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Maureen lebt in Paris und arbeitet dort als Shopping-Assistentin der prominenten Modedesignerin Kyra. Doch privat verbringt sie ihre Zeit allein in der Wohnung, in der ihr Zwillingsbruder starb. Angst vor Geistern hat sie keine, im Gegenteil: Maureen versucht gezielt Kontakt zu ihrem toten Bruder herzustellen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Unter allen Beteiligten einer Filmproduktion bestehen bestimmte Beziehungen und Wechselwirkungen, aber wohl keine ist so zentral wie die zwischen Regisseur und seiner Hauptfigur. Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche memorable Zweiergespanne sowohl in unseren Köpfen als auch in der Filmgeschichte verewigt. Akira Kuroswa (Rashomon) und Toshiro Mifune (Das Schloss im Spinnwebwald) oder Martin Scorsese (Goodfellas) und Robert De Niro (Taxi Driver) zählen zu den markantesten Kooperationen und auch wenn Olivier Assayas (Die wilde Zeit) mit Personal Shopper erst seinen zweiten Film mit Kristen Stewart (Die Wolken von Sils Maria) gedreht hat, so deutet sich dabei bereits Großes an.

Kristen Stewart kämpft indes immer noch gegen ihr Image als stoisch untalentierte Darstellerin an, welches in der massenwirksamen Wahrnehmung aufgrund der unsäglichen Twilight-Reihe wohl auch noch einige Jahre bestehen wird. Tatsächlich könnte sie sich davon aber kaum noch mehr distanzieren und es ist beinahe fahrlässig wie missverstanden eine der besten Darstellerinnen unserer Generation in bestimmten Kreisen ist. In Personal Shopper liefert sie eine ihrer besten Leistungen ab, überzeugt durch ihr nuanciertes Spiel und ihrer pointierten Gestik. Vordergründig ist es aber ihre komplett eigensinnige Präsenz, welche die Hauptfigur Maureen unglaublich greifbar macht und ihr eine eigene Persönlichkeit einhaucht.

Die Handlung selbst ist schnell geschildert, aber nur schwer zur Gänze greifbar. Die bereits angesprochene Maureen arbeitet in Paris als Personal Shopper für die Modedesignerin Kyra (Nora von Waldstätten) und harrt dort trotz Langeweile aus, weil sie auf ein Zeichen ihres verstorbenen Bruders wartet. Was auf diese schlichte Prämisse folgt ist herrlich unverbrauchtes Kino, voll von neuartigen Ideen und kreativen Fragen. Auf intelligente Weiße denkt Assayas filmische Klischees um und geht dadurch etwa der Frage nach warum Geister eigentlich immer als böse und destruktiv dargestellt werden oder inwiefern man Auflösungen zur Gänze eindeutig gestalten sollte.

Besonders interessiert scheint Assayas jedoch an der Wechselwirkung zweier augenscheinlich komplett unterschiedlicher Mentalitäten. Während Personal Shopper einerseits dem Okkulten und Spirituellem frönt, platziert er sich andererseits überaus gelungen im Wendekreis der Technologisierung und der Medien. Diese Widersprüche lässt der Film nicht bloß koexistieren, sondern vor allem miteinander interagieren, und dies so feinfühlig, dass sie nie zu plumper Kritik oder unreflektiertem Jubel verkommen. Personal Shopper spielt vor allem zwischen den Zeilen, bündelt seine Ambivalenz in Form von Stewarts Selbstfindung und findet Harmonie in scheinbaren Gegenteilen. Wenn vermeintliche Geister dann übers Smartphone kommunizieren und den Fahrstuhl zur Fortbewegung nutzen, dann mag das vielen verschroben vorkommen. Wahrscheinlich bestätigt die zwiespältige Rezession des Films jedoch nur seine Qualität, definiert er sich doch ein Stück weit selbst durch diese Zerrissenheit.

Dass seine Geschichte mitunter unstimmig ist, weiß Assayas selbst, und so wirkt es beinahe selbstreferentiell wie lose und uneindeutig er einzelne Handlungsfäden zusammenführt, abschließt oder auch einfach fallen lässt. Das wahre Talent liegt darin wie er seinen Film verkauft, was keinesfalls heißen soll, dass man Personal Shopper auf seine Oberfläche reduzieren sollte. In Cannes wurde der Film mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet, doch Assayas Regie ist keine der optischen Reize oder der Oberflächenpolitur. Er versteht wie stark die Wirkung eines Films von diesem Faktor abhängt und so erzählen seine Bilder abseits jeder Ambivalenz und Offenheit überaus prägnant und stimmig. Mehr denn je ist das Kino mit Personal Shopper angekommen, angekommen im Jahr 2016.

Fazit

„Personal Shopper“ ist mutig, kreativ und unverbraucht. Selten wurde in den letzten Jahren so leichtfüßig und unbeschwert inszeniert, so ehrlich und charakterfokussiert erzählt. Mit seiner neugefundenen Muse Kristen Stewart in fabelhafter Form verweigert sich Regisseur Assayas allen gängigen Zuschauererwartungen und schafft dadurch einen unglaublich ambivalenten Film, der auf seine unkonventionelle Art eine Fülle an vielschichtigen Themen verhandelt.

Autor: Dominic Hochholzer

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