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Die blinde Pianistin Sofia (Natalie Dormer) hört eines Nachts einen Streit bei ihrer über ihr wohnenden Nachbarin, der darin endet, dass die Frau von weit oben tot auf die Straße stürzt. Neben den Ermittlungen der Polizei beginnt Sofia mit eigenen Nachforschungen, die sie zunehmend in Gefahr bringen. 

  • W780
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Kritik

Es heißt, blinde Menschen hätten gestärkte Sinne. Marvels Superhero Daredevil bekämpft mithilfe seines ausgeprägten Gehörsinns Verbrecher, Al Pacino genoß den Duft der Frauen und in Don't Breathe jagt ein blinder Psychopath junge Einbrecher in seinem Haus. Auch in In Darkness, dem neuen Thriller von Anthony Byrne (How About You...), weiß sich die blinde Hauptfigur bestens zu helfen und stürzt sich bei ihren Nachforschungen um einen mutmaßlichen Mordfall ihrer Nachbarin in einen gefährlichen Sumpf des Verbrechens, der auch sie schon bald in Lebensgefahr bringt. 

Natalie Dormer (Game of Thrones), Verlobte des Regisseurs, wirkt in ihrer Rolle auf den ersten Blick zerbrechlich und hilfsbedürftig. Sehr schnell wird klar, dass die junge Dame mit ihrem Handicap äußerst gut umzugehen weiß. Auch sie nimmt ihre Umgebung vor allem akustisch wahr, was der Film durch verstärkte Sounds stilistisch schön darzustellen weiß. Dass hinter dem Tod der Nachbarin noch mehr steckt als ein bloßer Unfall dürfte relativ schnell klar sein, auch dass die Protagonistin selbst einige weitere Geheimnisse hütet, ist zu erahnen. 

In Darkness wartet mit einigen Wendungen auf, die zwar nicht immer so überraschend daher kommen, wie es sich Byrne und Dormer beim gemeinsam Verfassen des Drehbuches womöglich erhofft haben, ist erzählerisch aber nie gänzlich unspannend und für einen Thriller dieser Größenordnung, der mit der Zeit auch immer mehr an Tempo gewinnt, durchaus in Ordnung. Dass der Vater der verstorbenen Nachbarin ein früherer Offizier des Jugoslawien-Kriegs ist, was der Film schon sehr früh betont, ist beispielsweise kein Zufall. Wer nun 1 und 1 zusammenrechnen kann wird schnell durchschauen, welchen Plan die blinde Frau eigentlich verfolgt. 

Trotz der aufkommenden Thematik rundum frühere Kriegsverbrechen geht In Darkness jedoch nie über ein Motiv für seine Handlung hinaus. Weder wird das Thema tiefergehend behandelt, noch erlaubt man sich hierzu ein politisches Statement. Das hätte In Darkness sicherlich noch mehr Substanz verliehen, so aber begnügt man sich damit einen rein auf Unterhaltung getrimmten Thriller abzuliefern. Das gelingt den Machern zu einem gewissen Grade zwar auch sehr ordentlich, jedoch ist In Darkness damit aber auch kein Film, der einem lange im Gedächtnis bleiben wird. 

Fazit

"In Darkness" liefert mit seiner blinden Protagonistin, die sich ihren Weg durch ein Netz voll Lügen und Verbrechen kämpft, durch einen relativ vorhersehbaren Handlungsablauf zwar kein denkwürdiges, dafür aber durchaus unterhaltsames Thriller-Kino für zwischendurch mit einer stark aufspielenden Natalie Dormer in der Hauptrolle. 

Autor: Sebastian Stumbek

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