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Inhalt

Meg Murry ist ein typischer Teenager, der einfach nur dazugehören möchte. Die Tochter zweier weltberühmter Physiker ist, genau wie ihr kleiner Bruder Charles Wallace, hochintelligent und auf einzigartige Weise begabt. Was ihr Leben allerdings noch komplizierter macht, ist das plötzliche Verschwinden ihres Vaters. Als Meg herausfindet, dass es etwas mit dem geheimen Projekt ihrer Eltern zu tun haben muss, nimmt die Sache ganz neue Dimensionen an: Um ihren Vater zu finden, müssen Meg, ihr Klassenkamerad Calvin und ihr Bruder dieser mysteriösen Erfindung auf den Grund gehen und sich auf eine gewagte Expedition durch Raum und Zeit begeben, in der sie in Welten vordringen, die sich jenseits jeder Vorstellungskraft befinden. Neben vielen Gefahren gibt es allerdings auch unerwartete Hilfe von drei rätselhaften überirdischen Wesen, die sie auf ihrem Weg begleiten.
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Kritik

Die Verfilmung von Madeleine L'Engles Kinderbuchklassiker, der hierzulande unter dem Titel Spirainnebel 101 und Die Zeitspalte bekannt ist, wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. Nicht nur wegen der Bekanntheit der literarischen Vorlage, sondern auch weil die gefeierte Regisseurin hier ihren Einstand im Blockbuster-Terrain feierte, nach dem sie mit Selma und der hoch gelobten Doku The 13th in der Gunst vieler Kritiker und Filmfans einen oberen Platz eingenommen hatte. Im Vorfeld kassierte die Produktion viel Lob, weil bei der Besetzung auf einen diversen Cast geachtet wurde und natürlich auch, weil Disney hier einer Frau ein millionenschweres Blockbuster-Projekt anvertraute.

Dieses Lob ist durchaus berechtigt, es ändert aber leider nichts daran, dass Das Zeiträtsel zu den größten Blockbuster-Enttäuschungen des Jahres zählt. Schuld daran haben so einige, aber auch Ava DuVernay. Der gelingt es mit ihrer Inszenierung leider niemals die Geschichte spannend, einnehmend und empathisch zu erzählen. Dazu kommt der gesamte Film in einem Look daher, der entweder zu steril oder so hellbunt und klebrig ist, dass er einen Zuckerschock auslösen könnte. Das sorgt dafür, dass einem als Zuschauer die phantastische Welt des Zeiträtsels stetig verschlossen bleibt.

Das verzuckerte der Optik setzt sich auch bei der Geschichte fort. Diese ist überfüllt mit teil wirklich kruden Kitschmomenten, dass man der einen oder anderen Szene eine gewisse Komik nicht wirklich abschlagen kann. Zusammen mit so manchem aufgebauschten Kostüm sowie der der gesamten Präsentation der drei Wächterinnen Mr. Which (Oprah Winfrey, Der Butler), Mrs. Whatsit (Reese Witherspoon, Der große Trip - Wild) und Mrs. Who (, Ocean's Eight) geniert das eine gute Portion Fassungslosigkeit, vor allem dadurch, dass es erzählerisch ziemlich kaltschnäuzig vorgetragen wird. Zu keiner Zeit findet DuVernay die Möglichkeit eine verständliche, narrative Entwicklung anzubieten. Nach dem Motto Es kommt, wie es kommt, wird man als Zuschauer durch die Handlung des Films gedrescht.

Dessen Script von Phil Johnston (Zoomania) und Jeff Stockwell (Brücke nach Terabithia) ist dazu durchsetzt von Dialogen, die man so oder so ähnlich in einem schmalzigen Liebesroman aus dem 1€-Verkaufsstand eines Kiosk erwartet hätte - oder als  Ratschläge auf den Seiten von  Esotherik-Kalendern. Vorgetragen werden die Zeilen a la „Du musst an dich glauben“ von Figuren, die hochgradig eindimensional sind und größten teils vor allem eines tun: sie gehen einen auf den Keks. Vor allem der von (Stephanie) gespielte Charles Wallace, ein Wunderkind im Grundschulalter, malträtiert die Nerven. Aber auch seine Schwester, die von Storm Reid (Sleight – Tricks & Drugs & Zauberei) verkörperte Meg, hilft nicht dabei, dass man Empathie für die Figuren aufbaut. Denn auch wenn sie ihre Probleme und Sorgen haben, so wirken sie doch immer zu unnahbar, perfekt und vor allem konzipiert.

Der gesamte Film leidet darunter, dass es wirkt, als hätte man ihn von vorne bis hinten mit einem Lineal und Zirkel am Reißbrett entworfen. Nichts hat wirklich Persönlichkeit, nichts mag positiv verwundern und nichts gibt einem wirklich das Gefühl ein großes Abenteuer zu erleben. Das Zeiträtsel ist purer Egalismus. Das sorgt dann dafür, dass es einem wirklich verblüfft, wenn im letzten Akt plötzlich Szenen auftauchen, die fast schon so wirken, als hätte Disney Twin Peaks neu verfilmt. Genau dann, ist Ava DuVernays erste, große Hollywood-Produktion gelungen. Aber für diese kurze Szene sollte dem Gesamtwerk keine Empfehlung zugesprochen werden.

Fazit

„Das Zeiträtsel“ soll die Herzen erwärmen, zum Nachdenken anregen und eine phantastische Geschichte erzählen. Nichts davon will wirklich gelingen. Dafür ist die Disney-Produktion einfach zu steril süßlich, plump erzählt und malträtiert mit ihren Kalendersprüchen die Nerven.

Autor: Sebastian Groß

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