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In der Stadt Derry in Maine verschwinden immer wieder Kinder. Eine Gruppe von Kids wird mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert, als sie dem bösen Clown Pennywise gegenüber stehen, der seit Jahrhunderten eine Spur von Mord und Gewalt hinter sich herzieht.
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Kritik

ES beweist wie gutes Marketing geht. Ein paar starke Trailer, ein perfekter Release-Zeitraum und  die Nutzung eines neu aufgeflammten, cineastischen 80er-Zeitgeistes, der durch Serien und Filme wie Stranger Things wieder die Runde macht, führten ES zu einem der höchsten Box-Office-Erfolge des Jahres und sogar zum finanziell besten Start eines r-rated Horrorfilms in Amerika aller Zeiten. Allesamt beeindruckende Fakten, doch bleibt die wichtigste Frage rund um die „fieser-Clown“-Verfilmung natürlich noch offen: Wie macht sich der Film des argentinischen Regisseurs Andrés Muschietti (Mama)denn eigentlich auf der großen Leinwand?

Sicherlich kommt auch eine gute Portion Glück dazu, dass das Marketing und das so genannte "Word of Mouth" bei ES so gut funktioniert haben, insgesamt darf man aber fröhlichen Gemüts behaupten, dass hinter all dem Hype und Erfolg tatsächlich ein guter Film steckt. Die Fortsetzung steht nach alldem vermutlich schon in den Startlöchern, konzentriert sich ES nämlich zunächst nur auf die Charaktere als Kinder und den coming-of-age-Kampf gegen ihre Jugendängste. Und das ist überraschenderweise direkt der stärkste Aspekt des Films. Wo die Trailer mit lauten Schockeffekten und gruseligen Bildern ins Kino lockten, sind es die jugendlichen Figuren, die hier am meisten Eindruck hinterlassen und den Zuschauer in die Geschichte rund um den Losers-Club investieren.

Das hängt auch damit zusammen, dass die Darsteller der Kids allesamt einen starken Job machen. Ein paar Clubmitglieder werden da zwar in den Hintergrund gedrängt, aber gerade Sophia Lillis als Beverly Marsh und Jaeden Lieberher als Stotterer Bill überzeugen sowohl in dramatischen wie komödiantischen Momenten nachhaltig. Hier stimmt einfach die Chemie der Gruppe, jedem Kind nimmt man die Freundschaft zum jeweils anderen ab, gemeinsames Aufopfern bleibt niemals forcierte Storyline, sondern stats nachvollziehbar und emotional. ES ist somit ein Horrorfilm, der es schafft seine Welt durch die Figuren fühlbar zu machen und sowohl dramatische wie komödiantische Töne erfolgreich zu kombinieren. Wir fiebern mit diesen Charakteren im Kampf gegen den bösen Clown mit und halten uns am Kinositz fest, wenn es einem der Kids an den Kragen geht. 

Und auch der böse Clown mit den Namen Pennywise ist insgesamt gelungen. Die Nachfolge auf Tim Curry (Rocky Horror Picture Show) anzutreten ist sicherlich keine leichte Sache, waren es doch er und seine Performance die die alte TV-Mini-Serie (trotz mäßiger Qualität) zum Kult gemacht haben. Bill Skarsgard (Atomic Blonde) tritt da gleich mal ein paar Schritte zurück, hält sich eher im Hintergrund auf und verleiht seinem Pennywise eine weit kindlichere Natur als es Curry vor 27 Jahren noch tat. Das funktioniert in den Szenen, in denen Skarsgard mal etwas mehr tun darf, als hinter einem Gegenstand hervorzuspringen, auch sehr gut. Der junge Schwede hat sichtlich Spaß am Spiel und schafft es dem Zuschauer in seinen raren Monologen durchaus einen Schauer über den Rücken zu jagen.

Dennoch muss man feststellen, dass der Gruselpart der schwächste Aspekt des Films ist. Hier wäre ein wenig mehr Subtilität wünschenswert gewesen, denn leider wird jeder Schockmoment (von denen es einige gibt) von einem lauten Jump-Scare-Sound begleitet, dessen Wirkung oft im Nichts verpufft. ES ist damit einer der Horrorfilme, dessen dramatische und komödiantische Töne überraschenderweise weit besser funktionieren als die gruseligen Töne, denn wirklich unheimlich wird dieser Film nur sehr selten. Muschietti fehlt hier scheinbar ein wenig das Gespür oder der Mut auf die tollen Kostüme und Set-Pieces des Films allein zu vertrauen, was auch dazu führt, dass sich die Schockmomente des Films in ihrem sehr ähnlichen Schemata relativ schnell abnutzen.  Für die Fortsetzung wünschen wir uns also ein bisschen mehr gelungenen, subtilen Grusel, dann klappt das auch mit der sehr guten Literaturverfilmung. 

Fazit

Es mag ironisch klingen, aber die stärksten Aspekte des Horrofilms "ES" sind die einfühlsame Coming-Of-Age-Geschichte, die erfolgreich dramatische und humoristische Töne miteinander kreuzt sowie die starken Kinderdarsteller, die den Zuschauer emotional erfolgreich in die Geschichte investieren. Was dagegen abfällt, sind die Gruselmomente des Films, die trotz guter Inszenierung, einem schicken Look und einem überzeugenden Pennywise nötige Subtilität vermissen lassen und sich durch ihren repititivien Einsatz zu schnell abnutzen. Eine gute Literaturverfilmung, die ihrem Hype tatsächlich gerecht wird, ist Muschietti hier trotzdem gelungen, was sich wohl auch daran zeigt, dass sich der Film trotz 135-Minuten Laufzeit keine Sekunde lang zieht. 

Autor: Thomas Söcker

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