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Bei ihren zweiten Flitterwochen gerät ein Paar in die Geisterstadt Gatlin, in der ein religiöser Kult bestehend aus Kindern jeden opfert, der das 19. Lebensjahr vollendet hat.

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Kritik

Back to the Roots. Nachdem das halbe Dutzend voll und nichts davon auch nur einen lauwarmen Maisfladen wert war, wurde die an sich brauchbare Idee (was tendenziell sinnvoll ist) für’s TV neu aufgewärmt. Nicht unbedingt ein Remake zum ersten (noch im Kino gelaufenen) Film von Kinder des Zorns aus dem Jahr 1984, sondern eher eine weggetreuere Umsetzung der minimalistischen Kurzgeschichte von Stephen King (Der Dunkle Turm), an deren Drehbuch er diesmal sogar direkt mitwirkte. Was für Blauäugige deshalb noch interessant klingen mag ist für King-Film-Veteranen wie ein Warnsignal. Wenn der Meister selbst am Film rumwurschtelt, kann es nicht gut werden. Meistens sogar total mies. Ein skurriles Phänomen. Stephen King hat bis heute wohl nicht verstanden, wo der Unterschied zwischen Literatur und Film liegt, wird es wohl auch nie. Kritisiert im Gegenzug lieber die, die den Spagat erfolgreich praktizieren. Aber das ist eine längere Geschichte. Deutlich länger als seine Grundlage zu Kinder des Zorns, die 25 Jahre nach der Erstverwertung nun im Fernsehen ein Reboot erlebte.

Es gibt nur ansatzweise positive Bruchstücke an diesem Film, eigentlich nur eines: Seine relativ werkgetreue Adaption. Natürlich wegen King als Co-Autor. Das Gute daran ist das (gefühlt) bessere Ende, das eben eher dem Geist der Geschichte folgt. Alles andere ist peinlicher Schund. Die erste Verfilmung war schon schwach, versuchte aber wenigstens eine filmisch viel zu dünne Grundlage halbwegs sinnvoll auszubauen, scheiterte in der mäßigen Umsetzung und besonders dem albernen Finale. Gerade bei Letzterem sollte diese neue bzw. „echte“ Variation im Vorteil sein. Wäre sie womöglich auch, aber das ganze Drumherum verdirbt einem selbst die bessere, konsequentere Pointe.

Selbst für eine TV-Verfilmung wirkt die Umsetzung einer Stephen-King-Geschichte unfassbar schäbig, unter normalen Bedingungen sollte man versuchen daraus Gold zu schürfen. Überhaupt liegt die große Misere des Franchise darin, dass auch beim x-ten Versuch nur noch größerer Schrott entstand, obwohl da durchaus Potenzial drinsteckt. In einem weit entfernten Paralleluniversum existiert bestimmt ein adäquater Children of the Corn-Film, und so schwer dürfte es eigentlich auch gar nicht sein, dieser ist es definitiv nicht. Unterbietet sogar das ohnehin müde, billige und am Ende zu glattgebügelte Original noch mühelos. Bei den Möglichkeiten und der hoffentlich doch inzwischen realisierten Verschwendung sollte es doch wenigstens einen Verantwortlichen geben, der sofort „HIER!“ bei dem erneuten Versuch schreit. Entweder er hat geschwiegen, er war der Falsche, oder er war leider der Einzige über 19 beim Meeting. Ab hinter die Reihen!

Fazit

Lausig, desinteressiert inszenierter TV-Ramsch, der sich zwar dichter an der literarischen Vorlage bewegt und trotz der besseren Pointe nicht in der Lage ist diesen als effektivere Umsetzung zu etablieren. Es wird eher deutlicher, wie dürftig in dieser Form die Grundlage geeignet ist für einen abendfüllenden Spielfilm. Erstaunlich, wie eine so hintergründige Basis bei endlosen Anläufen keine vernünftige Version spendiert bekam. Wer das Thema zurecht interessant findet, unbedingt „Ein Kind zu töten“ ansehen. Mais kommt bekanntlich nur unverdaut wieder hinten raus…

Autor: Jacko Kunze

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