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Nach dem Tode König Richards lässt der begnadete Bogenschütze Robin den Krieg gegen die Franzosen hinter sich und kehrt zurück nach England, in ein durch Korruption und einen brutalen Sheriff gebeuteltes Nottingham. Schnell verliebt er sich in die willensstarke Witwe Lady Marion, die anfangs allerdings überaus skeptisch ist, was ihn und seine Beweggründe angeht. Nicht zuletzt um ihre Hand zu gewinnen, versammelt er eine Truppe Gleichgesinnter und gemeinsam mit seinen Männern macht er dem Sheriff einen Strich durch seine gierige Rechnung und macht jagt auf die Reichen, wobei er die Beute an die Armen verteilt. Doch seine von Jahrzehnten des Krieges geschwächte Heimat hält noch eine weitaus größere Aufgabe für Robin parat. So machen sich ausgerechnet dieser unwahrscheinlichste aller Helden und seine Verbündeten auf, einen blutigen Bürgerkrieg zu verhindern und England wieder zu neuem Ruhm und Glanz zu verhelfen.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Als angekündigt wurde, dass Ridley Scott sich an eine Robin Hood Verfilmung wagt, war die Freude wohl grenzenlos. Der Meister von Werken wie Alien, Blade Runner und dem epochalen Gladiator nimmt sich die alte Heldensage vor. Als dann auch noch Scotts Liebling Russell Crowe die Hauptrolle übernehmen sollte, waren sich die Kritiker einig: Dies konnte nur ein riesiges Schlachtenepos werden. Doch viele Streitigkeiten,  Verzögerungen am Set und die Abkehr von der klassischen Erzählung, führten zu Zweifeln. Kann Scott die Erwartungen erfüllen und ein richtigen Hood Film liefern, oder ist es ein Gladiator in England? Die Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ridley Scott wagt einen Neubeginn des Stoffes, er geht dabei seinen bewährten technischen und stilistischen Weg. Der neue Hood ist anders als noch der von 1991. Auch ist Crow anders als Costner. Dennoch ist die neue Verfilmung von Robin Hood durchaus einen Blick wert.  

Wer eine klassische Verfilmung der Heldensage sucht, wird bei Robin Hood enttäuscht. Schon der Tod von König Löwenherz macht dies mehr als deutlich. Kritik lässt sich daran sicherlich finden und auch die erste Stunde könnte sich um irgendeine Geschichte im Mittelalter handeln. Nur der Name Robin erinnert schwach an die Sage. Doch in der zweiten Hälfte der Verfilmung, greift Scott die Legende wieder auf und zeichnet seine eigene Interpretation. Dabei immer mit einem politischen Anstrich. Ist die Intrige zwischen Prinz John und seinen Hofstaat hierbei noch etwas nachvollziehbar, gerät es bei dem Zusammenspiel zwischen Franzosen und einigen Verrätern der englischen Krone alles etwas aus dem Ruder. Vor allem der letzte Part und die Charta der Freiheit wirken dann nur noch aufgesetzt. Zwar ist es löblich Freiheit per Gesetz zu fordern, doch bedenkt man Zeit und Umstände, ist dies weder wahrscheinlich, noch belegt. Nur der Zug Robin Longstride und Sir Robert Loxley zu verbinden, erweist sich als goldrichtig. Dies ist eine gute Idee, um die Sage mal von einer anderen Seite her anzupacken. Besonders die zweite Hälfte der Geschichte, leitet den Zuschauer durch den Film und weißt hierbei zum Schluss in die richtige Richtung.

Die Stärken von Robin Hood liegen aber eh wo anders: Denn was wäre ein Scott Film ohne eine packende und spannende Inszenierung. Schon zu Beginn des Films zeigen sich hier Scott und Crow von ihrer besten Seite. Die Schlacht um die französische Burg ist zwar nur kurz, aber intensiv. Es stimmt einfach das Setting, die Musik, die Kamera. Fesselnder kann man Schlachten kaum in Szene setzen. Dies zieht sich bis zum Schluss des Films hindurch und endet in einer gewaltigen Endschlacht. Auch die Landschaftsbilder sind hervorragend gezeichnet und geben ein gutes Bild des alten Englands wieder. Sogar das alte London wird in einer fulminanten Szenerie verpackt. Hier ist es besonders Scotts Liebe zum Detail zu verdanken, dass alles so stimmig wirkt. Man taucht regelrecht in eine vergangene Zeit ein. Der epochale Soundtrack tut dann sein übriges und untermalt  die Schlachtenbilder mit spannenden Musikstücken. Beim Inszenieren der Kämpfe knüpft Scott problemlos an seinen Erfolg Gladiator an. Einen klassischen Robin Hood überfall gibt es aber leider nur einmal zu sehen. Dieser zeigt aber das Potenzial, dass hinter einer bewährten Verfilmung gesteckt hätte.  

Obwohl Russel Crow deutlich in die Jahre gekommen ist, zeigt er als Robin Longstride, dass er noch lange nicht ans aufhören im Action-Bereich denkt. Er spielt seine Figur mit einer solchen Energie, wie er es schon als Gladiator im Jahre 2000 gemacht hat. Er zeigt die Figur aber auch nachdenklich und Weise. Ehre und Ehrlichkeit scheinen seine tragenden Tugenden zu sein. Crow spielt Robin Hood kräftig, düster und energisch.  Dies gibt dem Film positiven Antrieb und treibt ihn voran. Besonders durch die Gefährten gewinnt Robin Hood noch einmal deutlich an Stärke. Das Dreiergespann ist für jeden Spaß zu haben und sorgt immer für einen flotten Spruch. Cate Blanchett zeigt sich als Marian ebenfalls von ihrer besten Seite. Die Rolle ist aktiver ausgelegt, Marian muss kämpfen und für das einstehen für das sie steht. Sie wirkt dabei unglaublich glaubwürdig und zeigt stets eine starke Präsenz. Prinz John, der von Oscar Isaac gespielt wird, wirkt hingegen teils lächerlich und fehlplatziert. Da hilft auch William Hurt an seiner Seite nicht viel. Vor allem Mark Strong als Godfrey, kann aber wieder zeigen wie viel böses in ihm steckt. Schon in Kick-Ass hat er bewiesen, das ihm solche Rollen liegen und er gerne das Scheusal spielt.

Fazit

Die Befürchtungen bei  "Robin Hood" haben sich nicht ganz erfüllt. Zwar erzählt Ridley Scott den Stoff auf seine eigene Art, dennoch bleibt er zumindest etwas am Original, was vor allem der Schluss beweist. Was die neue Verfilmung so großartig macht, sind die Kämpfe, die Figuren und die Landschaften. Man fühlt sich stets mitten im Geschehen. Wer allerdings eine klassische Verfilmung der Legende sucht und viel Robin Hood samt Bogen erwartet, sollte den neuen Hood lieber meiden.

Autor: Thomas Repenning

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