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Nachdem vor ein paar Jahren der Landeanflug der ersten bemannten Mars-Mission in einer tödlichen Katastrophe endete, werden die Expertin Mackenzie „Mack“ Wilson und die künstliche Intelligenz A.R.T.I. damit beauftragt, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Während ihrer Untersuchungen stoßen sie auf ein riesiges Objekt unbekannter Herkunft auf der Oberfläche des Roten Planeten. Die Geheimnisse, die Mack nach und nach über das Artefakt lüftet, werden den Lauf der Geschichte dramatisch ändern ...

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Kritik

Jahrelang arbeitete Hasraf Dulull an den Spezialeffekten diverser Filme und Serien, darunter unter anderem an The Dark Knight, Hellboy 2 - Die goldene Armee oder auch 10.000 B.C. Nach einigen Kurzfilmen feierte er 2017 mit seinem ersten Spielfilm, dem Sci-Fi-Horror The Beyond, sein Regiedebüt und legt nun mit dem Sci-Fi-Thriller Origin Unknown (OT: 2036 Origin Unknown) gleich nach. Vorgenommen hat sich der Mann bei seinem zweiten Werk eine ganze Menge, seine Anlehnung an Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum ist unverkennbar.

Als Low-Budget-Produktion hat man es im Sci-Fi-Genre nicht immer einfach, Origin Unknown schlägt sich zumindest visuell gesehen aber überraschend gut. Die Außenaufnahmen im All sitzen, das futuristische Interface der Schaltzentrale ebenfalls. Lediglich bei den Aufnahmen auf dem Mars werden die begrenzten Mittel ein wenig deutlich, durch den Einsatz eines extrem körnigen Filters, Staubeffekten und dunklen Aufnahmen wird die Oberfläche des Mars bei Unwetter zwar glaubhaft bedrohlich dargestellt, gleichzeitig versuchte man aber auch den Aufwand möglichst gering zu halten, indem man nicht allzu viel für den Zuschauer sichtbar macht. Das geht aber für eine kleine Produktion wie diese in Ordnung, dank Hasraf Dululls frühere berufliche Erfahrung ist Origin Unknown, gemessen an seinen Möglichkeiten, optisch durchaus gelungen.

Schwer tut sich der Sci-Fi-Thriller dafür aber beim Erzählen seiner Geschichte. Zwar verfolgt der Film eine nicht gänzlich uninteressante Idee bei der Erforschung des mysteriösen Monoliths auf dem Mars, scheitert jedoch daran konstant Spannung aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Stattdessen schreitet Origin Unknown recht träge voran und hält sich mit diversen Nichtigkeiten auf. Zwar schneidet er mit der in der Schaltzentrale stets anwesenden künstlichen Intelligenz interessante Themenkomplexe an, wenn es beispielsweise um den Vergleich zwischen KI und Mensch geht, und wo sich bei einer fortschrittlichen (Weiter-)Entwicklung noch die Grenze zwischen beiden befindet, jedoch bleibt es nur bei einer sehr oberflächlichen Behandlung, Filme wie Ex Machina waren in der Hinsicht schon deutlich weiter.

Mit Katee Sackhoff (Battlestar Galactica) ist die Hauptrolle des Films prominent besetzt, sie gibt sich im Rahmen der ihr gegebenen Möglichkeiten auch alle Mühe, das Beste aus ihrer Rolle herauszuholen. Kammerspielartig agiert sie fast den ganzen Film über allein mit einer KI namens ARTi in einem Raum, mit Ray Fearon (Die Schöne und das Biest) und Julie Cox (The Ocford Murders) gesellen sich nur kurz zwei weitere Darsteller hinzu. Letztgenannte agiert leider vollkommen amateurhaft vor einem Videoscreen und liefert sich einige äußerst peinliche Dialogzeilen mit der Hauptdarstellerin.

In seiner letzten Viertelstunde holt Origin Unknown nochmal ordentlich aus und liefert ein abgefahrenes Finale, das sowohl inhaltlich für eine Überraschung gut ist, als auch inszenatorisch einige kreative Ideen umsetzt. Die zuvor aufgetretenen Mängel wie die fehlende Tiefe, das lahme Pacing und den unausgegorenen Spannungsaufbau macht der Abschluss damit zwar nicht wett, er verleiht einem ansonsten doch recht eintönig geratenen Film so zumindest ein Stück weit eine eigene Note.

Fazit

Als Low-Budget-Produktion zeigt sich "Origin Unknown" visuell durchaus gelungen und punktet mit einer engagierten Katee Sackhoff in der Hauptrolle, tut sich jedoch schwer darin, seiner Geschichte die nötige Tiefe oder Spannung mit auf den Weg zu geben.

Autor: Sebastian Stumbek

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