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Johnny English – Man lebt nur dreimal ist eine britische Spionage-Actionkomödie aus dem Jahr 2018, welche die Fortsetzung zu Johnny English – Der Spion, der es versiebte und Johnny English – Jetzt erst recht! darstellt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ich Johnny English ist zurück und es hat sich mittlerweile vieles in der Spionage-Szene getan: Lange schon sind es nicht mehr die einfachen Autos oder das mittlerweile archaisch anmutende Equipment, das Mr. English mit auf den Weg gegeben wird. In Zeiten von Virtual Reality und stetiger Vernetzung ändern sich natürlich auch die Möglichkeiten der Spionage. An dieser Stelle hätte der Film einsetzen müssen, hätte eine Symbiose aus technischen Fortschritt, Transparenz, Spionage und Überwachung ziehen müssen. Doch anstatt einen intelligenten - wenn selbstverständlich auch persiflierenden - und vor allem kritischen Diskurs über die Technisierung anhand der Spionage durchzuführen, wird der einzige kritische Geist des Filmes verhöhnt. 

Johnny English zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Dilettant sondergleichen ist, der nicht nur sehr ungeschickt, sondern vor allem überheblich und resistent jeder Kritik von außen gegenüber erscheint. Humoristisch soll daran vor allem sein, dass es English dennoch auf sonderbaren Wegen stets gelingt, seine Mission auszuführen. In Johnny English 3 gibt es einen Gag, der sich durch den ganzen Film zu ziehen scheint: Johnny English hat keine Ahnung von Technik, steht den neuen Mitteln, die ihm vom Geheimdienst angeboten werden, jedoch kritisch gegenüber. Er vermutet Komplikationen in der Anwendung, mögliche Gefahren durch Überwachung und eine besondere Transparenz durch GPS-Ortung. Seine Kritik ist demnach sehr vernünftig und stimmig. Das scheint der Film jedoch anders zu sehen. 

Die richtige Entscheidung wäre es gewesen, English zu einem unreflektierten Technik-Fetischisten zu machen, der unbedingt die neueste Technologie haben möchte, der keinerlei Gefahren, sondern lediglich "Style" hinter den schnittigen Layouts erkennt. Das wäre insofern subversiv gewesen, als dass der Film unsere teils bedenkenlose Liebe zur Technik persifliert und damit einen interessanten Gedanken gestreut hätte. Auch für die Gestaltung eines Plots wäre das unproblematisch gewesen, da English´s Pläne - trotz absoluter Unfähigkeit - stets aufgehen. Man hätte demnach nicht einmal die Handlung anpassen, man hätte lediglich den im Fokus stehenden Gag anders ausrichten müssen. 

Stattdessen geht das Team rundum Regisseur Peter Howitt (Johnny English - Der Spion, der es versiebte) den leichtesten Weg: English und seine Kritik an der Technik erscheinen zurückgeblieben und "unmodern". Wir sollen uns köstlich über diesen sympathischen Sonderling amüsieren, wobei das Sonderbare, das ihn in diesem Film auszeichnet, das einzig Rationale zu sein scheint. Das ist vor allem deshalb ärgerlich, weil der Film dahingehend recht ambitioniert zu sein scheint, er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Technisierung zu persiflieren, was man nicht zuletzt an dem Antagonisten erkennt, der der Welt durch seine technische Versiertheit zur Bedrohung wird. 

So erscheint der Film jedoch bestenfalls handzahm und äußert nie einen wirklich kritischen Gedanken. Nun könnte man dem entgegensetzen, dass Zuschauer von diesem Film auch keinen kritischen Gedanken erwarten, sondern lediglich humorvolle Unterhaltung. Humor muss jedoch immer spitzfindig und/oder geschickt arangiert sein, sonst kann er seine volle Wirkung nicht entfalten.  Einige Pointen erscheinen zumindest clever arrangiert, viele bleiben jedoch hinter dem Durchschnitt zurück. Über die meisten Gags in Johnny English 3 zu lachen, wäre in etwa so, als würde man über seine Großmutter lachen, die es nicht versteht, mit ihrem neuen Smartphone umzugehen.  In den besten Momenten erscheinen diese Gags zumindest mit gutem Timing, in den schlechteren lediglich platt und eindimensional: Anstatt die mangelnde Anpassung von Individuen an die Gesellschaft zu persiflieren, wäre es deutlich intelligenter, konkreter und unterhaltsamer gewesen, die Entwicklung einer ganzen Gesellschaft in Form von Johnny English zu kritisieren. 

Fazit

Die Idee stimmt, die Umsetzung leider nicht: "Johnny English 3 - Man lebt nur dreimal" hätte eine subversive, witzige und unterhaltsame Komödie werden können, ist stattdessen ein lediglich in Ansätzen interessanter Film geworden, der sich recht handzahm gibt. 

Autor: Maximilian Knade

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