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Als die einsame Mai versehentlich einen streng geheimen Roboter erweckt, schließen die beiden Freundschaft und kämpfen gemeinsam gegen Rüpel und einen bösen Plan.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wie groß und wichtig mittlerweile der chinesische Filmmarkt ist, lässt sich wohl am besten am aktuellen Netflix-Film Das Mädchen und ihr Roboter - Die nächste Generation (OT: Next Gen) festhalten. Denn das in China mit Alibaba Pictures Koproduzierte Animationsabenteuer – mit einem Budget von 150 Millionen Yuan (rund 19 Millionen Euro) – wurde kurzerhand in Cannes vom Streaming-Riesen für 30 Millionen US-Dollar gekauft und für einen weltweiten Start vorbereitet. Herausgekommen ist ein rasanter, spaßiger, humorvoller aber auch in vielen Teilen bekannter Sci-Fi-Trip, der für die komplette Familie geeignet ist. Dabei muss sich der Film der Autoren und Regisseure Kevin R. Adams und Joe Ksander (Animations- und Trick-Experten hinter Filmen wie Hercules oder #9) besonders in Sachen visueller Inszenierung nicht hinter vergleichbaren Produktionen verstecken. Mit Voice-Unterstützung von John Krasinski, Jason Sudeikis oder Michael Peña überrascht der Film zudem in Sachen Star-Power. Für einen Meilenstein des Genres reicht das aber nicht.

Dabei startet Next Gen vielversprechend: Mit kurzen Einspielungen und wenigen gut platzierten Bildern offenbart uns der Film mit Mai (im Original von Charlyne Yi gesprochen) ein rebellisches, unabhängiges und vor allem mutiges Mädchen, welches sich gegen den Roboter-Wahn einer Welt stellt, in der wie bei WALL·E längst der Müßiggang sowie die Einsamkeit Oberhand genommen haben. Die Leere wird einfach mit Programmen und Robotern ersetzt. Zudem ist jeder Lebensabschnitt mit Technik übersäht: Egal ob lächelnde Müslischale, fröhlich juchzendes Gartentor, penetranter Briefkasten oder stetiger Begleiter in Form der schrulligen wie humorvollen Q-Bots. Wenn schließlich die neue Roboter-Serie mit einer ausufernden Show vorgestellt wird, in der die Zuschauer begeistert und hysterisch dem Konzernvorsitzenden und scheinbaren Rockstar Justin Pin (Jason Sudeikis) zujubeln, sind parallelen zum iPod und Konsum-Wahn nicht zu übersehen. Dies weiß zu gefallen und offenbart abseits der danach folgenden Freundschaft zwischen 7723 (John Krasinski) und Mai die besten Momente des Films.

Der Rest ist dann ein Mix aus bekannten Genre-Elementen und Filmen wie I Robot sowie Big Hero 6, die in einem fulminanten wie explosionsreichen Finale münden. Gerade in der Mitte verliert Next Gen dabei jedoch einiges an Potenzial: Während Mai im Fokus steht und ihre Vergangenheit bewältigen muss – die sie schlichtweg unglaublich wütend und missverstanden macht (was leider die erste Hälfte etwas konterkariert) – folgt eine recht oberflächliche Weisheit über Erinnerungen und Freundschaft. Dies macht durchaus Spaß und kann mit Running-Gags auftrumpfen, wirkt aber an vielen Stellen ohne klaren Fokus und natürlich regelrecht klassisch. Besonders der Konflikt zwischen Tochter und Mutter verkommt zum Zweizeiler, der am Ende in Rauch und Explosionen etwas untergeht. Und dennoch: Das Tempo stimmt, 7723 ist einmalig und durch seinen moralischen Kompass liebenswert, der Humor treffend und markant und der visuelle Stil der Welt ist malerisch. Nur eines wirkt befremdlich: Eine übergeordnete Autorität gibt es in der Stadt von Mai nicht. Vandalismus führt ebenso wenig zu Konsequenzen wie eine Roboter-Armee, die sich erhebt. Am Ende gibt es eben doch ein Happy-End, welches eher einem Märchen gleichkommt als einer Sci-Fi-Dystopie.  Doch dies ist wahrlich nörgeln auf hohem Niveau.

Fazit

Trotz seiner bekannten Motive und einem manchmal fehlenden Fokus, bringt uns Netflix mit "Das Mädchen und ihr Roboter - Die nächste Generation" ein tolles Sci-Fi-Animationsabenteuer, welches vor allem mit seiner rebellischen Art überzeugt. Gerade die innige aber auch brüchige Freundschaft zwischen 7723 und Mai weiß dabei zu gefallen. Ein kurzweiliger, visuell eindringlicher und unterhaltsamer Spaß, der jedoch etwas mehr Mut gebraucht hätte, um sich gegenüber Genre-Hits wie beispielsweise WALL·E zu behaupten. Für Fans dennoch absolute Pflicht.  

Autor: Thomas Repenning

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