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Eloise war eigentlich als Trauzeugin bei der Hochzeit ihrer besten Freundin eingeplant, doch sie wurde vom Trauzeugen per Kurznachricht informiert, dass ihre Dienste doch nicht benötigt würden. Erhobenen Hauptes will sie trotzdem die Hochzeit besuchen, wird dort aber am hintersten Tisch untergebracht. Unter den ihr völlig fremden Tischnachbarn werden Geheimnisse ausgetauscht, und eventuell sogar Romanzen geknüpft.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Komödien leiden häufig unter Vorhersehbarkeit. Die Strukturen ähneln sich gerne und so kann man oft bereits nach 20 Minuten den weiteren Verlauf erahnen. Table 19 lässt dies nicht zu. Der Film geht einen ungewöhnlichen Weg in den ersten Minuten. Erst werden auch hier Charaktere, Handlungsstränge und Konflikte auf altbekannte Art und Weise eingeführt, aber dann kommt ein Bruch. Der Film macht eine völlig unerwartete Wendung. Der Moment, wenn sich die beiden Protagonisten erstmals konfrontieren verliert der Film seinen Komödien-Vibe aber nicht seinen Humor. Besonders angenehm ist, wie sich auch der Zuschauer ertappt fühlt, weil er aufgrund seiner bisherigen Komödienkenntnisse Charaktere bereits verurteilt hat.

Dieser interessante Ansatz wird leider nicht konsequent durchgeführt, denn nachdem man sich mit der neuen, unerwarteten Situation arrangiert hat, macht Table 19 es seinen Artgenossen nach und wird berechenbar. Jedes Motiv, jedes Thema, jede Geschichte, die die Figuren erzählen und erwähnen, werden im Filmverlauf wieder aufgegriffen und komplett vorhersehbar in den Handlungsverlauf eingearbeitet. Wenn beispielsweise die Nanny Freda (Margo Martindale) von einem Vogel erzählt, ist klar, dass das im weiteren Verlauf noch von Bedeutung ist, und auch wie diese Geschichte eingebunden wird ist ersichtlich.

Wenn die Handlung nicht komplett überzeugen kann, so können ja noch die Charaktere einen Film tragen – und hier stellt sich Table 19 durchaus ordentlich an. Die Figuren sind interessant und mehr als die üblichen Komödienaccessoires, die irgendwelchen Witzen dienen. Die Charaktere haben Tiefgang und interessante Hintergründe, die auch in den Fokus gerückt werden. Hier hat Table 19 seine stärksten Momente, denn die kleinen Handlungsstränge sind interessant gestaltet. Allerdings machen die Autoren auch hier wieder einen Fehler und schreiben so jedem Charakter irgendein Problem auf die Figur, was dazu führt, dass man sich wie bei einer Checkliste vorkommt und Stück für Stück die Probleme der Figuren abhakt.

Sehr irritierend ist, dass nicht alle Handlungsstränge zu Ende erzählt werden. Ein paar werden einfach nicht aufgelöst und hinterlassen den Zuschauer ratlos. Dazu kommt, dass das Handeln einiger Beteiligter nicht klar zu erklären oder für den Zuschauer ersichtlich ist. Dies ist sehr schade, da interessante Konstellationen und gutes Schauspiel durchaus das Herz des Zuschauers erreichen. Außerdem zeigt der Tisch der Ungewollten, wie nah Freud und Leid auch auf einer Hochzeit liegen können. Neben den durchaus ernsten Momenten ist Table 19 aber in erster Linie eine Komödie. Dabei setzt Table 19 nicht auf den derzeit beliebten Fäkalhumor. Neben ein paar schönen visuellen Gags, liegt das Schicksal der Komödie allerdings komplett in den Händen von Stephen Merchand, der mit Walter Thimble eine abgedrehte und überzogene Figur spielt, dabei aber nicht nervig wird und den Großteil der Witze für sich in Anspruch nimmt.

Fazit

Insgesamt ist "Table 19" ein durchwachsener Film. Zwar kann der Streifen nicht durch ein großes Gagfeuerwerk begeistern, zeigt aber in seinen ruhigen Momenten mit Figurenfokus Herz. Allerdings verpasst es Regisseur Jeffrey Blitz die Handlungsstränge zu einem zufriedenstellenden Ende zu führen.

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