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Ein namenloser Schwertkämpfer (Ti Lung) zieht einsam durch das alte China. Sein Ziel: Den Titel "König der Schwerter" um jeden Preis zu gewinnen. Dafür geht der Namenlose ohne Skrupel gegen jeden Konkurrenten vor, nur um schlussendlich den aktuellen Titelträger Lu Tien Kang (Ku Feng) im Kampf auf Leben und Tod herauszufordern. Kurz vor seinem langersehnten Ziel, lernt er jedoch die schöne Ho Lien (Lin Chen-Chi) kennen. Der namenlose muss sich entscheiden: Soll er seinen Traum aufgeben um mit seiner großen Liebe zu leben oder entscheidet er sich gegen sie und wählt den Kampf?

Kritik

Ti Lung galt Ende der 70er Jahre als Garant für hervorragende Schwertkampf-Filme, welche sich besonders durch grandiose Choreografien auszeichneten. Auch Das blutige Schwert der Rache, von Regisseur Shan Hua, fällt in die Kategorie des Wuxia-Genres (Schwertkampf). Doch allen Anschein zum Trotz, geht es in der Story nicht um ein simples Rachemotiv, wie der Titel so leichtgläubig vermittelt, sondern um die Ehre der alten traditionellen Schwertkämpfer.

"Kalter Stahl kennt keine Gnade." Mit diesen wenig erfreulichen Worten lässt sich am besten beschreiben, worum sich die Geschichte hauptsächlich dreht. Es geht nicht um die klassischen Formen von gut oder böse, sondern vornehmlich um die eindringlichen Helden. Diese gestalten sich finster, kühl, amoralisch und gnadenlos. Besonders die Rolle des Namenlosen ist geprägt von einer stets kalten abweisenden Art. Die daraus entstehenden Beziehungen zwischen den Figuren, stehen ganz klar im Vordergrund. Zwar schafft es Regisseur Shan Hua dabei nicht, ihnen ein ausgereiftes Profil zu verleihen, doch vor allem durch den unterschwelligen Konflikt des Namenlosen im Bezug auf seine Liebe zum Kampf oder zu  Ho Lien, fiebert man als Zuschauer mit.

Die Geschichte selbst lässt sich im Groben als lose Rahmenhandlung beschreiben, die hauptsächlich als Spielfeld für die vielen hervorragenden Kämpfe dient. Dennoch weiß Das blutige Schwert der Rache stets an vielen Stellen zu verblüffen und wartet sogar mit einem wendungsreichen wie auch spannenden Finale auf. Anfangs rasant, entwickelt sich besonders zur Mitte hin eine ausgereifte Liebesgeschichte, welche der Story die fehlende Substanz verleiht. Mit leichtem Humor, einer passenden Musikuntermalung sowie einer guten abwechslungsreichen Kulisse, ergibt sich so eine kleine Genreperle. Besonders im Hinblick auf die drastische Darstellung von Gewalt und Sex, dürfte das Werk auch heute noch überraschen.

Für den nötigen Martial-Arts-Anspruch, sorgen die ausgezeichneten Schwertkämpfe die Ti Lung von seiner besten Seite zeigen. Die Kämpfe sind realistisch, hart, brutal und stets abwechslungsreich. So darf der Namenlose einmal gegen eine größere Gruppe von Kämpfern antreten, ein anderes Mal gegen einen besonders raffinierten Gegner oder er setzt sich spektakulär mit Fäusten zur Wehr. Die verspielten Kameraeinstellungen sorgen zudem dafür, dass man stets einen guten Überblick über das Geschehen bekommt. Sogar Zeitlupeneffekte und kleinere technische Spielereien finden ihren Weg in die Kämpfe. So zählen die Schwertkampfszenen von Das blutige Schwert der Rache ganz klar zu den besten des Genres. In Sachen schauspielerischer Leistung können hingegen nur Ti Lung als namenloser Kämpfer und Feng Ku als Lu Tien Kang "König der Schwerter"  überzeugen. Der Rest bedient sich eher klassischen Klischees und kann sich so nicht in den Vordergrund spielen.

Fazit

Die Geschichte von "Das blutige Schwert der Rache" an seinen einmaligen Figuren auszurichten, erweist sich als Glücksgriff. Die daraus entstehenden Konflikte und Wendungen sorgen dafür, dass sich die Geschichte um den Titel "König der Schwerter" deutlich von seinen Genre-Kollegen abhebt. Für Fans ein absoluter Muss, denn die vielen glorreichen Kämpfe und ein Ti Lung in Bestform, machen aus diesem Shaw-Brothers-Film eine kleine Perle ihrer Zeit.

Autor: Thomas Repenning

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