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Inhalt

Der Profi-Gamer Max Troy wird von der Spielefirma Sentinel beauftragt, deren neuesten Ego-Shooter noch vor der Veröffentlichung zu testen. Schnell merkt er, dass etwas sonderbar ist: Sobald er ein Level abgeschlossen hat, passieren die gleichen Dinge auch in der Realität. Er findet heraus, dass der Protagonist des Spiels im wirklichen Leben der ehemalige Sentinel-Mitarbeiter Orson Creed ist. Doch wer hat ein Interesse daran, Orsons Tätigkeiten gezielt fernzusteuern und zu kontrollieren? Die beiden tun sich zusammen, um herauszufinden, wer hinter dieser Verschwörung steckt.

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Kritik

In einem Zeitalter in dem Virtual und Augmented Reality sich langsam im Alltag etablieren, Spielekonzerne Gewinnbeträge einfahren, von denen andere Firmen nur träumen können und Gamer auf Twitch und Co. eine riesige Fangemeinde um sich scharen, liegen Filme, die sich diesem stabilen Trend annehmen, nahe. (Matt's Chance) sieht ebenfalls eine Chance in diesem Feld und schafft gemeinsam mit der Firma Mirror Images LTD den eher als B-Movie zu klassifizierenden Streifen Beta Test.

Die Geschichte um den Spieletester Max Troy (Larenz Tate, L.A. Crash) beginnt harmlos, entpuppt sich aber als abgekartetes Spiel der Firma Sentinel, die eine neue Art von Spielerlebnis schaffen will. Dafür entführen sie den ehemaligen Mitarbeiter der Firma Orson Creed (Manu Bennett, Der Hobbit - Eine unerwartete Reise), den Max Troy nun mittels Controller steuert. Sobald Max realisiert, dass das, was er als angebliche Mission im Spiel absolviert, gleichzeitig auch mit der Realität verknüpft ist, will er sich mit dem Mann den er spielt, verbünden, um Leben zu retten und die Machenschaften von Sentinel zu vereiteln.

Stereotypisch, überzogen und gespickt mit hölzernen Dialogen kommt die Geschichte aus den Federn von Nicholas Gyeney und André Kirkman daher, baut aber vor allem in der ersten halben Stunde einige untypische Situationen auf. Der Film lässt sich in gedrehte und computeranimierte Szenen unterteilen, wobei gerade letztere eine nette Abwechslung bilden und überraschen. Wie ein Mix aus Payday und GTA: San Andreas wirken die computeranimierten Abläufe, die sich nahtlos mit den gedrehten Szenen abwechseln oder in diese integriert werden mittels Nachbearbeitung. Die Grafik ist dabei zwar schlechtes Mittelmaß (trotz den begeisterten Kommentaren von Spieletester Max), erfüllt aber den Zweck, den Gyeney hier mit der Verschmelzung von Film und Spiel schaffen wollte. Eine anschauliche Verbindung zwischen interaktiver Fiktion und der realen Welt.

Enttäuschend präsentiert der Film hingegen seine Charaktere, die bis auf eine Ausnahme alle lieblos, stereotypisch und komplett ohne Entwicklung durch die 88 Minuten schreiten. Larenz Tate hingegen zaubert mit seiner ungezwungenen Darstellung von Max Troy Tiefe in eine Figur, die eigentlich nicht klischeehafter anmuten könnte. Manu Bennett hingegen wird für einen Charakter verfeuert, der nicht viel Einfluss auf die Geschichte hat oder durch kreative Skizzierung Dynamik in die Geschichte bringen kann.

Ambitionen hat Nicholas Gyney einige während des Schaffensprozesses, aber an der Umsetzung die mit nur 2,1 Millionen Dollar sowieso wenig Spielraum bot, reicht es vorne und hinten nicht, um ein rundes Erlebnis zu schaffen. Es ist schön und gut, wenn man sich Filme wie Oldboy, Stirb langsam, Gamer und The Firm als Vorbild nimmt, aber eine unrealistische und alberne One Shot Actionszene zu drehen, einzig und alleine um Oldboys dreieinhalbminütigen Rekord zu brechen, dann wirkt das nicht ehrgeizig, sondern anmaßend. Auch der finale Showdown, in dem Orson gegen den machtbesessenen Bösewicht (Linden Ashby, Iron Man 3) kämpfen muss, wird mit Katanas, einer Dachszene und einer absolut deplatzierten Frau (um die übrigens auch so halb gekämpft wird) absolut ins Lächerliche gezogen und driftet in Trash ab, der alle guten Ansätze in den Boden stampft.

Auch ästhetisch betrachtet beweist Beta Test, dass der Weg zu einem lang nachhallenden Werk sehr sehr weit ist. Die Einstellungen sind langweilig, die Schnitte unsauber und auch die Qualität der Aufnahmen ist auf keinem guten technischen Stand, was dem Budget und den verwendeten Aufnahmegeräten zuzuschreiben ist. Die Musik ist lediglich eine einfache Untermalung der Geschehnisse, die je nach Tonalität der Szene Spannung oder Emotionalität aufbauen soll. Dies gelingt zwar, aber ohne musikalisch besonders im Gedächtnis zu bleiben. Beta Test macht wenig richtig und viel falsch und verschenkt, abschließend betrachtet, viel Potenzial einer interessanten Idee und der mitwirkenden Schauspieler.

Fazit

"Beta Test" startet mit einem spannenden Ansatz und einigen stärkeren Szenen in der ersten Hälfte. Das Drehbuch und die billige Umsetzung gegen Ende ruinieren aber den frischen Eindruck, den der Film am Anfang erweckt hat. So lässt "Beta Test" viele Fragen offen, schafft Ungereimtheiten und Storyinkohärenzen, die ein unterhaltsame Filmerlebnis schmälern und das Werk in die Ecke der Belanglosigkeit katapultieren.

Autor: Miriam Aissaoui

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