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Actionfilm basierend auf einem Roman von William P. Kennedy. Die Regis-High-School ist eine Schule für schwer erziehbare, kriminelle Jugendliche und Schauplatz einer Geiselnahme durch Terroristen, deren Anführer die Freilassung seines Vaters, eines kolumbianischen Drogenkönigs, erreichen will. Mit einer Handvoll Schüler, die dem Terror-Team einen Strich durch die Rechnung macht, hat allerdings niemand gerechnet! Der Abenteuerspielplatz wird zum Kriegsschauplatz. Der Kampf beginnt!
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die 80er Jahre waren klar geprägt durch das testosterongeladene Actionkino. Muskelbepackte Hünen wurden zu Ikonen einer ganzen Generation. Ende der 80er änderte sich allerdings dies schlagartig durch Stirb Langsam. Die Helden mussten nicht mehr nur noch Muskeln haben, denn Bruce Willis zeigte uns, dass jeder ein Held sein kann. Doch nicht nur die Figur der Helden änderte sich abrupt, sondern auch das Storykonstrukt. Stirb Langsam war zwar nicht der erste Film in dem es um eine Geiselnahme geht, aber vielleicht der Bekannteste. Dieses Geisel – Terroristen – Held Szenario wurde in den 90er Jahren unzählige Male kopiert. Schlussendlich änderte sich nur der Ort der Handlung.

Liest man sich nun die Story von Boy Soldiers durch, mag man unweigerlich an einen weiteren "Stirb Langsam" Klon denken. Dies ist allerdings nicht der Fall. Denn obwohl alle notwendigen Komponenten vorhanden sind, ist der Fokus ein anderer. Es geht weniger darum, die Terroristen mit Muskelkraft und reichlich Munition umzubringen, sondern mit Köpfchen gegen eine unbesiegbare Übermacht zu kämpfen. Und genau hier liegt der Reiz von Boy Soldiers. Dem Zuschauer ist von der ersten Minute an klar, dass die Schüler unmöglich gegen die Vielzahl der Terroristen gewinnen können. Bevor es also zu peinlichen Kopfschüttel-Momenten kommt, bewegt sich der Film in eine gänzlich andere Richtung als ähnlichen Genrevertretern. Die Schüler agieren im Geheimen um Informationen an die Behörden weiter zu geben. Keine einsamen Helden, sondern eher der Versuch eine logische und nachvollziehbare Geschichte zu erzählen, lautet die Devise. Und das Konzept ist aufgegangen. Wer allerdings auf der Suche nach brachialer Action ist, ist hier an der falschen Adresse. Die Actionszenen sind sparsam eingesetzt, funktionieren aber auch heute noch ziemlich gut.

Nun könnte man meinen, dass Boy Soldiers dadurch etwas fade oder gar langweilig ausfällt. Weit gefehlt, denn es gibt viele Spannungsmoment und interessante Wendungen. Ein weiterer Pluspunkt  ist die namenhafte Besetzung. Neben einem wirklich gut aufgelegtem Sean Astin (seinen Durchbruch schaffte er leider erst 10 Jahre später mit Der Herr der Ringe) spielen viele bekannte Stars wie Louis Gossett Jr., R. Lee Ermey, Will Wheaton oder auch Denholm Elliott mit. Damit war Boy Soldiers 1991 fast schon überbesetzt. Zwar hat niemand die Möglichkeit, seine Rolle voll und ganz auszuleben, doch spielt dies bei einem Film dieser Sorte allerdings eher eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist die Darstellung ihrer Figuren und hier überzeugen alle Beteiligten. Vielleicht ist gerade die Besetzung der Grund, warum Boy Soldiers über dem Durchschnitt liegt und unter Actionfans durchaus einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzt. So richtig konnte er sich allerdings nie gegenüber seinen Genrekollegen durchsetzen. Vielleicht ändert sich dies nun durch das Re-Release und die Listenstreichung vom Index.

Fazit

Mit den richtigen Erwartungen kann Boy Soldiers auch heute noch unterhalten. Wer allerdings einen „Stirb Langsam“ Klon in einer Schule erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Hier handelt es sich eher um einen ruhigeren Actionfilm, welcher allerdings zu keiner Minute in die Langeweile abdriftet.

Autor: Christian Kühnemann

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