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Inhalt

Nachdem Psychiaterin Miranda Grey (Halle Berry) in einer regnerischen Nacht einem Mädchen auf der Straße ausweichen muss und ihr Bewusstsein verliert, erwacht sie in einer Zelle ihrer eigenen Anstalt wieder. Sie wird beschuldigt, ihren Mann ermordet zu haben und muss sich einer Behandlung durch ihren Verehrer und Kollegen Pete Graham (Robert Downey jr.) unterziehen. Doch kommt Miranda nicht zur Ruhe - immer wieder verfolgen sie Visionen des Mädchens, und auch ihre einstige Problempatientin Chloe (Penélope Cruz) wird in den Fall verstrikt. So gerät sie in einen Strudel aus Rache und erschreckenden Wahrheiten...
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Kritik

Mit "Gothika" wird man wortwörtlich sein blaues Wunder erleben, denn ist der Film stilistisch größtenteils so arg in blaue Farbe getunkt worden, dass selbst James Camerons Cyborg-Klassiker dagegen abstinken. Man erkennt hier zwar die Absichten der visuellen Darstellung sehr gut, jedoch bleibt ein wenig der Eindruck hängen, dass es irgendwie auch zu viel des Guten gewesen sein könnte. Dabei hat die Kameraarbeit viel Potenzial gehabt, aus diesem Mysterythriller eine wahre Bilderflut laufen zu lassen. Leider sind Format und alther gebrachte Stimmungsmacher wie flackernde Lampen dermaßen berechenbar eingesetzt worden, dass nicht mal erinnerungswerte Eyecatcher hängen geblieben sind.

Gleiches muss man auch bei der Story bemäkeln. Es lässt sich erahnen, wo die Geschichte hinführt und verbrät gleich sehr viel an Aufklärung in der ersten Spielhälfte, so dass man nur hoffen konnte, dass da noch etwas Spannendes hinterher käme. Das tut es Gott sei Dank auch und lässt den Zuschauer trotz der schnellen Offenbarungen weiter rätseln - ein dickes Plus für das Werk, da hätten ähnliche Genrevertreter sich die Finger nach geleckt. Dennoch hätte man sich gewünscht, wenn der Spannungsbogen eher klassisch gespannt worden wäre und nicht die gezeigten Kapriolen schlägt, und so wirkt der Film auch ein bisschen überambitioniert. Genau das Gegenteil ist dann in der Figurenzeichnung zu beobachten. Hier wurde wirklich nur das Nötigste aufgebaut, und man baut auch nur zur Protagonistin einen leichten Bezug auf, was dann auch in einem zu kurzen und spannungsarmen Finale gipfelt.

Auch zeigt sich, dass Recherchen für eine Story teils sehr von Vorteil sein können, und genau dies hätte der Geschichte auch gut getan. Leider bezieht sich nur der Titel auf alte Schauerromane und die wegweisende Tätowierung während einer Vergewaltigung hat noch etwas historischen Bezug zu bieten, der Rest wirkt dann letztlich zu halbwissend. Da helfen auch ein paar Behandlungsmethoden der Psychologie nichts mehr, wenn sie von den Darstellern mal in den Raum geworfen werden, und selbst die bittere Wahrheit, die Miranda Grey später erfahren muss, diente hier nur als Schockmoment in einem kriminalistisch minderwertigen Verwirrspiel.

Im Grunde wird der Film abseits der Storyschwächen nur von den Schauspielern dicke zusammen gehalten, was er vor allem Halle Berry verdankt. Auch wenn ihre Figur für den Aubau manchmal nicht nachvollziehbar agiert, gab sich die Oscar-Preisträgerin größte Mühe, ihr Gefühlschaos mitreißend darzustellen. Routiniert, aber durchaus gelungen sind auch die Nebenrollen, die mit Robert Downey jr., Charles S. Dutton oder Penélope Cruz hochkarätig besetzt sind. Dadurch gewinnt der Film ordentlich an Qualität, so dass man ihm doch noch durchgängig etwas abgewinnen kann.

Fazit

Wären in "Gothika" keine hochkarätigen und gelungenen Schauspielerleistungen zu sehen gewesen, wäre der Mysterythriller leider als Pleite durchgegangen. Die Story hat zu viele Löcher, die niemand stopfen wollte, aber wiederum spannende Entwicklungen zu bieten, die niemand gewillt war, konsequent weiter zu führen. So muss sich "Gothika" damit begnügen, dass man trotz der Vorhersehbarkeit wissen will, was und warum etwas geschieht. Ansonsten lebt der Thriller eindeutig von seiner Hauptdarstellerin, die wirklich jedes Pfund in die Rolle wirft, das ihr möglich war einzusetzen.

Autor: Sascha Wuttke

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