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"Blade of the Immortal" legt gleich mit einem solchen Leichenberg los! Verantwortlich dafür ist der tief gefallene Samurai Manji, der tödlich verwundet aus der Schlacht hervorgeht. Eine Hexe findet ihn und verleiht ihm ungefragt Unsterblichkeit. 50 Jahre später: Die kleine Rin schwört Rache an dem Mörder ihrer Eltern, dem androgynen Master Anotsu. Das Mädchen wendet sich an unseren legendären Eremiten Manji, der inzwischen den sinnigen Beinamen „Hundred Killer“ verpasst bekommen hat. Er wird Rin helfen – und den einhundert Toten noch einige weitere hinzufügen.

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Kritik

Nachdem es in jeder anderen Besprechung zu Blade of the Immortal zu lesen, muss scheinbar auch hier erwähnt werden, dass es sich hierbei um Takashi Miike's 100. Film handelt und Gefahr laufen ihn als Filmemacher auf sein hohes Arbeitstempo zu reduzieren. Ja, das ist Takashi Miike's 100. Film. Hurra!

Blade of the Immortal ist eine Adaption des gleichnamigen Mangas von Hiroaki Samura, das bereits im Jahr 2008 in Form einer Animeserie adaptiert wurde (die nicht so gut gewesen sein soll). Miike scheut sich hierbei keineswegs davor die Manga-Herkunft des Stoffes zu zelebrieren, sodass Blade of the Immortal mit einer unbestreitbaren Fantasy-Pulp-Atmosphäre daherkommt, was man so oder so sehen kann. Obwohl es für einen erhöhten Spaßfaktor sorgen kann, ist es dennoch durchaus legitim es als zu "over the top" zu kritisieren. Dabei handelt es hier aber um einen Samurai-Film über einen unsterblichen Krieger, dessen Wunden durch seltsame Blutwürmer in seinem Körper geheilt werden, weshalb jegliche Kritik bezüglich der "unglaubwürdigen" Inszenierung man schon im Keim ersticken könnte.

Manji (Takuya Kimura), der "Hundred Killer" (er massakrierte einst ein hundert Männer), nimmt das Mädchen Rin (Hana Sugisaki) unter seine Fittiche, die sich an Kagehisa Anotsu (Sota Fukushi) rächen möchte, der ihren Vater ermordete und ihre Mutter verschleppte. Die Ähnlichkeiten zu Logan sind unbestreitbar, doch ist Blade of the Immortal näher zum Anime-Film Sword of the Stranger aus dem Jahr 2007. Wenn man noch weiter zurück gehen möchte, erkennt man sogar Ähnlichkeiten zum Manga-Klassiker Lone Cub and Wolf von 1970. Letztendlich bedient sich auch Blade of the Immortal der immer wieder auftauchenden, aber nie uncool werdenden Prämisse des einsamen Krieger-Anti-Helden mit dem Kind, das er/sie versucht zu beschützen.

Die Geschichte fällt hierbei etwas simpel, aber durchaus kompetent und mehr als nur zweckdienlich aus. Was etwas störend auffiel, ist das fehlende Fingerspitzengefühl im Storytelling, da sich nach etwa 30 Minuten ein "Kampfszene-Exposition-Kampfszene-Exposition"-Muster im Drehbuch offenbart. Aber mal im ernst ... was für eine Art Film ist Blade of the Immortal? ... Genau.

Fazit

"Blade of the Immortal" läuft die gleiche "Des-Lebens-Überdrüssiger-Krieger-Findet-Wieder-Sinn-Im-Leben-Indem-Er-Ein-Kind-Unter-Seine-Fittiche-Nimmt"-Schiene, wie "Logan", "Sword of the Stranger", "The Last of Us" und "Lone Wolf and Cub" und besticht dabei mit einer guten Prise Humor, toll-choreographierten Kampfszenen ... und Blut. So viel Blut. Zwar ist die Kamera beizeiten etwas zu shaky und nah am Geschehen; die Story hätte etwas feiner und weniger "in your face" sein können und mit 150 Minuten gute zwanzig Minuten zu lang, aber hey. "Blade of the Immortal" ist Samurai-Schnetzel-Kost erster Klasse und ein Muss für Leute, die kein Problem damit haben Gliedmaßen fliegen, literweise Blut fließen und Gedärme flattern zu sehen.

Autor: Kadir Güngör

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