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Inhalt

Kirsty befindet sich mittlerweile in einer psychiatrischen Anstalt, um dort über den Tod ihrer Mutter Julia hinwegzukommen. Als Dr. Channard, ihr behandelnder Arzt, eine Nachricht erhält, was Kollegen von ihm im Elternhaus Kirstys gefunden haben, bittet sie ihn, die blutgetränkte Matratze, auf der ihre Mutter gestorben ist, zu vernichten, weil sie Angst davor hat, ihre Mutter könnte, ebenso wie ihr Onkel Frank, von dunklen Mächten wieder zum Leben erweckt werden.

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Kritik

„Wir haben die Ewigkeit, um dein Fleisch kennenzulernen.“

Eine Fiktion der Extreme hatte Kultautor, Graphiker, Maler und Gelegenheitsregisseur Clive Barker (Cabal – Die Brut der Nacht) vor Augen, als er 1986 mit Hellraiser erst literarisch und ein Jahr später dann auch filmisch das Tor zur Hölle auftrat. Das zeitgenössische Feuilleton verstand sich angesichts Barkers fantastischer Vision eines lustvollen Infernos natürlich wunderbar darauf, die Nase gehörig zu rümpfen, während Pinhead und sein Gefolge quasi (zweimal) über Nacht zu Ikonen der Populärkultur heranwuchsen. Und ganz ehrlich: Hellraiser – Das Tor zur Hölle ist einer der eindrucksvollsten Horrorfilme des 1980er Jahre Kinos geworden, weil Barker hier mit dem entscheidenden Impetus und Stilwillen aufgezeigt hat, dass das Grauen, welches von den sogenannten Zenobiten ausgeht, selbst immer eine Frage der Perspektive ist: Für manche sind sie Engel, für die anderen Dämonen.

Dass die Fortsetzung einen entsprechend schweren Stand haben sollte, erklärt sich von ganz allein, vor allem nachdem Barker öffentlich kundgegeben hat, dass er selbst keinen Nachfolger einplante, die Rechte zu diesem Zeitpunkt aber bereits verkauft hatte. Als Co-Autor und Produzent in Erscheinung tretend, gab Barker die Arbeit an Hellbound - Hellraiser II so jedenfalls nicht gänzlich aus seinen Händen, überließ die Inszenierung aber dem Debütanten Tony Randel (C2 – Killerinsekt), der zuvor beispielsweise für die visuellen Effekte in John Carpenters Die Klapperschlage verantwortlich war. Das Ergebnis mag zwar nicht mit dem herausragenden Original Schritt halten können, der durchweg respektvoll mit dem Erstling umgehende Hellbound - Hellraiser II aber glänzt immer noch durch ein ungemein originelles, eigentümliches und durchaus schauriges Verständnis für die unbetretenen Pfade der menschlichen Begierde.

Im Zentrum der Handlung steht erneut Kristy Cotton (Ashley Laurence, Beverly Hills, 90210), deren Erlebnisse in Hellraiser – Das Tor zur Hölle in der Exposition noch einmal wie Erinnerungsblitze in das Bewusstsein des Zuschauers einschlagen und sie daraufhin als Patientin in einer psychiatrischen Einrichtung zeigen. Dass der Gehirnchirurg Dr. Philip Channard (Kenneth Cranham, Ein gutes Jahr) ein ausgeprägtes Interesse für die merkwürdigen Geschichten aufweist, die Kristy zu erzählen hat, lässt das vergangene Blutvergießen natürlich nicht vergessen, sondern von Neuem aufatmen. Tony Randel ist es in Hellbound - Hellraiser II indes nicht nur daran gelegen, aufzuzeigen, dass man niemanden mit der Macht des mystischen Würfels für immer wegsperren kann, sondern damit nur eine neue Hölle für sich und andere eröffnet. Sein inszenatorisches Interesse gilt gleichermaßen der Abbildung jener individuellen Höllen.

Suchte Cliver Barker in Hellraiser – Das Tor zur Hölle noch einen Zugang, die Abgründe seiner Figuren intrinsisch herzuleiten, also das Grauen aus seinen Akteuren herauszutragen, so ist Hellbound - Hellraiser II weitaus effektreicher und audiovisuell vehementer, wenn es darum geht, die Hölle der Zenobiten als ein Labyrinth des menschlichen Geistes zu interpretieren. Tony Randal kehrt die Motive des ersten Teils noch massiver an die Oberfläche, bleibt der ambivalenten Ausdrucksform aber treu, wenn er aufzeigt, dass Angst auch immer mit einem Teil Neugierde korreliert; dass sich Leidenschaft auch immer aus dem brachialen Akt der körperlichen Zerstörung und Deformation ergibt. Erneut vereinen sich Libdo und Destrudo und zerfleischen sich im Wechselspiel aus Hingabe und Verweigerung regelrecht selbst. Diese Sadomaso-Version eines psychosexuellen Gruselkabinetts bleibt  weiterhin eine alptraumhafte Grenzerfahrung.

Fazit

Mit "Hellraiser – Das Tor zur Hölle" mag "Hellbound - Hellraiser II" nicht mithalten können, einen beachtlichen Nachfolger aber hat Tony Randal hier zweifelsohne in Szene gegossen. Der tiefe Blick in unser Unterbewusstsein ist hier ein effektreicher Höllenritt durch die Alptraumlandschaft unserer Geistes. Mag das Budget den visuellen Einfällen oftmals auch nicht nachkommen, so ist dieser schaurige Diskurs über die Abgründe der menschlichen Existenz auch im zweiten Teil noch hochgradig wirkungsmächtig.

Autor: Pascal Reis

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