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Glaube. Tod. Verderben. Sie haben eine Mission und ahnen nicht, dass sie ihr Verderben bedeutet... Irland im 13. Jahrhundert: Eine Gruppe Mönche begibt sich auf den lebensgefährlichen Weg nach Rom - im Gepäck ein heiliges Relikt ihres Klosters. Doch die beschwerliche Reise birgt viele unerwartete Bedrohungen, und mit jedem zurückgelegten Kilometer offenbart sich den Männern die wahre Bedeutung des von ihnen beschützten Heiligtums. Zu spät erkennen sie, dass der Glaube, der sie zu Beginn zusammenhielt, sie nun zu zerstören droht.

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Kritik

XYZ Films ist dafür bekannt auch gerne einmal kleineren Genre-Perlen eine Chance zu bieten (besonders im Bereich der Action) und vor allem hierbei auf Risiko zu setzen. Konventionen werden dabei gerne über Bord geworfen und Experimente ausprobiert, die schnell ihre Fans finden. Kein Wunder also, dass sie mit Filmen wie The Raid 2, These Final Hours oder auch Headshot weltweit bereits Erfolge für sich verbuchen konnten. Im Falle von Gottes Wege sind blutig (OT: Pilgrimage) führt die durchaus ungewöhnliche Geschäftspraxis für ein brutales, religiöses wie philosophisches Schlachtfest im Mittelalter. Und dies mit ordentlich Cast-Unterstützung: So sind unter anderem Tom Holland (Spider-Man Homecoming), Jon Bernthal (Punisher, The Walking Dead), Stanley Weber (Outlander) sowie Richard Armitage (Hobbit-Trilogie) im Film zu sehen. Alleine daher auf jeden Fall eine Sichtung wert. Und der Rest? Nun, fiebrige Mittelalterbilder, brutale Kämpfe und eine raue Atmosphäre liefern eine einmalige Inszenierung, dagegen fällt jedoch die Erzählung immer wieder in Logiklöcher und offene Fragen zurück.

So gelingt es Autor Jamie Hannigan zusammen mit Regisseur Brendan Muldowney (Love Eternal - Auf ewig Dein, Savage) nicht gänzlich, seinen Figuren einen guten roten Faden zu bieten. Zwar bringt die Reise nach Rom – die einzig in Irland spielt – jede Menge Spannung, brutale Kämpfe und sogar einige Überraschungen, doch das eigentliche Kernstück in Form des heiligen Reliktes, wird nicht gänzlich ausgeschöpft. Dies ist besonders am Ende sichtbar: Während gerade der Stumme in Form von Jon Bernthal (der fantastisch und körperlich höchst überlegen seiner Figur Leben einhaucht) gen Erlösung geht, bleibt der Rest etwas auf der Stelle stehen. Mehr noch: Das Relikt verkommt zum Symbol des religiösen Fanatismus, der in den letzten Minuten regelrecht mit dem Hammer auf den Zuschauer eingetrimmt wird. Und dies obwohl zuvor immer wieder mystisch die Geschichte untermalt wird und das Publikum über die Existenz von Gott (oder die Macht des Reliktes) zweifeln soll. Der Abspann wird auf jeden Fall jede Menge fragende Gesichter zurücklassen. Dies zusammen mit einigen kleineren Logiklöchern und der Frage nach den Motiven von Raymond De Merville (Richard Armitage) – die nie abschließend geklärt werden – nimmt viel vom Potenzial von Gottes Wege sind blutig.

Der Rest dagegen ist absolut sehenswert: Neben verschiedenen Sprachen – die eine realistische Atmosphäre verströmen – gibt sich Gottes Wege sind blutig als brachiales Abenteuerkino, das mit tollen Darstellern besetzt ist. Gerade Tom Holland und Jon Bernthal zeigen hier, warum sie gerade in Hollywood so eine steile Karriere machen. Die Ausstattung ist zudem hervorragend umgesetzt und bringt mit der kargen Landschaft sowie der rauen Inszenierung ein einmaliges Bild. Gerne mehr davon.

Fazit

"Gottes Wege sind blutig" ist nicht unbedingt ein Genre-Highlight und kann gerade aufgrund einiger Logiklöcher sowie das faden Finales nicht gänzlich überzeugen, ist aber aufgrund der hervorragenden Darsteller sowie der wunderbar rauen wie realistischen Atmosphäre für Fans dennoch einen Blick wert. Hier gibt es wahrlich den blutigen Weg Gottes zu bestaunen, der durch einige intensive Momente klar im Gedächtnis bleibt.

Autor: Thomas Repenning

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