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Inhalt

Vor Jahren hatte er sich seine Opfer dort gesucht, wo die Welt am unwegsamsten ist – tief im südamerikanischen Dschungel. Heute hat er ein anderes Jagdrevier gefunden – den Dschungel von Los Angeles. Mitten im heißesten Sommer schlägt der Predator wieder zu: Menschen verschwinden, verstümmelte Leichen stacheln die bis an die Zähne bewaffneten Drogenmafia-Gangs zu einem blutigen Bandenkrieg an. Los Angeles verwandelt sich in einen Schlachthof. Der totale Zusammenbruch scheint unaufhaltsam. Angst und nackter Terror beherrschen die Stadt. Nur der Polizei-Sergeant Mike Harrigan will sich nicht damit abfinden, ein leichtes Opfer zu sein. Er stellt sich dem übermächtigen Unbekannten.

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Kritik

Die Jagd ist eröffnet. Zum zweiten Mal. Nachdem John McTiernans „Predator“ zu einem echten Kassenschlager avancierte, sollte man infolgedessen eigentlich annehmen, dass auch die Fortsetzung eines solch immensen Erfolgs geradewegs als kommerzieller Selbstläufer durch die Decke geht. Dass die Verwirklichung von „Predator 2“ allerdings lange Zeit in den Sternen stand, weil sich sowohl Arnold Schwarzenegger, dem die Prämisse des Nachfolgers nicht gefiel, als auch John McTiernan, der stattdessen lieber den Jack-Ryan-Thriller „Jagd auf roter Oktober“ mit Sean Conneryinszeniert, von dem Projekt distanzierten, hat die Pre-Produktion nicht unwesentlich in Zweifel gehüllt. Heute jedoch gehören diese Sorgen längst der Vergangenheit an und wir dürfen nicht nur die Existenz von „Predator 2“ verifizieren. Wir dürfen sogar frohlockend verkünden, dass die Fortsetzung von Stephen Hopkins („Der Geist und die Dunkelheit“) äußerst gelungen ist.

Die grundsätzliche Idee, die grüne Hölle Mesoamerikas durch den Asphaltdschungel Los Angeles' auszutauschen, offenbart einen Reiz, dem Hopkins Umsetzung gerecht wird. Sicherlich war es ungemein passend, den Predator 1987 (auch, wohlgemerkt) als eine materialisierte Gottheit präkolumbianischer Kulturen zu deuten, die nun Vergeltung für das Eindringen und die Zerstörung ihres Lebensraums übt. Und doch, es ist ein intelligenter Schritt, den Predator in die Großstadt zu schicken, um so die Vorzeichen des Erstlings quasi auf den Kopf zu stellen: Nun dringt er nämlich in unser Territorium. Sieben Jahre in der Zukunft angesiedelt, verlautet 1997 in „Predator 2“ beinahe dystopische Züge. Die Stadt der Engel ist weit davon entfernt, als habitabler Wohnsitz zu taugen, stattdessen versinken die Straßen der Metropole in kriegsähnlichen Zuständen. Die Polizei befindet sich im permanenten Gefecht mit Drogengangs, die sich als äußerst radikale Aggressoren erweisen und die bleihaltige Auseinandersetzung förmlich hofieren. 

Dass Mike Harrigan (Danny Glover, „Lethal Weapon“) seinen größten Gegner noch vor sich hat, ist dem Zuschauer selbstredend unlängst bewusst. An und für sich schabloniert „Predator 2“ den Verlauf des Erstlings, tauscht den Handlungsort sowie Arnie mit Danny Glover (der sehr solide agiert) aus und liefert, ganz nach berechenbarer Weiterführungsformel, einen tieferen Einblick in die Kultur des Predators. Das ist schönes, archaisches und analoges Actionkino, 90s durch und durch. Der (mehrwertige) Clou des Films aber liegt (erneut) hinter den gelungenen Oberflächenreizen der stimmungsvollen Hetzjagd begraben. Die brütende Hitze und die extreme Ausformung organisierter Gewalt bestimmten das Klima der Betonhölle. Keine Frage, in diese ohnehin schon reichlich derangierten Verhältnisse passt der Predator hinein. Nicht, weil ihm hier genügend (menschliches) Wild angeboten wird, an dem er seine Fähigkeiten prüfen kann. „Predator 2“ definiert seinen ikonischen Jäger auch als dämonisches Warnzeichen dafür, was Gewalt generell auslöst: Sie erzwingt immer noch eine höhere Dimension ihrer selbst.

Fazit

„Predator 2“ kann dem hervorragenden Erstling zwar nicht in Gänze das Wasser reichen, besticht aber dennoch als knackiges 90s-Actionkino, welches den Reiz des Settingwechsels gut zu nutzen weiß. Dass sich der Predator selbst nicht nur als „cooles“ Weltraumbiest versteht, welches nun auch mal in den Straßen von Los Angeles wüten darf, macht „Predator 2“ weiterführend interessant: Hier fungiert er als eine Art Menetekel und veranschaulicht als Spiegel des Menschen, was Gewalt zwangsläufig auslöst: Eine noch höhere Dimension der Gewalt.

Autor: Pascal Reis

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