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Der Film spielt einige Jahre vor den Ereignissen der bisherigen Teile. Im Mittelpunkt steht die junge Elise Rainier, die in ihrem Haus in New Mexico von bösartigen Geistern verfolgt wird.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

An der Insidious-Reihe von Produzent und Regisseur James Wan (Saw) scheiden sich wahrlich die Geister. Für die einen steht das Franchise für atmosphärischen Horror, die anderen sehen darin eine seelenlose Aneinanderreihung altbekannter Jump Scares und Genre-Klischees. Der Erfolg (gerade finanziell gesehen) bestärkt jedoch die Macher hinter der Reihe immer weiter zu machen. Nun geht es also mit Insidious: The Last Key in die vierte Runde und die Kritiker sowie Skeptiker schauen dabei natürlich ganz genau hin, denn die Qualität nahm bisher von Teil zu Teil immer mehr ab. Den Tiefpunkt erreichte die Reihe schließlich mit Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang, der von uns als „gänzlich reizlose Geisterbahnfahrt“ beschrieben wurde, und somit standen die Zeichen für den vierten Teil nicht besonders gut. Doch allen Kritikern zum Trotz kann zumindest eine qualitative Steigerung zum Vorgänger verzeichnet werden.

Insidious: The Last Key ist allerdings weit von der Atmosphäre des Erstlings entfernt. Anstatt sich wie beim Erstling auf eine ansteigende Spannungskurve zu konzentrieren, wird sich hier zu sehr auf dem simplen und vorhersehbaren Jump Scare ausgeruht. Jedoch gibt es auch immer wieder richtig starke Sequenzen, welche einen buchstäblich in den Kinosessel drücken oder auch durchaus überrascht zusammenzucken lassen.  Das heißt jedoch nicht, dass wir hier eine Horror-Offenbarung erleben. Insidious: The Last Key unterscheidet sich von seiner Machart nur wenig von den anderen Horrorstreifen der letzten Jahre, jedoch nutzt man nun wieder etwas mehr die vorliegende Prämisse, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Das Ewigreich und das Medium Elise (Lin Shaye) erhalten eine viel größere Rolle.

Leider erwartet uns allerdings ein kleiner Overload an Geistern, Dämonen und Storywendungen. Zuviel wurde in die Geschichte reingepackt, sodass einige Handlungsstränge viel zu kurz kommen. Die 100 Minuten Laufzeit sind eindeutig zu wenig, sodass die vielen Dämonen oder Erscheinungen nicht richtig beleuchtet werden können. Ihre Existenz muss als gegeben gesehen werden, ebenso wie ihre Beweg- und Hintergründe. Auch der recht interessante Storytwist wird regelrecht abgearbeitet und bietet kaum eine Chance, sich vernünftig zu entfalten. Dies ist besonders ärgerlich, da eben jener Twist eine tolle Möglichkeit zur Eigenständigkeit gewesen wäre. Das stört den Otto-Normal-Horrorfan jedoch nur wenig. Problematisch wird es nur für jene, die dem ganzen Genre eh schon kritisch gegenüberstehen. Individualität oder neue Einflüsse werden auch im neuen Ableger gänzlich übergangen. Was zählt, ist der kurze Schock für zwischendurch, eben alles möglichst massentauglich. Das ist als kurzweiliger Horrorsnack aber durchaus in Ordnung und Fans der Vorgänger werden sowieso keine Probleme damit haben.

Was allerdings wirklich störend wirkt, ist der Humor. Die Figuren Specs (Leigh Whannell, Saw III) und Tucker (Angus Sampson, Mad Max: Fury Road) waren seither für den Humor zuständig, doch agierten die beiden bisher eher als Nebendarsteller. Zum Glück, denn nur selten funktionierten die humoristischen Einschübe in den Vorgängern. In Insidious: The Last Key werden sie jedoch zu Hauptpersonen befördert und dienen ausschließlich dazu, die Situationen aufzulockern. Und das erweist sich als fatal: Allzu häufig passen die Humoreinlagen, welche gelegentlich sogar ins Alberne abdriften, nicht in die gezeigte Szenerie und führen eher zu unfreiwilligen Lachern, als dass diese wirklich funktionieren. Oftmals zerstören sie sogar die aufgebaute Stimmung. Nicht wenige werden sich ziemlich vor den Kopf gestoßen fühlen und dementsprechend schnell das Interesse verlieren. Der Rest dagegen ist massentaugliche Standardware und somit macht man als Horror-Fan nur wenig falsch. Jedoch wird der Film nicht besonders lange im Kopf des Zuschauers verweilen. Dafür fehlt es einfach an eigenen Ideen.

Fazit

„Insidious: The Last Key“ ist weit von der Qualität des Erstlings entfernt, übertrifft aber zumindest den katastrophalen dritten Teil der Reihe. Wer etwas Neues erwartet, wird aber enttäuscht werden. Individualität und eigenständige Ideen werden schmerzlich vermisst. Jedoch reicht der Film zumindest als kleiner Horrorhappen für Zwischendurch.

Autor: Christian Kühnemann

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