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Inhalt

Im Krankenhaus wird die Fernsehreporterin Joey Summerskill Zeugin eines bizarren Todesfalls. Ein junger Mann, dessen ganzer Körper mit zahllosen Widerhaken durchbohrt ist, wird durch eine unsichtbare Macht in tausend Stücke zerrissen. Joey wittert die Story ihres Lebens und stellt Nachforschungen an, die sie geradewegs in den mysteriösen Nachtclub "The Boiler Room" führt. Dessen Eigentümer Monroe ist in den Besitz einer steinernen Säule gelangt, nicht ahnend, dass Pinhead und seine Zenobiten darin gefangen sind und nur darauf warten, befreit zu werden.

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Kritik

Sowohl Hellraiser – Das Tor zur Hölle als auch Hellbound – Hellraiser II offenbarten eine morbide Faszination dahingehend, die Sinnlichkeit der Gewalt aufzuspüren respektive das destruktive Wesen der Begierde in der Realität entrückten Bildwelten zu veranschaulichen. Beide Aspekte verschmolzen in einer sadomasochistischen Verzweiflungsphantasie, die aufzeigte, dass sich das Betörende nicht selten mit dem Vernichtenden zu einer transzendenten Einheit vereint und irgendwann kaum noch voneinander zu unterscheiden ist. Genau deswegen dürfen sich die ersten beiden Teile des Endlosfranchise von Hellraiser auch immer noch als im höchsten Maße gelungene Einträge in das Horror-Kino verstehen lassen: Sie loten die Grenzen der fleischlichen Erfahrbarkeit aus und blieben in der Darstellung der Gegenüberstellung von Libido und Destrudo vielseitig. Hellraiser III aus dem Jahre 1992 allerdings besiegelte den Untergang der Reihe.

Nachdem nicht nur die Produktionsgesellschaft ausgewechselt wurde und Clive Barker (Lord of Illusions) in den dritten Teil der Hellraiser-Serie nahezu nicht mehr involviert war, musste man sich gewissermaßen auf die Eigendynamik verlassen, die der stofflichen Materie in das alptraumhafte Fundament eingeschrieben war. Regisseur Anthony Hickox (Warlock – Satans Sohn kehrt zurück), der kein außergewöhnlicher, aber ein durchaus verlässlicher Handwerker war, hatte das Privileg, Hellraiser nun aus dem Schatten seiner hochwertigen Vorgänger zu bewegen und damit zu demonstrieren, dass die Reihe auch ohne ihre eigentlichen treibenden Kräfte bestehen kann. Das Ergebnis allerdings ist ein enttäuschendes, ergibt sich Hellraiser III doch voll und ganz der äußeren Spannung seines dämonischen Szenarios und scheint einzig und allein darauf versessen zu sein, die blutverschmierten Ketten von Pinhead (Doug Bradley, The Cottage) schwingen zu lassen.

Zweifelsohne, wenn sich Hellraiser III seinen rasenden Brutalitäten hingibt, wie zum Beispiel während des grellen Club-Massakers, dann entfesselt Anthony Hickox zwar keine mehrdeutigen, aber in ihrer rabiaten Stringenz durchaus aufregende Impulse, die dem Film immer noch das Potenzial hätten einräumen können, sich als ein schlicht-launiger Reißer verdient zu machen. Dass Hellraiser III jedoch nur selten funktioniert, liegt daran, dass sich das Drehbuch immer noch krampfhaft darin versucht, die Leitmotive des Franchise zu behandeln, sie aber konsequent auf Schlagwort-Niveau abserviert: Da darf Pinhead noch theatralisch vom Fleisch und seinen Formen, in die es gefügt werden soll, tönen, Anthony Hickox' Regie aber lässt die kreative Anwandlung vermissen, um diese inzwischen zur Phrase verkommene Aussage des Oberzenobiten neue Dimensionen abzuringen – oder sie auf den bekannten Ebenen mit infernalischer Leidenschaft zu behandeln.

Hellraiser III hingegen möchte vor allem schneller und lauter sein. Er möchte den Körper nicht mehr als Leinwand und den Willen keinesfalls als Pinsel deuten, sondern nur noch Schmerzen verbreiten, anstatt diese zu untersuchen. Und mit dieser banalen Verfahrensweise leitet Anthony Hickox den Ausverkauf der Hellraiser-Reihe ein: Die Saat der Qual wird nicht mehr gesät, sie wird unter mäßigen Schauspielleistungen, lächerlichen Psychologismen und kreischender Effekthascherei verschüttet. Als Tiefpunkt des Filmes erweisen sich die Einblick in das Seelenleben von Hauptdarstellerin Joey (Terry Farrell, Get a Life!), die im Traum immer wieder den Kriegstod ihres Vaters in Vietnam miterleben muss. Nicht nur sind diese Einschübe mit ihrem seltsamen Dorfpark-Flair unheimlich minderwertig gestaltet, sie nötigen den nunmehr in sich zerissenen Pinhead auch, zu einer Art Freddy Krueger zu werden, wenn er Träume als neuen Nährboden des Grauens erkennt.

Fazit

Der erste Schritt, um die "Hellraiser"-Reihe ihrem Untergang zu weihen. Anthony Hickox ist kein schlechter Regisseur, aber ihm fehlt das Feingespür, um die mehrdeutigen Motive der Vorgängerfilme auf seinen Film zu transferieren und auszubauen. "Hellraiser III" ist vor allem laut und schnell, allerdings niemals derart grell, dass er als launiger Reißer funktionieren würde.

Autor: Pascal Reis

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