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Die Brüder Jimmy und Clyde Logan werden vom Pech verfolgt. Während der impulsive Jimmy einen Job nach dem nächsten verliert, wird Barkeeper Clyde, der nur einen Arm hat, regelmäßig schikaniert. Und dann wären da noch die Geldsorgen. Aber Jimmy hat eine brillante Idee, die den beiden aus der misslichen Lage helfen soll: Ein Raubüberfall im großen Stil! Das prestigeträchtigste und legendärste NASCAR-Rennen der Welt, der Coca-Cola Cup 600, bietet scheinbar die perfekten Voraussetzungen für einen cleveren, unterirdischen Raubzug! Unterstützung erhoffen sich die Brüder vom berüchtigtsten platinblonden Safeknacker des Landes: Joe Bang - der sitzt allerdings noch im Gefängnis fest. Während der Planung des großen Coups tauchen immer neue Hindernisse auf, doch gemeinsam mit ihrer Schwester Mellie setzen die beiden Brüder alles daran, ihre lebenslange Pechstränge endlich zu beenden...
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Kritik

Ganze vier Jahre mussten Fans von Steve Soderbergh auf die nächste Regiearbeit des sympathetisch Manns aus Atlanta warten, nachdem sich dieser zuletzt als Produzent und Direktor von The Knick verdingt hat. In seiner knapp 30 jährigen Karriere bewies Soderbergh stets ein Händchen für die richtige Wahl der Darsteller, gekoppelt mit einem Erzählstil, der genau das passende Tempo vorgibt. Auch Logan Lucky, in dem sich der Regisseur erneut in ein spaßiges Heist-Abentuer stürzt, lebt diese Tugenden von der ersten Minute an.

Im Zentrum des Films steht das ungleiche Brüderpaar der Logans, gespielt von Channing Tatum und Adam Driver. Verfolgt von einer regelrechten Pechsträhne, versuchen die Kleinkriminälen endlich auf die Sonnenseite des Lebens zu kommen. Tatum verkörpert Jimmy Logan, den typischen Südstaatenprovinzler, der sich auf dem Bau seine Brötchen verdient, Abends in einer Bar abhängt und am Wochenende an seinem Pick Up Truck schraubt. Zeitgleich kümmert er sich liebevoll um seine kleine Tochter Sadie, gespielt von Farrah Mackenzie. Bobi Jo, Jimmys Ex-Frau, lebt mittlerweile zusammen mit ihrem reichen Mann Moody in einem Vorort, wodurch sich ein gewisser Interessenskonflikt rund um das Sorgerecht von Sadie ergibt. Man mag von Channing Tatum halten was man will, der Mann hat einfach eine unsagbar sympathetische Ausstrahlung auf der Leinwand, welche auch in Logan Lucky voll zur Geltung kommt. 

Adam Driver ist da eher der Ruhepool des Teams. Als Kriegsveteran mit Armprothese arbeitet Clyde Logan mittlerweile als Barmann, welcher sich so manchen dummen Spruch bezüglich seines fehlende Arms anhören darf. Hinter der fragilen Fassade steckt jedoch eine wahre Kämpfernatur, denn Clyde würde für seinen Bruder durchs Feuer geht, egal wie verrückt der Plan auch sein mag. Während die Crew um Danny Ocean gleich drei ganzes Casinos ausnahm, geht es auf dem Land etwas gesitteter zu. Es gilt den Tresorraum eines Nescar Rennes zu knacken, in dem das gesamte Geld der Hotdog und Bier Stände gelagert ist. Dass dabei nicht jeder Schritt planmäßig abläuft, dürfte auf der Hand liegen. Vom Tempo her bleibt Soderbergh seinem Stil treu, sodass man den einzelnen Schritten stets ohne Probleme folgen kann, auch wenn man dafür ein paar Ungereimtheiten in Kauf nehmen muss. Ähnlich wie bei der Ocean's Trilogie entsteht hier eine haarsträubende Verkettung von Ereignissen, die hervorragend Inszeniert ist, aber bei genauerem Nachdenken diverse Logiklöcher offen legt. Am Ende des Tages will der Film halt doch nur unterhalten und keine detaillierte Anleitung zu einer Straftat liefern.

Abgerundet wird der Film durch einen bunten Mix an Nebenfiguren. Während Katie Holmes und David Denman die etwas spießigen Vorstädter mimen, überzeugt Riley Keough als kesse Südstaatlerin. Ein absolutes Highlight sind ebenfalls die drei Bang Geschwister. Während Fish und Sam Bang, gespielt von Jack Quaid und Brian Gleeson, die typischen Hillbilly Rednecks verkörpern, die mit einer Dose Pabst Blue Ribbon in ihrer Lederhose auf der Couch einschlafen und gelegentlich ein bisschen Meth rauchen, ist Joe Bang ein ganz anderes Kaliber. Daniel Craig schlüpft in die Rolle des muskelbepackten Safeknackers, mitsamt platinblonden Haaren und einem deftigen Akzent, den sich der gebürtige Brite in mühevoller Arbeit aneignen musste.

Generell passen die Figuren einfach perfekt in das Setting des Films. Natürlich gibt es hier und da ein paar klassische Stereotypen, wie etwa die Bang Brüder, doch wer sich mit der Country Romantik der Südstaaten anfreunden kann, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Fazit

Steven Soderberghs Rückkehr auf die große Leinwand überzeugt auf ganzer Linie. Mit einem starken Mix aus sympathischen Charakteren, guten Schauspielern, einer Prise Country-Romantik und dem gewohnten Erzählstil von Soderbergh, unterhält Logan Lucky den Zuschauer über die volle Laufzeit von 120 Minuten.

Autor: Sebastian Pierchalla

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