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An der Küste Schottlands wird eine Flaschenpost aufgefunden. Deren Absender erzählt eine unglaubliche Geschichte, die er selbst erlebt hat:Während des Ersten Weltkrieges wird ein amerikanisches Schiff von einem deutschen U-Boot versenkt. Eine Handvoll Überlebender, unter ihnen Bowen Tyler und die Biologin Lisa Clayton, können sich auf einem Ruderboot retten und das U-Boot entern. Tyler macht den Kommandierenden Dietz und Kapitän Schönfeldt erfolgreich das Kommando des U-Bootes streitig. Dietz manipuliert den Kompass, um Richtung Süden zu einem Versorgungsschiff zu fahren. Tyler gelingt es aber, das Versorgungsschiff zu torpedieren, und so verfügt das U-Boot nur noch über begrenzte Vorräte.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Diese verdammte Insel ist stärker als wir!“

Was war das doch für magischer Moment, als sich vor den weit aufgerissenen Augen des Dr. Alan Grant (Sam Neill, The Commuter) eine Horde Brachiosaurier in voller Pracht präsentierten. Zwanzig Jahre bevor sich die gewaltigen Tore des Jurassic Park unter der kongenialen Regie von Steven Spielberg (Ready Player One) öffneten, war es Kevin Connor (Fackeln im Sturm), der mit Caprona – Das vergessene Land jene in den 1990er Jahren aufkeimende Dinosaurier-Manie in gewisser Weise vorwegnahm: Zu den stimmungsvollsten Einstellungen seines Films gehört ebenfalls ein Brachiosaurus. Basierend auf dem Roman The Land That Time Forgot von Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs, ergeht sich das Leinwand-Abenteuer auf angenehm naive Art in der Fabulierlust der Vorlage und kann heute vor allem von seinem nostalgischen Faktor Gebrauch machen.

Schon in den 1970er Jahren musste man sich als Zuschauer mit einem nicht kleinzuredenden Trash-Appeal arrangieren, den der vom Amicus-Filmstudio produzierte Caprona – Das vergessene Land mit sich bringt. Allerdings ist dieser Umstand auch ein Grund dafür, warum man sich die Reise auf die von der Zeit vergessenen Insel heute noch wunderbar zu Gemüte führen kann: Kevin Connors Inszenierung mag tricktechnisch keine Bäume ausreißen, verfügt aber über ausgeprägtes Herzblut, was dem Film ein nicht zu unterschätzendes Maß an analogem Charme einräumt. Angesiedelt zu Zeiten des 1. Weltkrieges, schließen sich Deutsche und Briten zu einer Zweckgemeinschaft zusammen, mit dem Ziel, zurück zum Festland zu gelangen. Da der Kompass an Bord jedoch sabotiert wurde, steuert das U-Boot sechs lange Tage in die falsche Richtung und landet im Nirgendwo der südlichen Gewässer.

Und so beginnt eine unglaubliche Geschichte, die, wie es das Voice Over formuliert, wie eine Sturmflut auf den Geist des Menschen einschlägt. Unverkennbar als Hommage an klassische Creature-Feature angelegt, an denen sich noch Namen wie Ray Harryhausen (Sindbads siebte Reise) beteiligten, scheint Caprona – Das vergessene Land von einem fast schon kindlichen Entdeckerdrang beseelt worden zu sein und lässt die Protagonisten eine Insel erkunden, auf der sich nicht nur jede Menge Tiere und Pflanzen aus der Prähistorie bestaunen (oder bekämpfen) lassen, sondern auch die Evolution der menschlichen Rasse nach ihren ganz eigenen Regeln verläuft. Mag Caprona – Das vergessene Land auch die kritischen Gedanken zum zerstörerischen Habitus der modernen Zivilisation dem effektvollen Treiben unterordnen, in seinen letzten Minuten scheint der Fantasy-Flic fast melancholische Tendenzen aufzuweisen. Wir alle jedenfalls sind unseres eigenen Schicksals Schmied.

Fazit

Mit Herzblut und Fabulierlust erweist sich "Caprona – Das vergessene Land" heute als nostalgischer Ausflug in klassische Creature-Feature-Zeiten. Tricktechnisch war der Film von Kevin Connor schon in den 1970er Jahren von einem gewissen Trash-Appeal eingeholt, kann dadurch aber einen anlogen Charme gewinnen, der das Sehvergnügen auf naive Art und Weise angenehm erdet. Der Ausflug auf die von der Zeit übergangene Insel kann sich auch heute noch durchaus zu Gemüte geführt werden.

Autor: Pascal Reis

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