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Inhalt

Zwei Schwestern kehren in ihre Heimat zurück, wo sie jedoch mit Entsetzen feststellen müssen, dass ihre Eltern gerade das geliebte Familieheim verkaufen und in eine Eigentumswohnung ziehen wollen. Die Mädchen können sich also nicht länger im "Nest" einquartieren, was sie jedoch nicht davon abhält, das letzte gemeinsame Wochenende gebührend zu feiern.
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Kritik

Es heißt, die wahre Person eines Filmkritikers offenbart sich dann, wenn der Film, mit dem er sich auseinandersetzt, eine Komödie ist. Ob das wirklich so ist, lässt sich nur schwer beurteilen, jedoch - so viel sei gesagt - ist es nicht die leichteste Aufgabe, über eine so seichte Komödie zu schreiben. „Sisters“ ist ein Projekt, das selbstverständlich gänzlich um seine beiden Stars herum aufgebaut wurde. Tina Fey und Amy Poehler geben hier Ton, Richtung und Geschwindigkeit an und machen das recht erfolgreich. In den Vereinigten Staaten war der Film bereits ein moderater Erfolg und hat wohlwollende Kritiken bekommen, die vor allem das Damen-Duo loben.

Dabei ist es durchaus wichtig anzumerken, dass man als Zuschauer - bei aller Liebe für die geistreichen, großartigen, herrlichen Serien „30 Rock“ und „Parks & Recreation“ - keinerlei Vorkenntnisse von Feys und Poehlers Arbeit braucht, um einen leichten Einstieg in diesen Film zu finden. „Sisters“ hebt sich teils stark von den vorigen Arbeiten der beiden Damen ab und macht damit einiges richtig, fängt sich aber auch neue Kinderkrankheiten ein, da sich der Film zu sehr an den standardisierten Komödien orientiert. Das fängt bei der zweckdienlichen, äußerst mageren Inszenierung an, die sich für US-Komödien irgendwie eingebürgert zu haben scheint. Viel mehr als eine Sitcom-artige Kamera- und Schnittarbeit darf man da nicht erwarten - leider. Der Regisseur Jason Moore („Pitch Perfect“) bleibt austauschbar, gibt nirgends seinen Fingerabdruck ab und kommt äußerst zurückhaltend daher.

Amy Poehler und Tina Fey hingegen sind die Stars des Films und liefern konsequent ab. Die beiden haben eine tolle Beziehung zueinander und schaffen es so spielerisch leicht, als Schwestern durchzugehen und, was viel wichtiger ist, den Zuschauer in ihr Verhältnis mit einzubeziehen. Das ist wichtig, vor allem wenn man bedenkt, was für einen komödiantischen Durchhänger dieser Film im Mittelteil erleidet. Der wird nämlich immer länger und länger und nutzt die Zeit, die ihm zur Verfügung steht, immer wieder recht unklug, indem er Witze ausreizt. Witze, die nicht alle zünden. Dazu konzentriert er sich eher darauf, Randale und Chaos zu stiften, was so ein heillos lautes Durcheinander ist, dass einem gar nicht auffällt, wie selten man auf einmal lacht.

Das klingt nun härter, als es gedacht ist, denn unwitzig ist der Film ganz und gar nicht. Dafür sind die Stars zu sympathisch, dafür ist die erste Dreiviertelstunde zu locker-lustig. Der Anfangsteil etabliert auch ein paar lustige Witze, die für sich gesehen wunderbar funktionieren und dann zum Ende des Films noch einmal charmant aufgegriffen werden. Was aber vor allem den etwas eingeschlafenen Mittelteil wettmacht, sind zwei Dinge. Erstens die Tatsache, dass Maura (Poehler) und Kate (Fey) einfach Frauen sein dürfen, ohne dass dabei die Figuren zwanghaft in das brachiale Antibeispiel gedrückt werden (räusper „Dating Queen“). Zweitens die angenehme Offenbarung, dass dieser Film so herrlich ungezwungen daherkommt. Niemandem muss hier irgendwas bewiesen werden. Weder dem Zuschauer, noch den Darstellerinnen selbst. Das fällt auf, das befreit den Film von einer ganzen Menge verkrampftem Ballast (räusper „Dating Queen“) und das geschieht vor allem vollends unbekümmert, da diese Qualitäten vor allem durch das deutlich werden, was nicht passiert. Der Zeigefinger bleibt ungezückt.

Weiterhin überaus positiv anzumerken ist, dass der Film als Rahmen eine ordentliche Geschichte erzählt, die nie den falschen Ton trifft und stets berührt, wenn sie berühren soll. So erzählt „Sisters“ anhand von Maura und Kate eine Geschichte über das Älterwerden, über den Abschluss mit der Vergangenheit und dem Konzentrieren auf das, was vor einem liegt. Die beiden Schwestern sind dabei ganz standardisiert als Gegenpole angelegt. Die eine ist verantwortungsbewusst und zuvorkommend, die andere ist verantwortungslos (hat eine Tochter) und schiebt die Schuld stets von sich weg. Zwar nutzt Moore äußerst deutliche Symbole, um diese Beziehung zu bebildern (inklusive Baum und Leiter), aber tut das der emotionalen Wirkung der Szenen keinen Abbruch. Viel mehr versprüht der Film stets ein grundsympathisches Gefühl und lässt „Sisters“ zu einem kurzweiligen Film werden - und zu einem, mit dem man recht gerne zwei Stunden verbringt.

Fazit

„Sisters“ mit Tina Fey und Amy Poehler ist eine kurzweilige Komödie, die zu jeder Sekunde den Geist der beiden Superfrauen atmet, die Herz, Seele und Aushängeschild dieses Filmes sind. Mitnichten sind hier Fortsetzungen zu „30 Rock“ oder „Parks & Recreation“ zu finden, obwohl vor allem die Figur von Amy Poehler durchaus Ähnlichkeiten zu ihrem alten Charakter aufweist - und das ist gut so. Denn Frau Poehler ist ein Geschenk des Himmels. Wer einen Film sucht, mit dem er eine gute Zeit verbringen kann, der wird hier fündig. Was „Sisters“ jedoch noch ein wenig von der normalen Komödie abhebt, ist seine heitere Ungezwungenheit. Klar, dass so was nur von Fey und Poehler kommen kann, auch wenn man leider durchaus Abzüge machen muss, weil der Film es sich immer wieder viel zu einfach macht und so an Energie verliert.

Autor: Levin Günther

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