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Inhalt

Einmal im Jahr sind alle Verbrechen erlaubt. In einem Zeitraum von 12 Stunden dürfen die US-Bürger alle erdenklichen Straftaten begehen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. In dieser Nacht sind Polizeiwachen, Krankenhäuser und Notfallstationen geschlossen - jeder ist auf sich allein gestellt. Die jährliche Purge-Night soll die Gesellschaft im Rest des Jahres frei von Verbrechen halten und ist damit ein wichtiges politisches Instrument - mittlerweile auch für die amtierende Regierung der Vereinigten Staaten.Doch da es vor allem die Armen und Schwachen sind, die dem Spektakel zum Opfer fallen, regt sich innerhalb der Bevölkerung immer größerer Widerstand. Selbst in der politischen Elite erheben sich kritische Stimmen. Aufgrund der bevorstehenden Wahlen greift das Regime zu drastischen Maßnahmen, um sich ihrer Gegner zu entledigen...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Auf einmal ist es wieder so weit; die alljährliche Nacht der Säuberung klopft an die Tür. Die sogenannte Purge-Nacht, erdacht von Regisseur und Drehbuchautor James DeMonaco, der sich an seinem leeren Konzept wahrscheinlich mittlerweile dumm und dämlich verdient, sucht mittlerweile schon zum dritten Mal die Leinwände in den zahlreichen Kinos der ganzen Welt heim. Eine wirkliche Daseinsberechtigung haben die ersten beiden Teile für sich zwar nicht erringen können. Jedoch muss man schulterzuckend anerkennen, dass man nach dem katastrophalen (und hier muss man wirklich jede Silbe klatschend betonen) ersten Film zumindest in der Genre-Arbeit doch ein wenig zugelegt hat. Ein schlechter Film war der zweite Teil The Purge: Anarchy dann aber trotzdem. Und dennoch wäre es ignorant, diesen kleinen Fortschritt nicht anzuerkennen und dem nun schon dritten Teil der Reihe keine Chance zu geben.

So zumindest die (zu) ehrenwerte Herangehensweise an diesen jämmerlichen Film. Auch wenn The Purge: Election Year nicht viel Aufmerksamkeit verdient hat und wohl vor allem nicht damit rechnet, dass er Zuschauern vorgesetzt wird, die tatsächlich eigenständig denken können, sollen hier ein paar Zeilen verfasst werden, die sich dem Film widmen. Beginnen könnte man hierbei ein weiteres Mal bei der Grundidee des Films. Die war zwar schon beim ersten Film nicht mehr zu retten, aber durchaus ein potenzieller Grund für kinematischen Thrill. Dass daraus dann nichts wurde, das lag damals am Unvermögen des Regisseurs. Dennoch sei angemerkt, dass aus der Idee des Films, obgleich weit mehr Zeit und Geld in die Filme gesteckt wurde, noch immer nichts gemacht wurde. Mehr noch; DeMonaco scheint sich gar nicht der „gesellschaftskritischen Untertönen“, die manch ein gutgläubiger Zuschauer in den Filmen entdecken möchte, bewusst zu sein. Daher begnügt sich auch der dritte Teil damit, seine Thematik bloß für blutrünstige Taten auszuschlachten, die nicht einmal etwas mit den Figuren zu tun haben.

Damit wären wir beim zweiten Punkt angekommen, nämlich bei dem der Figuren. Diese sind zu beeindruckenden einhundert Prozent in Stereotypen angelegt. Die betagten weißen Figuren sind die Oberschicht und wollen die Purge am Leben erhalten (auch wenn die Gruppe hier und da von fanatischen Pastoren an Würze gewinnt). Die dunkelhäutigen Figuren sind Diebe, in Gangs, in jedem Fall aber mindestens Muttersprachler vom Assi-Slang. Dass es gar nicht gelingen kann, gesellschaftskritische Gedanken anzustellen, wenn man sich derart Vorurteilen, Unwahrheiten und faulen bis lächerlichen Mechanismen hingibt, scheint DeMonaco auch nicht bewusst zu sein. Damit steigt die Zahl der Dinge, derer der Regisseur bei seinem eigenen Film nicht bewusst ist, auf einen Wert, der definitiv höher ist als der Killcount des Werkes. Doch ist damit leider noch lange nicht Schluss.

Natürlich schielt der Film mit seinem Titel Election Year auf die kommende Präsidentschaftswahl, natürlich möchte er zeigen, wie absurd nah die Realität an seiner Fiktion ist, natürlich wird hiermit versucht, Aufsehen zu erregen. Wie sehr dem Film dann aber die Aufmerksamkeit des Zuschauers am Allerwertesten vorbeigeht, dass kann einen schon ziemlich wütend machen. Jegliche politische Dimension des Films wird im Keim erstickt und beschränkt sich auf hohle Bilder der Zerstörung des Landes. Auf eine tiefere Ebene gerät The Purge: Election Year nicht auch nur für eine Sekunde. Stattdessen bombardiert er sein Publikum mit zum Himmel stinkenden Dummheiten, grässlicher Gewalt, die jedoch nur gezeigt wird, um gezeigt zu werden (wahrscheinlich liegt hier der Kern von DeMonacos Vorstellung von Gesellschaftskritik…). Die Figuren stolpern ansonsten durch die chaotische Nacht und durch einen noch chaotischeren Film, der nie Sinn ergibt, nie Sinn sucht, nie Sinn stiftet und dabei mit einer Laufzeit von über 100 Minuten extrem am Nervenkleid des zu Gedanken fähigen Menschen nagt.

Fazit

Die Purge-Reihe war schon immer ein traurig anzusehender Haufen Müll, doch gelingt es dem Regisseur und Visionär James DeMonaco mit dem dritten Teil seiner Reihe wirklich, die tumbe (aber immerhin kleingeistige) Dummheit der Vorgänger zu übertreffen. "The Purge: Election Year" scheitert zwar nicht intensiver, dafür in einem größeren Zusammenhang; Ambition kann eben auch schiefgehen. Es muss gar nicht erwähnt werden, dass Buch, Schauspiel, Kamera und Schnitt komplett fehlgeleitet durch Raum und Zeit juckeln, während der Regisseur auch drei Jahre nach dem ersten Teil noch immer nichts kann. Der Film ist Zeitverschwendung der übelsten Sorte, taugt nicht einmal als Genre-Beitrag und beleidigt in einer Tour den Intellekt des Zuschauers. Zum Abgewöhnen.

Autor: Levin Günther

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