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Mit Schrecken, aber auch breitem Grinsen, erinnert man sich gerne an den Mogwai Gizmo und den Horror, den seine Nachkommen im verschlafenen Städtchen Kingston Falls verursacht hatten („Gremlins“). Die Horrorkomödie von 1984 war ein kolossaler Erfolg, so dass eine Fortsetzung sechs Jahre später zustande kam. Wer das Chaos des Vorgängers schon als unerreicht ansah, sollte sich wundern, denn die Abkömmlinge des niedlichen Pelztiers sind noch chaotischer geworden. Mit alten Bekannten, aber auch vielen neuen Ideen, versuchte ein eingespieltes Filmteam dem Nachfolger neues Leben einzuhauchen, verzichtet auf ein Grundelement des Vorgängers, um ein anderes in den Vordergrund zu bringen.

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Kritik

Nach sechs Jahren sind Billy Peltzer und seine Freundin Cate nach New York gezogen und arbeiten im Wolkenkratzer des Medienmoguls Daniel Clamp (Ähnlichkeiten zu Donald Trump durchaus gewollt). Durch das Ableben seines alten Besitzers landet zufälligerweise auch der Mogwai Gizmo in dem Gebäude. Es dauert nicht lange, bis wieder einmal die drei Grundregeln im Umgang mit dem Pelztier nicht beachtet werden. Schon bald breiten sich die Abkömmlinge von Gizmo in dem Medienturm aus, und terrorisieren wie schon damals die Menschen. Noch schlimmer wird es, als sie ein Genlabor in Beschlag nehmen, durch dessen Inventar sie zu allerlei Abarten mutieren…

Während der erste Teil noch vordergründige Horrorelemente eingeflochten hatte, verzichtet der Nachfolger bewusst darauf, auch wenn er stilistische Mittel verwendet, die Spannung suggerieren. Als Zuschauer nimmt man diese Mittel gerne mit, um der Ausrichtung etwas Abwechslung abzugewinnen. Denn Teil Zwei ist keine Horrorkomödie mehr im Sinne des Originals, sondern wurde auf den humoristischen Faktor komprimiert. Es ist schon viel dem Zufall geschuldet, dass in der Metropole New York alle Zutaten wie Protagonisten, Locations und andere Elemente zusammenfinden, was aber auch niemanden zu stören scheint. Es passt wie die Faust aufs Auge, wenn Gizmo zufällig im selben Gebäude wie seine einstigen Halter landet, er zufällig noch von einem Wasserstrahl getroffen wird und die stressigen Kinderchen sich nach Mitternacht in einem betriebsamen Hochglanzwolkenkratzer den Bauch vollschlagen. Da scheint die Logik ein wenig auf der Strecke zu bleiben, die man aber auch getrost vergessen kann. Gremlins 2″ ist reines Unterhaltungskino, das keine Logik braucht.

Man sollte sich lieber darauf konzentrieren, was der Film so alles zu bieten hat. Nach dem augenzwinkernden Original bleibt der Nachfolger eher vordergründig und experimentiert geradezu mit gegebenen Möglichkeiten. Das ist noch lange nicht im Einzeldesign der Gremlins vorbei (welches wieder schauderhaft Old-School ist) – nein, es wird auch noch ein Genlabor eingefügt, dessen zweifelhafte Errungenschaften prädestiniert sind, mit den Monstern zu funktionieren. Das schon vorhandene Chaos wird so noch mal potenziert, und so haben allerlei Gremlins-Abarten ihren urkomischen Auftritt. Ob Spinnenbösewicht, Gremlinweibchen oder bebrillter Intelligenzbolzen – das Portfolio an den kleinen Nervgeistern scheint schier unersättlich. Die haben sich schon im Vorgänger sehr anarchistisch verhalten, toppen sich aber in dieser Fortsetzung bei weitem.

Neben den Monstern als eigentliche Stars haben die Menschen noch ihren kleineren Part im Film inne, denen kritischere Töne angehaftet wurden. Die einzelnen Stereotypen in den Nebenrollen konnte man immer wieder mal sozialkritische Merkmale anhaften, und vor allem solche Thematiken wie Medienkritik und moderne Verhaltensmuster werden schonungslos offengelegt. Das ist allerdings keine bitterböse Farce geworden, sondern bleibt in vielen Momenten slapstickhaft überdreht und somit sympathisch. Wenn letztlich noch der Film reißt und so manche Altstars ihr Fett wegbekommen, dann darf sich der Streifen auch gerne selbstironisch nennen. Wobei wir schon bei den Darstellern sind. Die füllen ihre Parts passend aus, auch wenn sie eher komödienhaft und etwas oberflächlich bleiben. Ein wenig sticht (fast wie immer) Christopher Lee heraus, der den wahnsinnigen und etwas diabolischen Laborchef mimt. Ansonsten werden die alten Bekannten durch herrlich überdrehte Rollen ergänzt, in der John Glover als trotteliger Medienmogul oder Robert Picardo als dessen Sicherheitschef die Sympathien auf ihre Seite ziehen können.

Fazit

Weniger Horror, dafür mehr Komödie wurde in der Fortsetzung ausgelegt, und dieser Schritt ist durchaus kein schlechter geworden. "Gremlins 2" punktet in Sachen Humor noch weit mehr als sein Vorgänger und ist teils so überdreht durch die kleinen Monster, dass genügend Platz für so etliche Lachattacken ist. Auch die vordergründige Gesellschaftskritik ist wohl platziert, so dass nicht nur klamaukhafte Unterhaltung geblieben ist.

Autor: Sascha Wuttke

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