{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Inhalt

Der 13-jährige Kos hat's nicht leicht. Die Mutter ist gestorberb, der Vater liegt im Krankenhaus, und so muss Kos zusammen mit seinen drei Schwestern das Familienhotel am Laufen halten. Kos will unbedingt das Sagen haben, doch gegen seine Schwestern kommt er einfach nicht, zumal er keine Ahnung hat, wie Mädchen so ticken. Das gleiche Problem hat er auch mit Isabell, in die er verliebt ist.
  • 1wiybp04eqwgawdmhnlfzus4nm0
  • Uhjmuswm9acqrexmc4mvotz2o2
  • Er6qfgnyvpqsj4f5rzxkxr0ekdg
  • Ti0zfxltdyp2uraghy4zsn7ea3m
  • J7us6lbtrptvg6ilhkkcwqfdgtx
  • 5evhujamtkdycgt2us4oy3h9dhy
  • Ocrj86xvkznd4we6fqxukipubox
  • Qvuosb5zwbbyltozvof1fedvslm
Quelle: themoviedb.com

Kritik

Chaos, wunderbares und herzliches Familienchaos: Nun, genau dies steht im Falle der niederländischen Komödie Allein unter Schwestern bereits nach den ersten fünf Minuten ganz klar im Mittelpunkt. Denn während der Vater aufgrund eines Herzanfalls ins Krankenhaus muss, bleibt es den Kindern überlassen das marode und finanziell gestrauchelte Hotel am Meer am Laufen zu halten. Und genau damit ist die Stoßrichtung des Films von Regisseurin Ineke Houtman gleich zu Beginn gesetzt und auch das am Horizont winkende Happy End ist nicht weit weg. Doch ist gerade daher die Tortur des zwölfjährigen Kos (Julian Ras, Die Baumhauskönige) eine vertane Chance? Mitnichten: Denn wo Klischees und etwas zu unklarer Fokus auf den Zuschauer warten, gibt es auch viel zu Lachen und zu Bestaunen. Eben eine herrliche Familienkomödie, die wenig von Konventionalität hält, dafür aber gerne einmal über die Stränge schlägt. Zwischen Fußball, Krankenhaus, Hotel und Geschwisterliebe – inklusive dem bislang nicht verarbeiteten Tot der Mutter – ergibt dies ein vergnügliches sommerliches Durcheinander.

Gerade wo Allein unter Schwestern aufgrund der ungewöhnlichen Figurenkonstellation punkten kann – immerhin muss sich Kos mit drei Schwestern herumschlagen, die allesamt für ihn regelrechte Aliens darstellen – sorgt aber der fehlende Fokus immer wieder dafür, dass aus der eigentlich recht launigen wie humorvollen Geschichte immer wieder etwas Tempo genommen wird. So drängen sich zum Beispiel Liebe und Sex auf, ohne je arg Klischeehaft zu wirken, um im nächsten Moment zwischen Geldnöten und Familienkonflikten unterzugehen. Dies ist gerade daher schade, weil der Film von Autor Sjoerd Kuyper (Mijn Opa de Bankrover) durchaus die richtigen Fragen stellt: Was genau ist männlich? Wieso muss eine Miss Beach Wahl mit wackelndem Po begonnen werden und wieso gibt es in Sachen Liebe so viele Ratschläge, aber eben niemals ein intensives Gespräch über Gefühle? Handeln steht über eigenes Reflektieren, eben auch für Kos, der sich nach dem Tod seiner Mutter geschworen hat nie wieder zu weinen. Besonders hier lässt Allein unter Schwestern eine Menge Potenzial verfallen.

Und der Rest? Nun, wer eine wunderschöne sommerlich leichte Komödie sucht, ist beim herrlichen Hotelchaos genau an der richtigen Adresse: Da fliegen Kameras in Kochtöpfe, krabbeln Raupen durch die Zimmer und Kos muss sogar mit einer ungewöhnlichen Verkleidung dafür sorgen, dass eben das Hotel nicht in den nächsten Tagen pleitegeht. Nicht jeder Gag sitzt dabei und bringt immer eine gewisse Pointe mit, aber dennoch darf zwischendurch herzlich gelacht wären. Vor allem da es der Film schafft mit seinen verschrobenen Nebenfiguren zu punkten, die immer wieder für einen Spruch oder gar eine kleine Slapstikeinlage gut sind. Schließlich gibt es am Ende den bekannten Ausbruch, die Aussprache und dann das gewohnte Happy End. Hier hätte etwas mehr Schärfe nicht geschadet, aber dafür kann Julian Ras als Kos zu jeder Zeit glaubwürdig seine Rolle tragen und sorgt dafür, dass der Zuschauer bis zum Ende hindurch Spaß hat. Mehr braucht es hier auch nicht.

Fazit

"Allein unter Schwestern" ist eine herrlich überdrehte und chaotische Sommerkomödie, die zwischen überdrehten Geschlechterrollen, einem seichten Familiendrama, etwas Liebe und der Suche nach dem Familienheil einige Lacher parat hält. Niemals wirklich tiefgreifend, immer etwas vorhersehbar, aber am Ende eben auch gute Unterhaltung für Zwischendurch.

Autor: Thomas Repenning

Wird geladen...

×