilt, woraufhin ihn man zunächst in ein Arbeitslager verfrachtet. Mit Hilfe von IT-Fachmann Stevie (Dweezil Zappa) und dessen Freund William (Yaphet Kotto) gelingt ihnen jedoch nach kurzer Zeit die Flucht. Gejagt von der Polizei, kidnappend Ben kurzerhand die Journalistin Amber Mendez (Maria Conchita Alonso), um sich mit ihrer Hilfe in die Karibik ab zu setzen, doch schon auf dem Flughafen gelingt Amber die Flucht und so findet sich Ben erneut in Handschellen wieder. Statt dem Arbeitslager wartet nun jedoch eine wesentlich interessantere Strafe auf ihn, denn er wurde für die Fernsehshow „ The Running Man“ ausgewählt, in der Sträflinge in einer Art modernen Gladiatoren Kampf gegen die sogenannten Jäger antreten. Wer gewinnt dem winkt die Freiheit, doch wer verliert bezahlt mit seinem Leben.

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Kritik

In Paul Michael Glasers („Starsky & Hutch“, „Was das Herz Begehrt“) düsterer Zukunftsvision der USA, haben Regierung und Medien zusammen einen totalitären Staat erschaffen, in dem sie die Wahrheit nach ihren belieben verdrehen und mit Hilfe der Nachrichten an die Öffentlichkeit weiterleiten. Nachdem Ben Richards bei einem Einsatz den Befehl auf unbewaffnete Zivilisten zu feuern missachtet, gerät er in ihr Fadenkreuz, da er nach seiner Festnahme prompt als Hauptverantwortlicher für das Blutbad an den Pranger gestellt wird. Doch statt der Todesstrafe wartet auf ihn die Teilnahme an der Spielshow „The Running Man“. Unter Leitung von Damon Killian (Richard Dawson) dient die Show, die aufgebaut ist wie eine typische Gameshow der 70er und 80er Jahre, komplett mit leicht bekleideten Tänzerinnen, Musik, Gewinnspielen und einem live Publikum, in erster Linie zur Unterhaltung der Bevölkerung und in zweiter Linie als Exekution von Sträflingen.

Die Regeln sind simpel, schafft es der „Runner“ durch drei Level, ohne vorher von einem der „Jäger“ gefasst zu werden, erringt er die Freiheit. Zusammen mit seinen Freunden Stevie und William stellt sich Ben dem mörderischen Spiel auf Leben und Tod, mit dem festen Ziel sich an Killian zu rächen.

In „The Running Man“ erlebt der Zuschauer Arnold Schwarzenegger zum Höhepunkt seiner Karriere, der mit Filmen wie „Terminator“, „Phantom Commando“ oder „Predator“ bereits als Actionheld eine etablierte Marke in Hollywood war und dessen kernige One-liner Kultstatus erreicht hatten. Da verwundert es nicht, dass sich Arnie seinen Prinzipien treu bleibt und auch in diesem Streifen den coolen Actionhelden verkörpert.

Während Schwarzenegger eher durch Muskelkraft überzeugen kann, schlägt Richard Dawson („Ein Käfig voller Helden“) eine ganz andere Richtung ein, denn er brilliert als egozentrischer Gameshow Moderator dank seiner charismatischen Ausstrahlung und gelungener Wortwechsel auf ganzer Linie. Das Dawson lange Zeit selbst Moderator der Show Family Feud (im deutschen bekannt als „Familien Duell“) war, spürt man in seiner Performance, die von vielen gerne als ein zynisches Spiegelbild seiner Selbst betitelt wird.

Heimlicher Star sind jedoch die „Jäger“, die so schillernde Namen wie Dynamo, Fireball, Captain Freedom, oder Buzzsaw tragen und hinter denen sich ebenso aberwitzige wie unterhaltsame Charaktere verbergen. Vom Kettensägen schwingenden Redneck, über den elektrisch aufgeladenen Opernsänger, bis hin zum Japaner mit seinem Katana gleichem Eishockeyschläger, könnte jeder einzelne Star seines eigenen B-Movies sein. Da sticht es einem umso schmerzlicher ins Auge, dass ihre kombinierte Screentime viel zu kurz ausfällt, denn stattdessen versucht der Film im letzten Drittel mit einer hanebüchenen Geschichte, rund um eine Untergrund-Rebellen Gruppe, aus „The Running Man“ plötzlich mehr als nur einen reinen Action Film zu machen.

Da der Zuschauer jedoch keinerlei Sympathie gegenüber den Rebellen oder ihren Zielen hegt, vergeudet Regisseur Glaser hier unnötige Zeit, wodurch die starken Seiten des Filmes, namentlich Arnie, Dawson und die „Jäger“, zu kurz kommen. Generell ist die Story einer der größten Kritikpunkte, da sie mit der Thematik einer totalitären Gesellschaft nur sehr oberflächlich umgeht, nur wenig frische Ideen hat und zu allem Übel das Ganze auch noch in einem Arnold Schwarzenegger Streifen verwurstet, in dem sie ungefähr so viel verloren hat wie ein Werk der Marke Shakespeare.

Fazit

„Arnold Schwarzenegger tritt in einer futuristischen Gameshow gegen durchgeknallte Gladiatoren an“, so oder so ähnlich muss das Script für The Running Man zu Beginn ausgesehen haben und dabei hätte man es auch besser belassen, denn das Endprodukt kann dank einer viel zu konfusen Story, gepaart mit Handlungssträngen die plötzlich aus dem Nichts auftauchen und teilweise auch wieder ins Leere führen, nicht überzeugen. Dank der aberwitzigen Gladiatoren, einem gewohnt coolen Arnie und der tollen Performance von Richard Dawson, ist der Film jedoch kein Totalausfall und für Genre Fans durchaus sehenswert.

Autor: Sebastian Pierchalla

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