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Der liebenswerte Bär Paddington mit Schlapphut und Dufflecoat hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich - außerdem lieben alle seine Marmeladenbrote, ohne die er nie das Haus verlässt. Als der 100. Geburtstag von Tante Lucy ansteht, sucht Paddington nach einem geeigneten Geschenk. Fündig wird er im Antiquitäten-Laden des liebenswerten Mr. Gruber, das allerlei Schätze birgt: Ein einzigartiges Pop-up-Bilderbuch hat es Paddington angetan. Allerdings muss der kleine, tollpatschige Bär dafür ein paar Nebenjobs antreten - das Chaos ist vorprogrammiert. Und dann wird das Buch auch noch gestohlen! Paddington und die Browns setzen sich auf die Spuren des Diebs, der ein Meister der Verkleidung zu sein scheint...
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Kritik

2014 kehrte der charmante Bär Paddington aus dem tiefsten Peru zurück auf die große Leinwand und brachte einer neuen Generation Kinder bei, was es hieß gutmütig, hoffnungsvoll und tollpatschig zu sein. Mit seinem anarchisch-liebenswerten Film überzeugte Regisseur und Drehbuchautor Paul King (Bunny and the Bull) damals mit geringsten Mitteln jung und alt und errichtete einer der berühmtesten britischen Kinderbuchfiguren ein würdiges Denkmal. Dieser Trend setzt sich bei der Fortsetzung Paddington 2 nun fort. Und zwar in einem qualitativen Ausmaß wie man es vermutlich nicht hätte voraussagen können.

Paddington 2 avancierte auf der Meta-Website Rotten Tomatoes zu einem der erfolgreichsten Film aller Zeiten. Zumindest wenn man sich das Tomato-Meter ansieht, das keine Zahlenwertungen in das Endergebnis einfließen lässt, sondern einfach aussagt, wie viele Kritiken zum Film positiv ausfielen. Mit 100 % positiver Kritiken von insgesamt 193 gezählten Reviews, darf sich Paddington 2 nun zu einem der beliebtesten Filme aller Zeiten zählen. Und nach der Sichtung fällt es auch wirklich schwer daran zu glauben, dass es eine Person auf der Welt gibt, der dieser Film kein Lächeln von den Lippen abringt.

Die charmante Grundlage, die King mit dem Erstling vollführte, bringt dieser in Paddington 2 nämlich zur Perfektion. Da muss nicht jeder Joke eine Punktladung erzielen, nicht jede Szene durch Unmengen an inhaltlichem Einfallsreichtum überraschen. Denn was Paddington 2, gerade in Zeiten von primär düsteren und emotional sehr komplexen Kinderfilmen, so überzeugend gestaltet, ist, wie er seine offene Simplizität verpackt. Dieser Film sprüht vor Charme und Herz, an jeder Ecke wartet ein neues, zauberhaftes Detail, jede Figur lernt aus ihren Fehlern und Liebe und Familie sind die größten und wichtigsten Werte im Leben. Mag das jetzt kitschig und aufgesetzt klingen, wirkt es im fertigen Film aber stets aufrichtig und vermag, gerade wegen dieser mutigen und leicht naiven Aufrichtigkeit, nachhaltig zu berühren.

Auch inszenatorisch setzt King im Vergleich zum Erstling eine Schippe drauf. Ob Kameraführung, Setdesign oder Kostüme, alles wirkt hier wie aus einem perfektionistischen Guss, ist stets einfallsreich und innovativ eingefangen und versprüht eine Magie, nach der Disney’s Märchen in den letzten Jahren verzweifelt suchen. Dabei bleibt der Stil stets verschroben genug, um eine eigene Note zu evozieren, auch wenn man sich in vielen Szenen an eine kindliche Version von Wes Anderson’s Grand Budapest Hotel erinnert fühlt.

Ein paar Figuren werden da zwar an den Rand geschoben, jeder bekommt jedoch seinen eigenen, kleinen Story-Arc. Und falls dann doch mal eine Figur zu sehr in den narrativen Hintergrund rückt, schaffen die Darsteller dies  mit jeder Menge Spaß am Spiel zu kompensieren. Ben Whishaw (Spectre) geht in der Rolle des Paddington erneut total auf und verleiht dem nach Marmelade verrückten Bär eine unheimlich liebenswerte Naivität und Ehrlichkeit. Die Familie Brown  (ein weiteres Mal gespielt von Hugh Bonnevielle, Samuel Joslin, Madeleine Harris und Sally Hawkins) geben sich als emotionaler Rahmen weiterhin wunderbar verschroben, Brendan Gleeson (Am Sonntag bist du tot) darf einen der liebenswertesten Griesgräme der letzten Jahren verkörpern und vor allem Hugh Grant (Codename Uncle) eine der besten Performances seiner Karriere hinlegen. Als Fiesling Phoenix Buchanan kann Grant nämlich nicht nur sein komödiantisches Talent voll ausspielen, auch seine darstellerische Variabilität wird hier deutlicher denn je. Eine rundum gelungenes Paket von Spaß, Charme und Herzlichkeit also. Schlichtweg eine Freude, dieser Film.

Fazit

"Paddington 2" ist das wohl herzlichste und aufrichtigste Feel-Good-Movie des letzten Jahres. So viel Charme, verpackt in einer detailverliebten und wunderbar verschrobenen Inszenierung, samt energetischer Darstellerleistungen, zaubert auch dem größten Griesgram ein Lächeln ins Gesicht. Einfach wunderbärchen.

Autor: Thomas Söcker

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