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Der legendäre "Wolf" und die Geschichte die man sich über ihn erzählt: "Wolf", Fung Man Hin verlor einst sein Gedächtnis und zieht nun als "Outlaw" durch das Land. Eines Tages findet er in einem kleinen Dorf einen Freund und Gefährten. Doch wie das Leben so spielt, lebt in genau diesen Dorf auch seine einstige Jugendliebe Wai Yee. Alles scheint sich zum Guten zu wenden. Doch dann wird das Dorf von Banditen, die noch eine Rechung zu begleichen haben, überfallen. Sie entführen Wai Yee, um so Fung Man Hin in eine Falle zu locken und ihn zu töten. Von da an hetzt der "Wolf" die Meute!

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Kritik

Durch seine charismatischen Auftritten in Kill Zone S.P.L., Hero und ganz besonders dem Ip Man-Franchise avancierte Donnie Yen, dessen Mutter eine Meisterin in Wushu und Tai-Chi war und in dementsprechend unterrichtete, zur wahren Kapazität auf dem Gebiet des Martial Arts. Natürlich hat es der Mann auch längst vollbracht, Hollywood auf sich aufmerksam zu machen und in Amerika Fuß zu fassen, wie sein Mitwirken in Filmen wie Blade II, Rogue One: A Star Wars Story und xXx – Die Rückkehr des Xander Cage bestätigen. Aber ist Yen auch in der Lage, abseits seiner kämpferischen Skills vor der Kamera zu überzeugen? Mit The New Big Boss wurde diese Frage bereits 1997 beantwortet, wenngleich deren Auflösung nicht unbedingt zufriedenstellend ist.

Als Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion musste sich Donnie Yen dahingehend beweisen, dass er nicht nur Anweisungen verwerten und umsetzen kann, sondern auch, dass er in der Verfassung ist, sich selbst akkurat in Szene zu setzen. Als berüchtigter Kämpfer Fung Man Hin, den meisten nur als Wolf bekannt, umspannt Yen seine filmische Persönlichkeit mit einer bis zu einem gewissen Grat mythisch überhöhten Vita und greift somit auf den legendären Grundstock des Martial-Arts-Genres zurück, in dem Überzeichnungen, ob formaler oder inhaltlicher Natur, Gang und Gäbe sind. Der narrative Kniff an The New Big Boss ist dabei, dass Fung Man Hin seine Geschichte dem Publikum nicht selbstständig unterbreitet, sondern von einem ehemaligen Gefährten dargeboten bekommt – denn der Wolf hat vor langer Zeit bereits sein Gedächtnis verloren.

The New Big Boss präsentiert sich dabei als recht konfus arrangierte Krieger-Saga, die stetig zwischen Rückblenden, Post-Zweiter-Weltkrieg-Befindlichkeiten, amourösen Spannungsfeldern und der Identitätssuche des Protagonisten umherspringt und keine klare, dramaturgische Linie findet, was einen Großteil der Emotionen einbüßt, auf die das Drehbuch eigentlich spekuliert hat. Prunkstück des Films bleiben natürlich die Kampfsequenzen. Wenn die Kamera und der Schnitt es mal nicht schaffen, die Choreographien in gnadenloser Hektik zu fragmentieren, beweist The New Big Boss seine Klasse. Der sich hier voll im athletischen Saft präsentierende Donnie Yen baut in seiner mal soliden, mal unübersichtlichen Inszenierung auf abwechslungsreiche Set Pieces, lässt es sowohl in abstrusen Massenschlägereien ordentlich krachen, um im nächsten Augenblick das testosteronübersteuerte Mano-a-Mano-Duell zu forcieren. Für Genre-Fans ist The New Big Boss sicher einen Blick wert.

Fazit

Wenn Donnie Yen die Fäuste fliegen lässt, funktioniert "The New Big Boss" blendend – Gesetz dem Fall, Kamera und Schnitt verlieren sich nicht in übersprudelnder Hektik. Als Regisseur indes hat Yen noch viel zu lernen, seine von Farbfiltern dominierte Stilistik ist weit wenig ästhetisch, als es sich der Chinese erhofft hat, genau wie die konfus erzählte Geschichte an jedem dramaturgischen Ertrag vorbeirauscht. Nichtsdestotrotz dürfen Martial-Arts-Fans einen Blick riskieren, denn wenn es hier zur Sache geht, dann ordentlich.

Autor: Pascal Reis

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